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Archiv für die Kategorie „Vereine“

Rund ums Derby bleibt es ruhig

Vor und nach dem brisanten Derby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln (3:0) ist es zwischen den rivalisierenden Fanlagern ruhig geglieben. “Unser Konzept ist voll aufgegangen”, sagte Polizeisprecher Peter Spiertz auf Nachfrage.

Im Vorfeld hatte die Polizei im Dialog mit den Borussia-Fans den Einsatz transparent gemacht. “Unser Ziel war es, die Fanströme zu trennen, damit es nicht zu Provokationen und Auseinandersetzungen kommen kann”, sagte Spiertz. Das habe sowohl bei der An- als auch der Abreise funktioniert.

Am Bahnhof Rheydt wurde bei der Ankunft eines Zuges Pyros gezündet, so dass ein Durchgang verqualmt wurde. “Wir haben Videoaufnahmen und Fotos, die zur Identifizierung geeignet sind”, erklärt Spiertz. Gleiches würde für die Zündeleien während des Spiels im Kölner Block gelten, da man auf eine sehr gute Video-Anlage zurückgreifen könne: “Die Verfahren sind schon eingeleitet und es drohen bundesweite Stadionverbote.”

Einige Kölner hatten sich im Vorfeld besorgt gezeigt, ob es nach dem Angriff auf einen Gladbacher Fanbus zu einer Rache-Aktion kommen könnte. “Doch die ganze Anreise auch aus Köln verlief völlig unproblematisch. Wir hoffen, dass es auch anschließend so bleibt”, hatte Spiertz kurz nach dem Anpfiff um 15.30 Uhr gesagt.

Das Konzept der Polizei ging auch nach Abpfiff auf, das Flaschen- und Glasverbot griff und verhinderte mögliche Schnittverletzungen. “Da zahlreiche Kölner Fans schon vor dem Schlusspfiff das Stadion verließen, konnte wir mit dem Shuttle schon früher starten”, sagte Spiertz. Da die Gladbacher noch ihre Mannschaft feierten, sank so auch die Chance, dass die Rivalen aufeinandertreffen hätten können. “Wir sind wirklich sehr zufrieden”, betont der Polizeisprecher.
Quelle:rp-online.de

Medien: Angriff auf Gladbach-Fans

Hooligans des 1. FC Köln haben offenbar erneut einen Bus mit Anhängern des Erzrivalen Borussia Mönchengladbach angegriffen.Der Bus eines belgischen Fanclubs wurde am Sonntagabend nach dem rheinischen Derby (3:0) von zwei Fahrzeugen ausgebremst und von vermummten belgischen Köln-Fans mit bengalischen Feuern und Steinen attackiert. Das berichtet die belgische Tageszeitung “Grenz-Echo”.Der Vorfall ereignete sich an einem Kreisverkehr im Hohen Venn.

“Unser Bus wurde von zwei Fahrzeugen überholt. Als wir uns einem Kreisverkehr näherten, parkten sie direkt hinter diesem. Die etwa vier bis sechs Insassen entstiegen ihren Fahrzeugen. Sie waren vermummt”, sagte ein Augenzeuge. Als sich der Bus im Kreisverkehr befand, habe ein Köln-Fan einen Bengalo direkt auf die Vorderscheibe des Busses geworfen, später seien Rauchbomben und Steine geflogen.

Schon Anfang März hatten auf der Autobahn A3 mehrere Fahrzeuge mit gewaltbereiten Kölner Anhängern versucht, einen Bus mit Gladbach-Fans auszubremsen. Auf dem Rastplatz Siegburg-Ost griffen dann vermummte Personen den Bus an, woraufhin der Busfahrer die Flucht in Richtung Köln ergriff.

In Mönchengladbach blieb es rund um das Derby dagegen ruhig. Die Begegnung sei “aus polizeilicher Sicht problemlos” verlaufen, teilte die Polizei mit.
Während des Spiels war im Block der Gäste-Fans einzig mehrfach Pyrotechnik gezündet worden. “Der Polizei gelang es mit Unterstützung der Videoanlage beweiskräftige Aufnahmen herzustellen. Gegen die Verantwortlichen werden Strafverfahren wegen Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet”, hieß es.
Quelle:sport1.de

SpVgg-Fan (26) springt in den Tod

Nach Derby-Randale wurde gegen ihn ermittelt. Polizei: Kein Zusammenhang

Fassungslosigkeit, blankes Entsetzen, tiefe Trauer. Das gestrige Pokalspiel der SpVgg Greuther Fürth wurde vom Selbstmord eines Kleeblatt-Anhängers überschattet. Der 26-jährige Andreas F. (Name geändert) war am Montagabend aus dem 11. Stock eines Hochhauses auf der Fürther Hardhöhe gesprungen, erlag Stunden später seinen schweren inneren Verletzungen. Aus einem Abschiedsbrief, gefunden in seinem Geldbeutel, geht laut der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth kein Zusammenhang mit einem Ermittlungsverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung hervor.

