Archiv für die Kategorie „Schweiz“
Weil er eine Pyro-Fackel in den Gästeblock geworfen hat, ist in der Schweiz ein 24 Jahre alter Fußball-Fan zu zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden.
Der Anhänger des FC Zürich hatte beim Spiel gegen den Lokalrivalen Grasshoppers im Oktober 2011 eine bis zu 1500 Grad heiße Fackel zu den Gästefans geworfen. Das Bezirksgericht in Zürich stellte am Freitag eine skrupel- und rücksichtslose Tat fest. Der 24-Jährige hatte die Tat gestanden. Er wurde bereits mit einem dreijährigen Stadionverbot belegt.
Quelle:newsticker.sueddeutsche.de
Konsequenter Polizeieinsatz verhindert ein Aufeinandertreffen von rivalisierenden FCZ und FCB Fans
Ein Grossaufgebot von Stadt- und Kantonspolizei Zürich verhinderte beim Anmarsch ein Aufeinandertreffen zwischen den Anhängern der beiden Clubs. Es wurden vereinzelt Wegweisungen wegen bestehenden Stadionverboten ausgesprochen. Bis zum Spielbeginn kam es zu keinen grösseren Auseinandersetzungen.
Die Stadtpolizei Zürich signalisierte den Fans des FC Basel bereits vor einigen Tagen, dass ein Fanmarsch vom Bahnhof Zürich-Altstetten ohne Pyros, Vermummungen und Sachbeschädigungen toleriert werde. Trotzdem reiste eine Vielzahl Basler Fans mit rund 150 privaten Fahrzeugen in einem Konvoi nach Zürich und stellten diese im Kreis 5 ab. Anschliessend formierten sich die rund 300-400 Fans und marschierten teilweise vermummt via Duttweilerstrasse in Richtung Stadion Letzigrund. Auf der Duttweilerbrücke wurden sie von Polizeikräften eingekesselt. Während 50 Minuten weigerten sie sich, sich einer Personenkontrolle zu unterziehen. Erst nachdem ihnen ein Ultimatum mit Androhung einer Verzeigung wegen Hinderung einer Amtshandlung gestellt wurde, löste sich der Widerstand. Bei den anschliessenden Personenkontrollen wurden einzelne Wegweisungen wegen bestehenden Stadionverboten ausgesprochen. Die Fans begaben sich anschliessend ohne weitere Probleme zum Stadion.
Gegen 13:30 Uhr besammelten sich rund 500 Fans des FC Zürich auf dem Helvetiaplatz. Nach reichlichem Alkoholkonsum marschierten die Anhänger ebenfalls teilweise vermummt auf der Hohlstrasse in Richtung Fussballstadion Letzigrund. Dank dem schnellen und konsequenten Eingreifen der Stadt- und Kantonspolizei Zürich konnten die beiden Fanmärsche kurz vor dem Aufeinandertreffen angehalten werden. Die Zürcher Fans protestierten, indem sie einen rund 20-minütigen Sitzstreik organisierten. Sie weigerten sich anfänglich via Eichbühlstrasse zum Stadion zu gehen. Der Polizei gelang es schlussendlich, die Zürcher Fans zum Stadion umzuleiten. Dort rissen sie den Sichtschutz des Sicherheitszaunes bei der Baslerstrasse nieder und konnten nur durch einen Einsatz eines Wasserwerfers zurückgebunden werden. In der Zwischenzeit kamen auch noch rund 220 Basler Anhänger mit dem Extrazug in Zürich-Altstetten an. Diese marschierten via Hohlstrasse zur Baslerstrasse. Dort weigerten sie sich aber, in das Stadion zu gehen. Sie wollten auf die auf der Duttweilerbrücke eingekesselten Anhänger des FCB warten. Kurz vor dem Spiel beruhigte sich die Situation. Trotzdem weigerten sich nun die Basler Fans das Stadion zu betreten. Auch die Anhänger des FC Zürich protestierten und verliessen danach das Stadion, so dass das Spiel fast vor leeren Rängen stattfand. Vor dem Stadion wurden auch zivile Polizisten und ein Staatsanwalt attackiert. Auch an der Badenerstrasse war es im Vorfeld des Spiels zu einigen kleinen Scharmützeln zwischen der Polizei und einzelnen FCZ Fans gekommen.
