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Archiv für die Kategorie „SSV Ulm 1846“

Pfefferspray verhindert Fan-Randale

Die Polizei in Ulm zieht nach dem brisanten Derby in der Fußball-Oberliga zwischen Ulm und Reutlingen eine insgesamt positive Bilanz – und sieht sich mit ihrem Einsatzkonzept bestätigt.
Mit ihrem Einsatz habe sie Auseinandersetzungen zwischen den Fangruppen verhindert, vermeldete die Polizeidirektion Ulm am Samstagabend. Die Ulmer Beamten waren zuvor mit Unterstützung auswärtiger Kräfte im Einsatz, um aufkommende Gewalt beim Oberliga-Derby zwischen dem SV Ulm 1846 und dem SSV Reutlingen zu verhindern. Stadionverbote bestanden für elf Fans aus Ulm und Reutlingen. 70 weitere Fans, die bei zurückliegenden Spielen durch Störungen aufgefallen, hatte die Polizei im Vorfeld gezielt angesprochen und auf Konsequenzen hingewiesen, die ihnen bei erneuten Störungen drohen.

Zwei Reutlinger Fans, die trotz Stadionverbots zum Spiel wollten, mussten die Beamten bis zum Spielende in Gewahrsam nehmen. Mindestens drei Ulmer Fans erwarten Strafanzeigen. Einer hatte einen Polizeibeamten beleidigt, der andere hatte versucht, einen Beamten zu verletzen. Der Dritte soll ein geparktes Auto beschädigt haben. Sechsmal wurde in den beiden Fanblocks Pyrotechnik, so genannte Bengalos, abgebrannt. Auch hier ermittelt die Polizei gegen die Tatverdächtigen.

In der zweiten Halbzeit kletterten mehrere Ulmer Fans auf den Zaun zum Spielfeld. Mehrfach forderten Ordner, Sicherheitsdienst und schließlich die Polizei diese Fans auf, das zu unterlassen. Gegen Ende der zweiten Halbzeit versuchten dennoch rund 20 aggressiv auftretende Ulmer Fans, den Zaun zu überwinden. Die Polizei schritt ein, um die dadurch drohende direkte Konfrontation mit den Reutlinger Fans zu verhindern. Die etwa 50 Beamten mussten dabei kurzzeitig Hiebwaffen und Pfefferspray einsetzen, worauf sich die Situation rasch entspannte. Soweit bislang bekannt, ließen sich sieben Personen wegen Reizungen versorgen.

Mit ihrem Einsatzkonzept gelang es der Polizei, die beiden Fangruppierungen auf den Wegen von und zum Stadion, aber auch während des Spiels auseinanderzuhalten und direkte Konfrontationen und damit Schlimmeres zu vermeiden. Auch die Abfahrt vom Ulmer Hauptbahnhof – rund 400 Fans der Gäste waren mit dem Zug aus Reutlingen angereist – verlief dank der Polizeipräsenz in geordneten Bahnen.
Quelle:swp.de

Beim Fußball-Oberligaduell des FV Illertissen mit dem SSV Reutlingen gab es kurzzeitigen Ärger, weil einige Hooligans Leuchtraketen zündeten.

Fünf Minuten nach Spielbeginn trafen 40 Hooligans, die angekündigt waren, im Illertisser Vöhlinstadion ein. Reutlinger Pressevertreter und mehrere Zuschauer mussten ihren Platz auf der Tribüne räumen, der für Hooligans vorgesehen war.

Die Störenfriede, die den Namen des SSV Ulm 1846 unverantwortlich in schändlicher Weise missbrauchen, blieben lange ruhig, ehe sie nach der Pause mit Liedern wie “Ihr Reutlinger seid A..löcher” begannen. Damit wollten die Konfliktsuchenden die rund 50 Reutlinger Fans auf der Gegenseite provozieren. Doch die Gästefans blieben ruhig und feuerten ihr Team an.

Aber in der 64. Minute flogen Leuchtkugeln aufs Spielfeld und der Hooligan-Block war vernebelt. Schiedsrichter Pascal Müller schnappte den Ball und eilte wie die Reutlinger Kicker sofort in die Kabine. Es gab zuerst lange keine Stadiondurchsage. Mehr als 50 Polizisten mit Kameras marschierten auf, stellten sich vor den Hools im Abstand von zehn Metern auf, beruhigten die Szene. Nach einer Pause von sechs Minuten wurde weitergespielt, ohne neue Vorfälle. Erst nach dem Spiel veranstalteten die Rabauken noch ein Feuerwerk mit Nebel, aber die Polizei hatte alles im Griff.

Man muss sich dennoch fragen, warum man Hooligans zu einem solchen Oberliga-Spiel zulässt, in dem Ulm gar nicht beteiligt war. Da musste man doch mit Stunk rechnen, denn die Hooligans kamen nur deshalb nach Illertissen.

Zum Glück ließen sich die Reutlinger Fans nicht provozieren, aber man kann sich leider schon wieder ausmalen, was beim Oberliga-Spiel SSV Reutlingen – SSV Ulm 1846 in der kommenden Saison passiert. Auf solche unschönen Szenen können alle verzichten.

Reutlinger Riesenjubel hingegen nach dem Schlusspfiff: Die Moral der SSV-Fußballer stimmte, alle wehrten sich auf dem Rasen und holten laut Trainer Mattner das Letzte aus sich heraus. Das war Abstiegskampf pur. Neun Punkte in Folge wurden jetzt geholt. Nun noch zwei Heimsiege gegen die Stuttgarter Kickers II (am Mittwoch) und Astoria Walldorf (am Samstag) und man ist durch. 43 bis 45 Punkte werden wohl benötigt.
Quelle:swp.de

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