F. soll zweifelsfrei als der Mann identifiziert worden sein, der am 20. Dezember beim Pokal-Derby in Nürnberg aus dem Gäste-Fanblock zwei grüne Leuchtkugeln auf das Spielfeld im easyCredit-Stadion geschossen hatte. Greuther Fürth war daraufhin, auch weil von bislang noch unbekannten Anhängern Rauchpulver gezündet worden war, vom DFB zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verdonnert worden.

In einer offiziellen Mitteilung ließ der Verein wenige Stunden vor dem tragischen Unglück wissen: „Aufgrund der Auswertung des Videomaterials durch die zuständigen Behörden konnte die Person, die beim Pokalspiel in Nürnberg Leuchtkugeln auf den Platz geschossen hatte, jetzt identifiziert werden. Die SpVgg Greuther Fürth wird den Täter mit allen juristischen Mitteln in die Haftung nehmen und wie angekündigt die vom DFB-Sportgericht verhängte Strafe in vollem Umfang an den Täter weiterleiten.“

Warum F., der laut Freunden gestern in Hoffenheim unbedingt dabei sein wollte, den Freitod wählte, darüber kann nur gerätselt werden. Angeblich hegte er Heiratspläne, hatte einen guten Job, stand mit beiden Beinen voll im Leben. „Ich bin entsetzt“, gesteht Kleeblatt-Präsident Helmut Hack. „Ich weiß nichts über die wahren Hintergründe, bin überfordert, etwas zu sagen.“

Auch Vereinssprecher Christian Bald ist schockiert: „Unsere Anteilnahme gehört der Familie und den Freunden des jungen Mannes. Wir wünschen der Familie die nötige Kraft im Umgang mit diesem Unglück.“ Die Mannschaft, die großen Idole von Andreas, sollte erst nach dem Pokalspiel in Hoffenheim über die Tragödie informiert werden. Für die Staatsanwaltschaft ist der Fall indes bereits abgeschlossen.
Quelle:abendzeitung-nuernberg.de

Der 1. FC Nürnberg muss Sicherheitskonzeption anpassen. Zaunanlage in der Nordkurve wird aus Sicherheitsgründen vorläufig und teilweise zurückgebaut.

Aufgrund der Ereignisse nach Spielende beim DFB-Pokal-Achtelfinale gegen die SpVgg Greuther Fürth am Dienstag, 20.12.11, ist der 1. FC Nürnberg als Veranstalter der Club-Heimspiele gefordert, die Sicherheitskonzeption für Club-Heimspiele im easyCredit-Stadion zu überdenken. Seitens der Behörden der Stadt Nürnberg wurde dem Verein mitgeteilt, dass diese Anpassung der Sicherheitskonzeption als sofort umzusetzende Maßnahme einen vorläufigen und teilweisen Rückbau der Zaunanlage in der Nordkurve des easyCredit-Stadions beinhaltet.

Darüber hinaus erreichten den 1. FC Nürnberg in den vergangenen Wochen unzählige Schreiben von Fans, seinen Mitgliedern, Dauerkartenbesitzern und Mitgliedern von 1. FCN-Fan-Clubs, die ihr deutliches Unverständnis über die Vorkommnisse äußerten und ein gemeinsames Handeln der Verantwortlichen forderten, um künftig Ereignisse dieser Art auszuschließen. Es bestand breiter Konsens zwischen dem 1. FC Nürnberg, den Behörden der Stadt Nürnberg, der Betreibergesellschaft des easyCredit-Stadions und Polizei, alle Vorkehrungen zu treffen, um Ereignissen dieser Art entgegen zu wirken und dem Ansehen des Vereins keinen weiteren Schaden zuzufügen. Gleichzeitig steht der 1. FC Nürnberg weiterhin im Dialog mit dem DFB, um das Strafmaß für die Vorkommnisse in Grenzen zu halten.

Abbau in den Blöcken 7, 9 und 11

Der 1. FC Nürnberg hatte im Januar 2009 mit einem Ausnahmeantrag die Zaunanlage im easyCredit-Stadion vor dem Stehplatzbereich in der Nordkurve abgebaut. Die Rückbau-Maßnahme führte zu einer Optimierung der Sicht für alle Fans im Stehplatzbereich. Klare Vorgabe der Bauordnungsbehörde war es damals, dass seitens der Club-Fans ein vernünftiger Umgang mit dem Zugeständnis gewährleistet wird. Der mit dem Rückbau verbundene Vertrauensvorschuss sollte durch ein angemessenes Verhalten, der einen Zutritt zum Innenraum unbedingt ausschließt, seitens der Fans gerechtfertigt werden.