Quelle:stadt-zuerich.ch
SCB-Fans randalieren in Zürich
Am Samstagabend, 14. April 2012, kam es rund um das Eishockey-Playoff-Finalspiel ZSC-SCB zu mehreren Polizeieinsätzen. Bedenklich war vor allem das Verhalten von vereinzelten Fans, die nach dem Spiel Raketen und andere pyrotechnische Gegenstände gegen Polizei und Matchbesuchende abfeuerten.
Bereits vor Beginn des 6. Playoff-Spiels zwischen den ZSC Lions und dem SC Bern warfen Berner Fans beim Anmarsch zum Hallenstadion verschiedene Gegenstände gegen die Polizeikräfte, worauf diese Reizstoff einsetzten. Unmittelbar vor Spielbeginn und kurz vor dem Spielende wurden im Gästesektor des Stadions Handlichtfackeln gezündet. Nach dem Spiel suchten rivalisierende Fangruppen mehrmals die Konfrontation miteinander. Dank des konsequenten Einschreitens der Stadtpolizei konnte ein Aufeinandertreffen jedoch verhindert und friedliche Matchbesuchende geschützt werden.
Wenig später warfen SCB-Anhänger beim Messe-Parkhaus Handlichtfackeln und Knallkörper gegen die Polizeikräfte. Zudem wurden auch mehrere Raketen gegen die Polizisten und in Richtung abwandernde Matchbesuchende abgefeuert. Glücklicherweise wurde dabei niemand getroffen und verletzt. Nach dem Einsatz von Gummischrot und Reizstoff beruhigte sich die Lage kurz vor 23:00 Uhr wieder.
Quelle:hockeyfans.ch
Scharmützel nach Cup-Spiel
Nach dem Match auf der «Schützi» kam es zu Ausschreitungen hinter dem Bahnhof, an denen eine Gruppe von rund 150 Personen beteiligt war. Darunter sollen auch FCW-Fans gewesen sein.
Während im Stadion die FCW-Fans den Cup-Sieg feierten, hatten die Einsatzkräfte neben der «Schützi» in Richtung Bahnhof viel zu tun. Eine Gruppe von rund 150 Personen trafen aufeinander. Dabei waren rund 100 so genannte Risiko-Fans aus St. Gallen. Sie trafen auf eine Gruppe aus FCW-, Kloten- und Zürcher Fans. Gemäss Stadtpolizei ist es das erste Mal, dass FCW-Fans auf diese Art negativ auffielen. Laut FCW-Geschäftsführer Andreas Mösli waren rund ums Stadion bekannte FCZ- und GC-Hooligans anzutreffen. Bei den Kravallanten habe es sich kaum um «echte» FCW-Fans gehandelt.
Die Stadtpolizei, unterstützt durch die Kantonspolizei, die Stadtpolizei St. Gallen, die Bahnpolizei und private Sicherheitskräfte, war mit einem Grossaufgebot im Einsatz. Mit Gummischrot und Tränengas konnten die beiden Gruppen getrennt werden.
Derzeit gibt es keine Informationen über Sachbeschädigungen oder Verletzte. Einzig am Hauptbahnhof Winterthur lagen einige Zeitungsständer am Boden, und die Polizei sperrte kurzzeitig den Ausgang beim Stadttor in Richtung Altstadt. Verhaftet wurde niemand.
Quelle:landbote.ch
Fremde Fans machen in Winterthur Krawall
Nach dem Cupsieg des FC Winterthur musste die Polizei Fans aus vier Städten mit Tränengas voneinander trennen. Nicht nur Fussballanhänger wollten sich in Winterthur prügeln.
Fünf verschiedene Polizeieinheiten standen gestern Abend im Einsatz, als der Aussenseiter FC Winterthur gegen St. Gallen 5:4 triumphierte. 150 Fans gerieten nach Spielabpfiff auf dem Weg zum Bahnhof aneinander, wie Peter Gull, Sprecher der Stadtpolizei Winterthur, gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet bestätigte.
