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Archiv für die Kategorie „Waldhof Mannheim“

KSV Hessen Kassel – SV Waldhof Mannheim: Polizeitaktik mit Fantrennung ging auf; KSV-Fans suchten nach dem Spiel die Konfrontation mit der Polizei, mehrere Festnahmen

Zu den im Vorfeld der Partie zwischen dem KSV Hessen Kassel und dem SV Waldhof Mannheim für möglich gehaltenen Ausschreitungen kam es vor und während des Regionalligaspiel der beiden Traditionsvereine nicht. Als die Gästefans, darunter auch die bei entsprechender Gelegenheit als gewaltbereit eingestuften Anhänger, bereits Kassel mit dem Zug oder mit Bussen verlassen hatten, kam es auf der Frankfurter Straße in Höhe der Haltestelle Auestadion vor der Gaststätte Rauchfang und im Anschluss daran im Bereich des Scheidemannplatzes zu Konfrontationen sogenannter KSV-Fans mit der Polizei. Obwohl die Fans nach dem 3:0-Erfolg ihrer eigenen Elf eigentlich Grund zur Freude hatten, flogen um kurz nach 16 Uhr auf einmal vor dem Rauchfang Bierflaschen gegen die eingesetzten Polizeibeamten. Die Frankfurter Straße musste ab etwa 16:15 Uhr zumindest zeitweise in beiden Richtungen für den Verkehr gesperrt werden, weil immer wieder angebliche Fußballfans nur eines suchten: Die Konfrontation mit der Polizei. Drei Männer aus Kassel im Alter von 20, 25 und 34 Jahren wurden vorläufig festgenommen und ins Polizeigewahrsam gebracht. Gegen sie wird wegen Körperverletzungsdelikten und Beleidigung ermittelt.

Fortsetzung am Scheidemannplatz

Um kurz nach 17 Uhr zog eine etwa 40 Personen starke Gruppe der Fans in Richtung Innenstadt. Um mögliche Sachbeschädigungen und ähnliche Delikte zu verhindern, wurden sie durch Polizeikräfte begleitet. Am Scheidemannplatz suchten rund zwei Dutzend dieser sogenannten Fans erneut die Konfrontation mit der Polizei, die daraufhin etwa 20 Personen in Gewahrsam nahm. Mindestens zwei Personen wurden hierbei leicht verletzt und mussten vom Rettungsdienst vor Ort behandelt werden. Polizeibeamte wurden nicht verletzt. “Diese Vorfälle sind umso bedauerlicher, weil wir vor und während des Spieles mit beiden Fanlagern eigentlich keine größeren Probleme hatten”, sagte Polizeidirektor Uwe Papenfuß am späten Nachmittag. “Vermutlich haben wir diesen Kasseler Fans durch unsere Taktik einen Strich durch die Rechnung gemacht und sie haben sich mangels gegnerischer Fans die Polizei als Ziel ihrer Aggressionen ausgesucht”, nennt der Einsatzleiter der Polizei einen möglichen Grund. “Für ein solches Fanverhalten kann man keinerlei Verständnis mehr aufbringen”, so der Polizeidirektor.

Fantrennung hat aber grundsätzlich geklappt

Polizeidirektor Uwe Papenfuß hatte sich unmittelbar nach Spielende grundsätzlich zufrieden mit dem Erfolg der gewählten polizeitaktischen Maßnahmen gezeigt. Unter den insgesamt rund 3.400 Zuschauern, die den 3:0 Heimerfolg der Kasseler sahen, befanden sich etwa 300 Gästefans, die in der Südkurve untergebracht waren. Etwa die Hälfte dieser Gästeanhänger wurde als gewaltbereit eingestuft, sofern sich eine Gelegenheit dazu anbieten würde. Interessanterweise waren nicht nur Mannheimer Fans zur Unterstützung der Waldhöfer nach Kassel gekommen. Im Zug saßen auch mindestens 20 Fußballfans aus Frankfurt. Auch knapp 50 Braunschweiger waren mit einem Bus zur Unterstützung der Mannheimer nach Kassel angereist. “Unser Ziel ist es gewesen, die Fans beider Vereine vor, während und nach dem Spiel konsequent zu trennen und so mögliche Auseinandersetzungen von vornherein zu verhindern. Das ist auch gelungen”, erklärte Papenfuß, als der letzte Gästefan gegen 16:30 Uhr die Fulda-Metropole verlassen hatte. Schon während des Spiels waren es Fans des KSV Hessen, die offenbar auf Möglichkeiten der Auseinandersetzung aus waren. So verließen etwa 35 Fans der Kategorie B und C den KSV-Fanblock in der Nordkurve kurz nach der Halbzeit, um offenbar über den Stadionvorplatz in Richtung Südkurve zu gelangen. Bei ihnen wurden Gefährderansprache durchgeführt und die Ingewahrsamnahme angedroht für den Fall, dass sie versuchen würden, die Polizeiabsperrung zwischen Auestadion und Eissporthalle zu überwinden. Gegen drei junge Männer im Alter von 17 bis 19 Jahren aus Kassel wurden Platzverweise ausgesprochen.