Mit den Vorkommnissen nach dem DFB-Pokal-Achtelfinale sehen alle Beteiligten die damals vereinbarten Auflagen von Teilen der Fanszene als nicht erfüllt an. Dies führte nun dazu, die damals getroffene Absprache des Rückbaus der Zaunanlage zu widerrufen. Diese Maßnahme greift, bis eine nachhaltige Anpassung der Sicherheitskonzeption durch die Entscheidungsträger, zu denen neben dem 1. FC Nürnberg, den Sicherheitsbehörden der Stadt Nürnberg und der Polizei auch der örtliche Ausschuss Sport & Sicherheit gehört, erfolgt ist. Robert Pollack, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Nürnberg erläutert: „Es ist ein Grundverständnis unter allen Beteiligten, dass alle Zuschauer, Gäste und Clubfans, die Gewissheit haben müssen, ein Clubspiel ohne Befürchtungen um Ausschreitungen und ihre Sicherheit besuchen zu können. Der 1. FCN hat deshalb immer nach sicherheitsrelevanten Vorkommnissen die Abstimmung mit Polizei und Stadt gesucht, um auf solche Vorkommnisse mit den erforderlichen Maßnahmen zu reagieren.“

Umsetzung zum Rückrunden-Auftakt

Der Rückbau der Zaunanlage kommt erstmalig wieder am Samstag, 21.01.12, zum Heimspiel gegen Hertha BSC zum Tragen. In gemeinsamen Gesprächen zwischen 1. FC Nürnberg, Polizei und Sicherheitsbehörden der Stadt Nürnberg wurde festgelegt, dass nicht die komplette Nordkurve von der Wiedererrichtung der Zäune betroffen ist, sondern lediglich die Blöcke 7, 9 und 11. Das easyCredit-Stadion wird damit in Teilen der Nordkurve in den ursprünglich baurechtlich genehmigten Zustand, der bis zum Jahre 2009 Gültigkeit besaß, zurück versetzt. Die Zaunanlage vor Stehplatzblöcken stellt eine normale Sicherheitsvorkehrung für Veranstaltungen im Rahmen der Versammlungsstättenverordnung dar.
Quelle:fcn.de

In den Niederlanden ist das Fußball-Pokalspiel zwischen Ajax Amsterdam und dem AZ Alkmaar am Mittwoch abgebrochen worden. AZ-Keeper Esteban hatte durchgedreht.Alkmaars Torhüter Costa Rican Esteban hatte in der Achtelfinalpartie einen über den Platz laufenden Fan getreten. Der Keeper wurde deshalb vom Platz gestellt. Daraufhin rief Alkmaars Trainer Gert Jan Verbeek sein Team zusammen und die Gästespieler gingen beim Stand von 0:1 geschlossen vom Feld.
“Ich habe gesehen, dass Esteban attackiert wurde und sich selbst verteidigt hat“, sagte Ajax-Coach Frank de Boer. “Ich weiß nicht, wie ich reagiert hätte, aber ich kann ihn mit seinem südamerikanischen Temperament verstehen.“
Quelle:op-online.de

Ausschreitungen nach Spielabbruch

Nach Abbruch des Fußball-Spiels zwischen Ajax Amsterdam und AZ Alkmaar haben Fans beider Mannschaften heftig randaliert. Das Ende des Abends begann mit einem tätlichen Angriff eines Fans auf AZ-Torhüter Alvarado.

Die Polizei rückte vor der Amsterdam Arena mit Wasserwerfern an und nahm acht mutmaßliche Randalierer fest – vier wegen Gewaltanwendung und vier wegen des illegalen Einsatzes von Feuerwerkskörpern. Nach tätlichen Auseinandersetzungen zwischen einem Ajax-Fan und AZ-Torhüter Esteban Alvarado war die Partie vorzeitig beendet worden.

Der Amsterdamer Club entschuldigte sich für den Zwischenfall in der Achtelfinal-Partie, der durch einen wahrscheinlich betrunkenen Ajax-Fan ausgelöst wurde. „Das ist ein schrecklicher Vorfall, den wir als Verein sehr bedauern. Wir bieten unsere ehrlich gemeinte Entschuldigung an. Wir finden das sehr schlecht und das wird der Junge zu spüren bekommen“, erklärte Ajax-Finanzdirektor Jeroen Slop auf der Internetseite des Clubs.

