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Europa League: Moskauer Hooligans verprügeln Grazer Fans
Russische Hooligans haben nach dem Europa-League-Spiel von Lokomotive Moskau gegen Sturm Graz (3:1) österreichische Fußballfans überfallen und drei Anhänger krankenhausreif geprügelt.
Etwa 50 Schläger hätten einem Dutzend Grazer Fans in der Nähe von deren Hotel nach dem Spiel aufgelauert, teilte die Polizei nach Angaben der Agentur Interfax mit. Zwei Hooligans wurden festgenommen.
Die Verletzten hätten die Klinik nach einigen Stunden wieder verlassen können, hieß es. Russische Fußballfanatiker sind wegen ihrer Brutalität gefürchtet. Im September 2006 waren Fans des Hamburger SV vor dem Champions-League-Spiel bei ZSKA Moskau von Hooligans durch die russische Hauptstadt gejagt worden.
Quelle:newsticker.sueddeutsche.de
Fans sind nicht fehlerfrei, die Polizei aber auch nicht
Wiener Polizei soll mit unverhältnismäßiger Gewalt gegen Sturm-Fans vorgegangen sein.
Sturm und seine Fans freuen sich über den 3:2-Sieg bei der Austria. Sturm und seine Fans diskutieren aber auch über die Vorfälle beim Auswärtsspiel in Wien. Über eine Polizeiaktion, die nach Ansicht beteiligter Personen mit unverhältnismäßiger Gewalt durchgeführt worden war. Alles der Reihe nach: Knapp 500 Fans sind mit dem Zug nach Wien gefahren und wurden in nur drei Bussen ins Horr-Stadion gebracht. Als durch die Dachluke eines Busses ein gezündeter Bengale geworfen wurde, stoppte die Polizei den Bus. Mario Hejl, Pressesprecher der Bundespolizei in Wien, sprach von mehreren Wurfgeschossen.
Wie auch immer. Der Bus wurde angehalten, Personen wahllos herausgezerrt, nach Augenzeugenberichten unsanft auf den Boden verfrachtet und schließlich an die Mauer gestellt, um Daten zu sichern. “Ich bin schon lange dabei, aber so eine Brutalität habe ich selten gesehen”, sagt Sturmflut-Boss Georg Kleinschuster, der die Bengalen-Aktion für “schwachsinnig” hält. Nicht klar ist, warum die Polizei mit einer übermäßigen Intensität an Gewalt vorgegangen sei. Beobachter vermuten, dass sich der Einsatzleiter gut im Bild sehen wollte. Die Polizei wurde von einem TV-Team begleitet.
Polizeisprecher Mario Hejl sagte dazu: “Personen, die sich durch die Maßnahmen der Polizei in ihren Rechten verletzt fühlen, sollen dies zur Kenntnis bringen. Jeder Fall kommt zur Untersuchung.” Sturms Fan-Beauftragter Bruno Hütter sammelt bereits Film- und Fotomaterial des Vorfalls, um sämtliche Beweise der Polizei zu übergeben. Sturm-Präsident Gerald Stockenhuber will von einem Fan-Problem nichts hören und sagt: “Der Großteil der 2500 Leute in der Fankurve ist in Ordnung. Und Personen, die strafrechtliche Handlungen vollziehen, sind keine Sturm-Fans.” Brigata-Boss Tom Lang kann und will Polizeigewalt nicht tolerieren, gesteht aber auch Fehler mancher Fans ein. Es hat ganz den Anschein, als ob der Selbstreinigungsprozess in der Szene nachlässt. Vielen Kurven-Besuchern sind die wenigen Randalierer schon länger ein Dorn im Auge. Es ist zu hoffen, dass sich die Stimmungsmacher gegen die Minderheit der Radaubrüder durchsetzen.
Quelle:www.kleinezeitung.at


