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Köln-Hools verprügeln Kadlec
Die berüchtigten Hooligans des 1. FC Köln machen nicht einmal mehr vor Fußball-Profis halt. Nach zwei Attacken auf Fanbusse von Borussia Mönchengladbach lauerten zwei Chaoten dem tschechischen Abwehrspieler Michal Kadlec vom Rivalen Bayer Leverkusen Samstagnacht vor einer Disco auf und brachen ihm das Nasenbein.Die Kölner Polizei bestätigte am Sonntag den entsprechenden Bericht des “Kölner Express”.
“Ich war perplex. Meine Nase hat sofort stark geblutet, und meine Freundin war geschockt. Die Männer hatten sich als FC-Fans zu erkennen gegeben, mich kurz beleidigt. Und dann spürte ich schon einen heftigen Schlag. So etwas hatte ich absolut noch nie erlebt, weder in Köln noch in meiner Heimat Tschechien”, sagte Kadlec, der mit einigen Teamkollegen die Discothek auf den Kölner Ringen am Samstag nach dem 1:0 bei 1899 Hoffenheim besucht hatte.
Bruno Ethen, Dienstgruppenleiter der Kölner Polizei, bestätigte “den Sachverhalt, dass zwei Männer den Spieler angegriffen haben und diesem die Nase gebrochen haben”.
Details würden zu diesem Zeitpunkt nicht veröffentlicht. Zwei Männer, die als “Gewalttäter Sport” einschlägig bekannt waren, wurden laut “Express” als Täter ermittelt.
Im Krankenhaus der Augustinerinnen war bei Kadlec am Sonntagmorgen ein Nasenbeinbruch festgestellt worden. Am Montag soll er in Köln operiert werden. “Ich möchte trotzdem gegen Hannover mit einer Gesichtsmaske spielen – wenn es irgendwie geht”, sagte der 27-Jährige.
Quelle:sport1.de
Der Fußball in Sachsen-Anhalt wird wieder von einem schlimmen Vorfall erschüttert. Vor dem Prestige-Duell in der Fußball-Regionalliga zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem Halleschen FC, das am Sonntag vor 11 861 Zuschauern 0:0 endete, ist der frühere Magdeburger Kapitän Daniel Bauer Opfer eines Überfalls geworden.
In der Nacht von Freitag auf Sonnabend wurde Bauer von fünf vermummten Personen in seiner Wohnung heimgesucht und bedroht. “Das ist nur die Vorwarnung. Wenn sich gegen Halle nichts tut, kommen wir wieder”, sollen die Täter Bauers Freundin gedroht haben. Der frühere FCM-Kapitän zog sofort die Konsequenzen und verließ fluchtartig mit seiner Freundin die Stadt. Er hält sich an einem unbekannten Ort auf. Magdeburgs sportlicher Leiter Detlef Ullrich bestätigte den Vorfall am Sonntag. “Ich hatte noch keinen Kontakt mit ihm”, sagt er. “Diese schlimme Sache hat uns alle völlig überrascht, und wir gehen das Problem ab morgen offensiv an.” Zunächst habe die Durchführung des Derbys im Mittelpunkt gestanden. Die Zeit sei zu kurz gewesen. “Aber wir wollten Daniel Bauer ein paar Tage Zeit geben, um die Situation zu verarbeiten.”
Völlig geschockt reagierte am Sonntag der Präsident des Landes-Fußballverbandes, Werner Georg. “Es gibt einige gewalttätige Tendenzen im Lizenzbereich, die jetzt auch in den unteren Ligen Einzug halten. Aber was in diesem konkreten Fall passiert ist, ist höchst kriminell”, sagte Georg. “Wenn die Täter ausfindig gemacht werden, dann muss auch einmal mit extremen Strafen eine Grenze gezogen werden.”
Angesichts der kriminellen Vorgänge im Vorfeld geriet der Sport auf dem Rasen am Sonntag fast zur Nebensache. Für den 1. FC Magdeburg ein Fortgang der sportlichen Talfahrt. Das Team ist Drittletzter der Regionalliga. Die Spieler wollten sich zum Übergriff auf Bauer am Sonntag nicht äußern. Peter Hackenberg, der neue Kapitän, meinte: “Keiner kann sich in einen anderen Menschen, dem dies passiert ist, hineinversetzen.”
Quelle:mz-web.de