Der 19-jährige Fan war auf das Spielfeld gerannt und auf den Alkmaar-Torwart zugestürmt. Der Schlussmann aus Costa Rica verteidigte sich. Schiedsrichter Bas Nijhuis schickte den Keeper dennoch mit Rot vom Platz. Begründung: Alvarado habe noch zwei Mal nach dem Fan getreten, als dieser bereits am Boden lag.
Quelle:focus.de

„Das hat mit Fußball nichts zu tun“

Aachen Ultras werden in ihrem Fanblock Opfer einer feigen Attacke

Die Regeln des Miteinanders innerhalb der Fanszene wurden während des Heimspiels der Alemannia gegen Erzgebirge Aue aufs Übelste verletzt. In ihrem Fanblock wurden die Aachen Ultras während der ersten Halbzeit von 20 bis 30 Menschen attackiert. Ordnungsdienst und Polizei waren sofort zur Stelle, ein Ordner wurde dabei an der Hand verletzt.

„Das hat mit Fußball nichts zu tun. Es ist ein Irrsinn, dass wir eine Fangruppierung gegen eine andere schützen müssen“, sagte Alemannia-Geschäftsführer Frithjof Kraemer unmittelbar nach dem Spiel. Warum die Attacke erfolgte und von welcher Fangruppe sie ausging, wollte er nicht kommentieren. „Wobei sich das Wort Fan in diesem Fall eigentlich verbietet, denn hier wurden elementare Regeln des Fantums verletzt“, so Kraemer. Die Heterogenität der Aachener Fanszene sei dem Klub natürlich bekannt, ein solcher Übergriff stelle aber eine neue Qualität dar. „Wir werden jetzt nicht zur Tagesordnung übergehen und uns genau anschauen, was da passiert ist und warum. Mit den Maßnahmen haben wir unmittelbar nach dem Vorfall begonnen“, erklärte Kraemer. Jedem Täter, der identifiziert werde, drohe neben einem Strafverfahren selbstverständlich ein Stadionverbot.

Kraemer erinnerte alle Fans an die Wurzeln der Fankultur, nämlich die Unterstützung der eigenen Mannschaft. „Anscheinend ist das bei einigen in den Hintergrund gerückt. Als Verein ist die Sicherheit unserer Zuschauer unser höchstes Gut. Wir werden nicht akzeptieren, dass diese Sicherheit gefährdet wird“, sagte Kraemer, der neben der Verfolgung der Täter Gespräche mit allen Beteiligten ankündigte. „Jetzt sind alle Alemannia-Fans, die Fanklubs, die Fan-IG, die Fanbeauftragten und das Fanprojekt gefragt, den Umgang miteinander zu besprechen. Die Ausübung oder Androhung von Gewalt hat im Stadion nichts zu suchen. Es kann nicht sein, dass jemand ein Heimspiel besucht und Angst um seine Gesundheit haben muss“, so Kraemer.
Quelle:alemannia-aachen.de

Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Sicherheit

Nach den Geschehnissen beim Heimspiel gegen den FC St. Pauli am 19. November 2011, hat der F.C. Hansa Rostock in seiner Stellungnahme öffentlich um Hilfe gebeten.
Der Vorstand wandte sich an Politik und Polizei, um darauf hinzuwirken, dass sich in Zukunft Vertreter aus allen relevanten gesellschaftlichen Bereichen regelmäßig zu einer „Task-Force“ zusammenfinden, um dieser ernstzunehmenden Problematik entgegenzuwirken.
Beim ersten Treffen tauschten sich heute der Vorstand des F.C. Hansa mit Innenminister Lorenz Caffier und Thomas Laum, Polizeipräsident des Präsidiums Rostock, aus und verständigten sich auf konkrete Ziele:
„Ich möchte darauf hinwirken, dass Staatsanwaltschaft und Justiz eine schnellere Abwicklung der Strafanträge und härtere Bestrafung sicherstellen. Wir werden unsere Arbeit im präventiven und repressiven Bereich verstärken“, bestätigte Minister Lorenz Caffier.

So konnten auch die ersten Erfolge der laufenden Ermittlungsverfahren verkündet werden:
„In Zusammenarbeit mit dem F.C. Hansa Rostock konnten bisher gegen 63 Personen Strafverfahren eingeleitet werden und mit dem Abschießen von Leuchtraketen in den Gästefanblock ein Fall der gefährlichen Körperverletzung und des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz aufgeklärt werden“, so Thomas Laum.