«Die Einsatzkräfte der Stadtpolizeien Winterthur und St. Gallen, sowie die Zürcher Kantonspolizei, die Transportpolizei und die Ordnungskräfte des Stadions konnten eine Eskalation verhindern.» Dabei kam auch Tränengas und Gummischrot zum Einsatz. Festgenommen wurde jedoch niemand: «Dazu hatten wir keinen Anlass», sagt Gull.
Weil Experten das Spiel bereits im Vorfeld als riskant einstuften, holte sich die Winterthurer Stadtpolizei Verstärkung bei der Zürcher Kantonspolizei. Auch Spezialisten der St. Galler Polizei, die die St. Galler Fanszene bestens kennen, waren gestern auf der Schützenwiese. Dies sei ein gängiges Vorgehen bei Hochrisikospielen.
Winterthurer Fans sind bis gestern kaum negativ aufgefallen. Unter den Randalierern befanden sich aber auch Fans der Zürcher Stadtclubs und der Kloten Flyers, die sich mit den Winterthurern gegen die St. Galler verbündeten, berichtet ein Augenzeuge gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Gull geht davon aus, dass diese das Cupspiel zum Anlass nahmen, um Rivalitäten auszutragen. Sachschäden seien jedoch nicht entstanden und auch verletzt wurde niemand.
Im Stadioninneren ging es bereits hoch zu und her: Die jubelnden Fans brachten sogar eine Bande zu Bruch, wie ein Winterthurer Fan gegenüberTagesanzeiger.ch/Newsnet sagt. Ein Zuschauer, der wenige Meter dahinter stand, berichtet: «Als Patrick Bengondo das erlösende 2:2 schiesst und sich vor der Bierkurve mit den eingefleischtesten Winterthurer Anhängern feiern lässt, drängen diese vor – und plötzlich gibt die Bande nach.»
Die Zuschauer seien buchstäblich auf das Spielfeld gepurzelt. Verletzt wurde niemand und die Fans hätten sich danach gleich wieder auf die Zuschauertreppe zurückgezogen. «Eigentlich unglaublich, denn es gab keinerlei Abschrankungen mehr», sagt der Augenzeuge.
Wenig später seien einige Sicherheitsleute aufmarschiert und stellten sich vor das klaffende Loch in der Bande. Ob das Spiel am 11. April tatsächlich, wie geplant, in Winterthur ausgetragen wird, sei derzeit jedoch noch unklar, erklärte der Sprecher der Stadtpolizei Winterthur. Möglicherweise werden die Winterthurer statt auf der Schützenwiese vor 8500 Fans im Basler St.-Jakob-Stadion spielen, das 30’000 Zuschauerplätze hat. Die beiden Clubs haben sich noch nicht festgelegt.
Während GC und der FCZ im Cup bereits ausgeschieden waren, gewann der FC Winterthur gestern das Viertelfinalspiel. Mit dem Sieg gelang Winterthur die erste Halbfinal-Qualifikation seit 2006.
Quelle:tagesanzeiger.ch
Bei Ausschreitungen nach dem Spiel des FC Wil gegen den FC Aarau wurden zwei Polizisten verletzt. Laut Hooligan-Experte Dölf Brack wird es in der Challenge League künftig öfters brenzlig werden.
Nach der 2:3-Niederlage des FC Aarau liefen die rund 100 mitgereisten Gästefans zurück zum Bahnhof Wil. Nach gegenseitigen Provokationen vermummte sich die Hälfte der Aarauer und stürmte ein Restaurant, in dem sich Wil-Anhänger befanden. Dort kam es zu ersten Schlägereien, draussen gingen die Gruppen nochmals aufeinander los.
Die Polizei versuchte, die Gruppen zu trennen: «Dabei wurden die Polizisten angegriffen und mit Gegenständen beworfen», sagt Ulrich Bärtsch von der Kapo St. Gallen. Einem Polizisten wurde dabei das Handgelenk gebrochen, eine Kollegin erlitt Prellungen. Mit Hilfe der Kapo Thurgau, der Bahnpolizei sowie der Securitas konnten die Aarau-Fans schliesslich zum Bahnhof begleitet werden.
