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Steinwerfer attackieren Polizisten
Steine werfende Hooligans haben am Samstag in Burghausen einen Polizeibeamten verletzt. Insgesamt fünf Hooligans – sowohl aus dem Regensburger wie auch dem Burghauser Lager – wurden festgenommen. Ein Großaufgebot an Polizei hat nach dem Drittliga-Fußballspiel des SV Wacker gegen Jahn Regensburg eine direkte Konfrontation zwischen angeblichen Fußballfans verhindern können.
Nach dem Spiel hatten mehrere hundert Polizisten am Stadion die Jahn-Anhänger eingekesselt und im Konvoi zum Bahnhof geleitet. Dort warteten bereits verschiedene Burghauser Fan-Gruppen auf die Gäste. Sie wurden von den Polizeikräften abgedrängt, um den Regensburgern den ungehinderten Zugang zu ihrem Zug zu ermöglichen.
Aggressive Burghauser versuchten immer wieder, die Absperrungen zu durchbrechen und auf die Regensburger loszustürmen. Hasstiraden schlugen den Regensburgern entgegen, die ihrerseits mit Beleidigungen antworteten. Es kam auch zu einem Steinwurf, bei dem ein Beamter leicht verletzt wurde. Massiven verbalen Angriffen aus beiden Lagern waren auch die Beamten ausgesetzt, die einige besonders aggressive FußballAnhänger zu Boden ringen mussten. Fünf Hooligans wurden festgenommen und zum Teil in Handschellen abgeführt. Wie die Polizei mitteilt, wurden Fußball-Fans wegen Körperverletzung, dem Tragen verfassungsfeindlicher Kennzeichen, Urkundenfälschung sowie eines Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz angezeigt.
Bei den echten Burghauser Fußballfans sorgen die Auswüchse vor und nach den Spielen zunehmend für Unmut. „Weit haben wir es gebracht“, sagte etwa der frühere Burghauser Bürgermeister Fritz Harrer und räumt ein: „Größtenteils haben wir uns diese Fangruppen selbst hergezogen.“ Nicht wenige fordern ein Stadionverbot für die radikalen Gruppen. „Denen geht es nicht um den Sport, sondern nur ums Krawall machen“, sagt einer, der namentlich aber nicht genannt werden will. Er hat schon öfter überlegt, sich in einem Leserbrief in den regionalen Medien zu Wort zu melden und dieses Verbot zu fordern, dies aber letztlich „aus Angst vor Übergriffen“ nicht getan.
Die Polizei betont in ihrer Pressemitteilung zum Samstag, die Anhänger beider Vereine hätten sich im Großen und Ganzen an die seitens der Polizei in offenen Briefen an die Fangruppen gerichteten Botschaften gehalten. Vor, während und nach dem Spiel hätten rund 300 Beamte die Fan-Trennung konsequent durchgeführt.
Quelle:chiemgau-online.de