Im Ergebnis haben sich das Innenministerium und der Vorstand verständigt, diese „Task-Force“ einzusetzen.

Davon unabhängig einigte sich der Vorstand des F.C. Hansa Rostock heute auf einen umfassenden Maßnahmenkatalog:
1. Die Südtribüne der DKB-Arena wird mit sofortiger Wirkung geschlossen. Die Jahreskarten im Bereich der Südtribüne haben ab sofort entsprechend Gültigkeit für die Blöcke 27 und 27A.
Hansa-Fans, die bereits Tageskarten für die Hintertortribüne erworben haben, bekommen die Möglichkeit, diese kostenfrei gegen Tickets im Bereich der Nordtribüne umzutauschen. Die Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen lassen es zu, dass die Jahreskarten- und Tageskartenbesitzer einen preislich adäquaten Platz in der DKB-Arena zugewiesen bekommen können.

„Ich möchte mich im Namen des F.C. Hansa Rostock ausdrücklich bei den Fans für die vergangenen Geschehnisse entschuldigen. Der im Juni mit der aktiven Fanszene beschlossene Kodex wurde mit Füßen getreten. Die Vorkommnisse haben uns dazu veranlasst, konsequent zu handeln, um die Sicherheit für die Besucher der DKB-Arena zu verbessern.
Wir wollen zudem die unbelehrbaren Straftäter, die dem Verein bewusst Schaden zufügen, ausgrenzen und bitten dabei weiterhin um Unterstützung durch die Rechtsordnung. Wir werden unsere Arbeit im präventiven Bereich noch weiter intensivieren“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Bernd Hofmann.

2. Der F.C. Hansa Rostock bietet für seine Fans unter der Telefonnummer 0381-444 35 80 eine Hotline (auch per E-Mail: info@ra-klopsch.de oder Fax:0381-444 358 19) an, bei der man (auch anonym) Hinweise zu Straftaten weitergeben kann. Die damit verbundene Rechtsanwaltskanzlei des Vereins muss alle eingehenden Anrufe aufgrund der gesetzlichen Schweigepflicht vertraulich behandeln.

3. Des Weiteren wird ab dem kommenden Kalenderjahr ein personifizierter Kartenvorverkauf für die Auswärtsspiele des F.C. Hansa angestrebt.

4. Bei sicherheitsrelevanten Spielen wird der F.C. Hansa Rostock auf den ständigen Einsatz von Sprengstoffspürhunden setzen.
Quelle:fc-hansa.de

Beim Thema Stadionverbote gegen Randalierer geht der Fußball-Zweitligist VfL Bochum neue Wege gehen. Der Club stellte sein Konzept vor, wonach künftig nicht mehr der Verein, sondern eine unabhängige Kommission über mögliche Stadionverbote gegen Fans entscheiden soll.

«Damit wollen wir größere Transparenz und ein möglichst faires Verfahren bewirken», sagte VfL-Finanzvorstand Ansgar Schwenken. Die unabhängige Kommission, der unter anderen ein Jugendrichter, ein Jugendamtsmitarbeiter und ein ehemaliger Polizist angehören, sollen künftig von Fall zu Fall über mögliche Sanktionen gegen randalierende Fans entscheiden. Beschuldigte sollen zunächst persönlich vor der Kommission vorsprechen können. Künftig könne es statt pauschaler Stadionverbote auch Sozialstunden als mögliche Strafen geben. Der VfL Bochum betritt damit nach eigenen Angaben Neuland im deutschen Fußball.
Quelle:weltfussball.de

Jetzt im Forum diskutieren über die Ereignisse!!!

Hansa Rostock ermittelt vier Krawalltäter

Nach den skandalösen Ausschreitungen im Heimspiel gegen den FC St. Pauli hat Fußball-Zweitligist Hansa Rostock juristische Schritte gegen vier mutmaßliche Gewalttäter angekündigt.

«Wir werden gegen diese Leute Strafanzeige stellen und mit allen juristischen Mitteln vorgehen, die uns zur Verfügung stehen», sagte Hansas Vorstandsvorsitzender Bernd Hofmann der Nachrichtenagentur dpa. Nach ersten Auswertungen des zur Verfügung stehenden Materials wurden bisher vier Täter identifiziert, die zudem Stadionverbot erhalten sollen. Die Ermittlungen des Vereins und der örtlichen Polizei gehen weiter.