Ein Fan beim Spiel im Gewahrsam

Ein 23 Jahre alter KSV-Fan, der als gewaltbereit bekannt und in Erscheinung getreten ist, verbrachte die Zeit des Spiels im Polizeigewahrsam. Er war noch vor Beginn der Partie in Stadionnähe vermummt angetroffen und überprüft worden. Gegen ihn wurde eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz vorgelegt. Nach Spielende kam er wieder auf freien Fuß. Etwas mehr Glück hatte ein Mannheimer Anhänger, der ebenfalls vor dem Spiel den Einsatzkräften durch eine Vermummung auffiel. Da der 20-Jährige bislang aber nicht als gewaltbereiter Fans in Erscheinung getreten war, ließen es die Beamten in Abstimmung mit dem Polizeiführer bei einer Gefährderansprache bewenden. Eine Anzeige wegen Verstoßes gegen die Bestimmungen des Versammlungsgesetzes erhält aber auch er. “Es wird ihm hoffentlich eine Lehre sein”, sagte Einsatzleiter Papenfuß. Weil er sich einsichtig zeigte, durfte er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen mit ins Stadion.

Unvernünftige zündeten Begalos; eine Person wurde verletzt

Weil Unverbesserliche in der KSV-Fankurve gleich zu Spielbeginn fünf Begalos gezündet hatten, musste ein 25-Jähriger aus Kassel mit Atemproblemen in ein Kasseler Krankenhaus gebracht werden, konnte aber noch am Nachmittag nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden. Für zwei Fußballanhänger aus Frankfurt, die mit den Mannheimern im Zug angereist waren, war der Fußball-Ausflug schon am Hauptbahnhof zu Ende. Beamte der Bundespolizeiinspektion Kassel stellten bei der Überprüfung fest, dass die 18 und 21 Jahre alten Frankfurter mit einem bundesweiten Stadionverbot belegt waren. Sie erteilten ihnen Platzverweise mit der Auflage, mit dem nächsten Zug wieder abzureisen. So wurde es auch umgesetzt.

Ermittlungen wegen Sachbeschädigungen

Im Toilettenbereich des Südblocks kam es zu Farbschmierereien und Sachbeschädigungen an Urinalen und Waschbecken. Die Höhe des entstandenen Sachschadens steht derzeit noch nicht fest. Hinweise auf die Verursacher liegen nicht vor. Die Polizei ermittelt gegen Unbekannt wegen Sachbeschädigung.
Quelle:presseportal.de

Schlägerei zwischen Fußballfans auf Autobahnrastanlage

Auf der Rastanlage Hohenlohe-Süd bei Neuenstein kam es bereits am Samstag zu einer Auseinandersetzung zwischen Fans der Mannschaften des SV Waldhof Mannheim und des SV Darmstadt 98.

Wie die Polizei Künzelsau am Montag mitteilte, hatte ein Bus mit Darmstädter Fans auf der Fahrt zum Spiel in Heidenheim gegen 11 Uhr an der Raststätte eine Pause eingelegt, als ein weiterer Bus mit Mannheimer-Fans ebenfalls dort Rast einlegen wollte. Die Mannheimer waren auf dem Weg zu einem Spiel ihrer Mannschaft in Fürth. Als die Mannheimer den Bus mit gegnerischen Fans entdeckten, kam es offensichtlich bereits im Fahrzeug zu ersten Tumulten. Nachdem der Bus gestoppt hatte, rannten etwa 20 bis 30 Mannheimer in Richtung der Darmstädter Fans und gingen sofort auf diese los.

Sieben Leichtverletzte

Bei der anschließenden kurzen Schlägerei entwendeten die Angreifer zudem diverse Fanartikel der Darmstädter sowie eine größere gegnerische Fahne. Danach rannten die Mannheimer wieder zu ihrem Bus, der daraufhin die Rastanlage verließ. Zurück blieben sieben leicht verletzte Darmstädter sowie sechs bestohlene Fans.

Die alarmierten Polizeikräfte aus Schwäbisch Hall und Künzelsau wurden von angeforderten Fußballeinsatzkräften der Bereitschaftspolizei aus Baden-Württemberg und Bayern unterstützt.

Rückfahrt statt Fußballspiel

Der Mannheimer Bus wurde auf dem Parkplatz Reusenberg gestoppt. Nachdem die Personalien aller Insassen erhoben wurden, war die Weiterfahrt zu dem Spiel vorzeitig beendet. Die Mannheimer Fans mussten stattdessen unter Polizeibegleitung die Rückfahrt an ihrem Heimatort antreten.

Die Darmstädter Fans konnten nach Durchführung der erforderlichen polizeilichen Feststellungen die Fahrt zum Spiel ihrer Mannschaft fortsetzen.

Die weiteren Ermittlungen zu dem Landfriedensbruch wurden von der Kriminalpolizei Künzelsau übernommen.
>>>stimme.de

Aus Sicherheitsgründen ist ein Fußball- Testspiel in Haßloch zwischen den U17- Mannschaften des 1.FC Kaiserslautern und des SV Waldhof Mannheim abgesagt worden. Nach Angaben der Haßlocher Polizei hatten sich Mitglieder der “Ultra-Szene” beider Vereine, die seit dem siebenjährigen Gastspiel der Mannheimer in der Bundesliga eine Rivalität pflegen, im Internet zu dem für Mittwoch geplanten Spiel in Haßloch verabredet. Da die Polizei auf dem kleinen Platz des FC 08 Haßloch die beiden Gruppen nicht hätte trennen können, empfahl sie die Absage des Jugendspiels.
Quelle:zdf.de

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