Hansa ist vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) aufgefordert worden, bis zum Mittwochmittag eine Stellungnahme zu den Vorkommnissen abzugeben. «Ich gehe davon aus, dass frühestens Ende dieser, aber eher Anfang nächster Woche ein Urteil feststeht», sagte Hofmann. Über das zu erwartende Strafmaß wollte der Hansa-Vorstand nicht spekulieren. Als Wiederholungstäter droht dem Club eine harte Strafe wie eine Platzsperre oder ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Vorwürfe, der Fanbeauftragte des Vereins würde sich nicht kooperativ gegenüber der Polizei verhalten, wies Hofmann unterdessen energisch zurück. «Er macht seinen Job. Mit ihm haben wir in den vergangenen zwei Jahren einiges erreicht», sagte Hofmann. «Wir haben bewusst einen Mann ausgewählt, der aus der Fanszene kommt und höchst loyal zum Verein steht. Er soll unsere Botschaften transportieren, ist aber nicht für die Sicherheit zuständig.» Und die Sicherheitsprobleme reißen nicht ab.

Die Polizei bestätigte einen Bericht der «Frankfurter Allgemeine Zeitung», nach dem es Personen aus dem Umfeld der Hansa-Fanszene waren, die in der Nacht zum Samstag das Polizeihauptrevier in Rostock angegriffen hatten. Dabei wurden mehrere Fensterscheiben zerstört; es entstand ein Sachschaden von rund 5000 Euro. «Das ist auch für uns hier eine neue Form der Fankultur», sagte Polizeisprecherin Yvonne Hanske der «FAZ».

Wenigstens die Arbeit der erstmals eingesetzten Spürhunde hat einigen Erfolg gezeigt. Hansa-Chef Hofmann erklärte, dass vor der DKB-Arena in den Boden vergrabene Pyrotechnik aus dem Fanlager des FC St. Pauli gefunden wurde: «Das war ein relativ großes Arsenal, dem auch Schlagstöcke beigelegt waren.» Der 42-Jährige räumte zudem ein, dass Fangzäune vor den Traversen das Werfen von Gegenständen und Bananen hätte verhindern können: «Danach ist man immer schlauer. Daraus müssen wir lernen.»

Eine Sperrung der Südtribüne, von der der harte Kern der Problemfans kommt, ist momentan offenbar kein Thema. «Wir müssen überlegen, was wir tun und uns auch fragen: Was kommt als nächstes? Verlagern wir das Problem damit nicht von der Süd- auf die Ost-Tribüne?», sagte Hofmann der «Bild» (Dienstag).

Eine «Task Force» mit Vertretern aus Mecklenburg-Vorpommerns Innenministerium, der Staatsanwaltschaft, der Polizei und von Hansa Rostock soll in der nächsten Woche erstmals tagen und dabei Lösungsmöglichkeiten für die permanenten Probleme finden.
Quelle:newsticker.sueddeutsche.de

Offener Brief zu den Vorkommnissen rund um das Spiel gegen den 1. FC Lok

Wir, die Fans des VfL Halle 96, sind dafür bekannt, dass wir unsere Mannschaft kreativ, lautstark und intensiv unterstützen. Wir sind auch dafür bekannt, dass es bei uns keinerlei Affinität zu Gewalt oder menschenverachtender Hetze gibt. Umso mehr ärgern wir uns über den Ablauf der gesamten Sicherheitsplanungen zum Spiel unserer Mannschaft gegen den 1. FC Lok am 30. Oktober. Da zu diesem Spiel stets zahlreiche Lokfans anwesend sind, die für gewöhnlich von Ultras und Hooligans des HFC unterstützt werden, zogen wir es in den Vorjahren vor, uns von dem direkt neben dem Gästeblock liegenden Platz auf der Gegengeraden auf die Haupttribüne zu verlagern, um vor möglichen Ausbrüchen gewalttätiger Fans geschützt zu sein. Nachdem nun im Vorjahr eine fünfköpfige Gruppe Lokfans auf der Haupttribüne uns Gewalt androhte und es zu einigen Wortgefechten kam, sollten wir nun beim Spiel in diesem Jahr von der Haupttribüne weichen, da, so der Sicherheitsbeauftragte des VfL, der “Familiencharakter der Hauptribüne” gewahrt bleiben sollte. Wir sollten daher auf die Gegengerade weichen, wo sich zwischen uns und den ca. 800 Lokfans ein leicht zu übersteigender Zaun, ein Absperrband und ein paar Ordner befinden sollten. Auf unsere Sicherheitsbedenken wurde auf der Sicherheitskonferenz im Vorfeld des Spieles nicht eingangen. Vielmehr wurde uns vom Vereinsvertreter, von der anwesenden Polizei und den Securitykräften zu verstehen gegeben, dass wir an den Tumulten selber schuld seien, da wir provokative Lieder gesungen hätten. Dass aber Gesänge gegen die gegnerische Mannschaft gewalttätige Übergriffe nicht legitimieren dürften, fiel niemandem auf. So wurde von uns verlangt, auf die Gegengerade zu gehen, die nur von Securitys beschützt werden würde, die selbst aus dem Lok-Umfeld stammen. Die Polizei wollte – um die Lokfans “nicht zu provozieren” – nicht in der Nähe des Gästeblocks sein. Unser Drängen auf einen sicheren Platz im Stadion bzw. Polizeischutz sowie eine gefahrlose Anreise wurde im Vorfeld völlig ignoriert. Wir wurden vom Sicherheitsbeauftragten des Vereins mit einem lapidaren “Jungs, ihr braucht keine Angst zu haben, wir passen auf euch auf” abgespeist. Uns wurde keinerlei Respekt entgegen gebracht; unsere Position wurde nicht einmal diskutiert.

Am Spieltag selber gingen wir, entgegen der Anordnung (eine Absprache war es schließlich nicht) auf die Haupttribüne. Die Polizei kündigte an, dass sie unseren Platz räumen werde, wenn wir stehen würden, da dies ein Sitzplatzbereich sei. Erst nach einigen Diskussionen konnte dies abgewendet werden. Die Polizeipräsenz im und um das Stadion herum war äußerst gering. Auf den Zufahrtswegen, die von unseren und den Gästefans gemeinsam genutzt wurden, gab es keine Beamten. Immer wieder wurden einzelne Fans von uns von Lok-Anhängern beleidigt (“Bafög-Schwuchteln”, “Antifa – ha ha ha”). Das Vereinslokal war fest im Lok-Hand. Im Stadion gab es – entgegen der Ankündigungen – keine Fantrennung. Auf der Gegengeraden, wo wir eigentlich hinsollten, befanden sich etwa 30 Leipziger; ebenso waren viele Lokanhänger mit Fanutensilien auf der Haupttribüne; auch wenn angekündigt war, dass diese dort keinen Zutritt erhalten sollten. Wir haben nichts gegen Gästefans, die sich friedlich das Spiel ihrer Mannschaft ansehen wollen; dass aber weder vom VfL noch von den Ordnern reagiert wurde, als eine fünfköpfige Gruppe Lokfans unseren Fanblock massiv anpöbelte und uns Gewalt androhte bzw. antisemitische Lieder sang, finden wir schockierend. Als einer der Fanvertreter vom Chef der Security eine Intervention verlangte, wurde der Ordner ausfallend und beleidigend. Steffen Kubald, der Vertreter Loks, der im Vorfeld ankündigte, höchstpersönlich für Ruhe zu sorgen, wurde ebenfalls beleidigend. Er schrie, dass man sich nicht so haben sollte, da das antisemitische Lied nicht gegen uns gerichtet war und dass wir “die Fresse halten” sollen, da er “in Ruhe das Spiel sehen” möchte. Dieselbe Gruppe aggressiver Lokfans versuchte immer wieder, mit einigen unserer Fans “ein Match” auszumachen und wartete nach dem Spiel direkt vor unserem Block auf uns, verstärkt durch immer mehr hinzuströmende Lok-Hooligans. Während des Wartens wurde zusammen mit Security-Vertretern herumgefaxt, wer von uns auf die “Fresse verdient” hätte. Ganz offensichtlich waren Ordner und die Lokfans alte Bekannte.
Für uns ist ferner unverständlich, dass die drei Lok-Anhänger, die nach dem Spiel den Platz stürmten, um Funktionäre und Spieler unseres Vereins anzugreifen, nicht des Stadions verwiesen wurden, sondern sich ganz in Ruhe wieder auf ihre Plätze setzen konnten, um ihre Aggressionen später gegen uns richten zu können.
Dass im Stadion das U-Bahn-Lied (“Eine U-Bahn bauen wir. Von Auschwitz bis nach Halle…”) gesungen werden konnte und dass unsere Aktion gegen Schwulenfeindlichkeit mit homophoben Gesängen der Lokfans quittiert wurde, empfinden wir als skandalös. Dass uns das auf der Sicherheitskonferenz angekündigte Banner “Fußballfans gegen Homophobie” von einem Ordner beim Betreten des Stadions untersagt wurde, ist ebenfalls eine Farce.

Auch wenn man uns entgegenhalten wird, dass das Sicherheitskonzept in Ordnung wäre, da ja schließlich nichts passiert sei, halten wir fest, dass es keine körperlichen Angriffe gab, weil:
1. Wir besonnen reagierten und uns nicht provozieren ließen.
2. Die Lokhools nicht entschlossen genug waren, zu uns vorzudringen.
3. Wir nicht auf die Gegengerade gingen, sondern auf die Haupttribüne.
4. Und nicht zuletzt, weil der VfL unglücklich verloren hatte. Wenn der VfL und nicht Lok kurz vor Ende einen unberechtigten Elfmeter bekommen und deswegen verloren hätte, wäre es mit Sicherheit zu Gewalttaten gekommen.

All die Sicherheitsmängel wurden im Vorfeld angesprochen aber eben nicht diskutiert. Vielen war im Vorfeld klar, wie gefährlich der Besuch des Spieles werden könnte. Viele Fans kamen wegen der Sicherheitsbedenken nicht zum Spiel. Gerade bei diesem wichtigen Spiel, bei dem die Mannschaft bemerkenswert kämpfte, konnten wir sie nicht in gewohnter Art unterstützen, da wir einerseits weniger als sonst waren. Andererseits konnten die anwesenden 96er nicht in der sonst üblichen lockeren Art ihre Mannschaft feiern, da die Unruhe und die Nervosität aufgrund möglicher Gewalt die Freude am Spiel unterdrückte. Wir haben keine Lust, zur Zielscheibe rechtsoffener Hooligans zu werden, die sich dadurch “provoziert” fühlen, dass wir einem anderen Verein angehören. Wir haben auch keine Lust, vom Verein im Stich gelassen zu werden. Wir werden unsere Sicherheit nicht in die Hände von Ordnern legen, die selbst aus dem Lokumfeld stammen und gute Kontakte zu Gewalttätern beim Sport haben. Einzelne Ordner sollen nicht unerwähnt bleiben, die tatsächlich ein Interesse an einem ruhigen Ablauf hatten; für die Mehrheit trifft das leider nicht zu.

Wir fordern daher einen Sicherheitsbeauftragten beim VfL Halle 96, der unsere Belange ernst nimmt. Desweiteren wollen den Abschluss eines Vertrages mit einer anderen Security-Firma.

Wir möchten gerne das Gespräch mit dem Verein suchen, um eine Lösung zu finden, die für alle tragbar ist. Unsere Sicherheit dagegen ist nicht verhandelbar.

Die aktiven Fans des VfL Halle 96
Quelle:halleforum.de

Der Fußball in Sachsen-Anhalt wird wieder von einem schlimmen Vorfall erschüttert. Vor dem Prestige-Duell in der Fußball-Regionalliga zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem Halleschen FC, das am Sonntag vor 11 861 Zuschauern 0:0 endete, ist der frühere Magdeburger Kapitän Daniel Bauer Opfer eines Überfalls geworden.

In der Nacht von Freitag auf Sonnabend wurde Bauer von fünf vermummten Personen in seiner Wohnung heimgesucht und bedroht. “Das ist nur die Vorwarnung. Wenn sich gegen Halle nichts tut, kommen wir wieder”, sollen die Täter Bauers Freundin gedroht haben. Der frühere FCM-Kapitän zog sofort die Konsequenzen und verließ fluchtartig mit seiner Freundin die Stadt. Er hält sich an einem unbekannten Ort auf. Magdeburgs sportlicher Leiter Detlef Ullrich bestätigte den Vorfall am Sonntag. “Ich hatte noch keinen Kontakt mit ihm”, sagt er. “Diese schlimme Sache hat uns alle völlig überrascht, und wir gehen das Problem ab morgen offensiv an.” Zunächst habe die Durchführung des Derbys im Mittelpunkt gestanden. Die Zeit sei zu kurz gewesen. “Aber wir wollten Daniel Bauer ein paar Tage Zeit geben, um die Situation zu verarbeiten.”

Völlig geschockt reagierte am Sonntag der Präsident des Landes-Fußballverbandes, Werner Georg. “Es gibt einige gewalttätige Tendenzen im Lizenzbereich, die jetzt auch in den unteren Ligen Einzug halten. Aber was in diesem konkreten Fall passiert ist, ist höchst kriminell”, sagte Georg. “Wenn die Täter ausfindig gemacht werden, dann muss auch einmal mit extremen Strafen eine Grenze gezogen werden.”

Angesichts der kriminellen Vorgänge im Vorfeld geriet der Sport auf dem Rasen am Sonntag fast zur Nebensache. Für den 1. FC Magdeburg ein Fortgang der sportlichen Talfahrt. Das Team ist Drittletzter der Regionalliga. Die Spieler wollten sich zum Übergriff auf Bauer am Sonntag nicht äußern. Peter Hackenberg, der neue Kapitän, meinte: “Keiner kann sich in einen anderen Menschen, dem dies passiert ist, hineinversetzen.”
Quelle:mz-web.de

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