Laut Bärtsch war der Match im Vorfeld nicht als Risikospiel taxiert worden. «Jetzt muss aber eine neue Einschätzung gemacht werden», so Bärtsch.
Laut Sicherheitsexperte Dölf Brack wird es in Zukunft in der Challenge League noch brenzliger werden. Brack: «Wie Erfahrungen aus England oder Deutschland zeigen, verschiebt sich die Gewalt in die unteren Ligen.» Militante Fans der Super-League-Teams könnten in der Challenge League randalieren, ohne mit Konsequenzen zu rechnen. Denn die Vorkehrungen in und um die Stadien seien mit Ausnahme des FCSG miserabel. «Die Liga muss endlich handeln und hart durchgreifen», so Brack.
Quelle:20min.ch
FCA-Bachmann: «Randalierende Fans müssen sofort verhaftet werden»
Auch in der Ostschweiz kam es am Wochenende zu Scharmützeln zwischen der Polizei und militanten Fussball-Anhängern. Involviert waren Supporter des FC Aarau. Jetzt äussert sich Urs Bachmann, Sportkoordinator des FC Aarau.
Beim Versuch, feindliche Fussballfans voneinander zu trennen, sind am Samstag in Wil eine Polizistin und ein Polizist verletzt worden. Rund 50 vermummte Fans der Gastmannschaft des FC Aarau waren in ein Restaurant eingedrungen, in dem sich einheimische Fans des FC Wil befanden. Ein Polizist brach das Handgelenk, eine weitere Polizistin zog sich Prellungen zu.
«Wir klären derzeit ab, was genau nach Spielschluss passiert ist», sagt Urs Bachmann, Sportkoordinator des FC Aarau. Er war bei der 2:3-Niederlage seines Teams im Stadion Bergholz in Wil dabei. Er sei sehr überrascht gewesen, als er von den Scharmützeln gehört habe. «Es war kein gehässiger Match. Während des Spiels sind die Fans beider Teams nicht negativ aufgefallen, sie waren friedlich.» Etwa 200 Aarau-Supporter verfolgten das Spiel vor Ort. «Sie haben das Stadion ruhig und gesittet verlassen», so Bachmann.
Ständiger Kontakt mit Fans
Man stehe in ständigem Kontakt mit den Fans, besonders seit den Ausschreitungen im letzten November: Auch damals verlor der FCA mit 2:3 – gegen Délémont – und nach dem Schlusspfiff stürmten rund 60 Fans den Rasen des Brügglifeld-Stadions. «Wir sind nach diesem Spiel mit den Fans zusammengesessen, haben ihnen die Konsequenzen aufgezeigt, etwa Stadionverbote.» Seit diesem Vorfall hätten sich die Aarau-Fans von ihrer guten Seite gezeigt: «Es ist keine einzige Petarde mehr gezündet worden», sagt Bachmann.
Bald Cup-Match gegen den FCZ
Gefordert ist der FC Aarau im Hinblick auf das Cupspiel am 15. Oktober gegen den FC Zürich. «Bisher haben wir uns sehr auf das Spiel gefreut.» Nach den Ausschreitungen im Zürcher Letzigrund gestern Sonntag müsse man nun das Sicherheitskonzept überarbeiten.
«Schnellgerichte wären sinnvoll»
Bachmann äussert sich grundsätzlich zu Fussball-Chaoten: «Ich glaube, Schnellrichtgerichte wären eine sinnvolle Lösung. Randalierende Fans müssen sofort verhaftet und in eine Zelle gebracht werden können. Ich glaube, dass dadurch die sinnlose Gewalt eingedämmt werden kann.»
Quelle:aargauerzeitung.ch
Ein trauriger Moment für den Zürcher Fussball: Das Derby zwischen GC und dem FCZ musste wegen Fanausschreitungen abgebrochen werden.
Ein unschöner Moment der Zürcher Fussballgeschichte: Das 226. Derby zwischen den Grasshoppers und dem FC Zürich musste nach 77 Minuten beim Stand von 2:1 für GC wegen Ausschreitungen abgebrochen werden.>>>Video
Zuerst wurde die Partie nur für fünf Minuten unterbrochen. Die Situation verbesserte sich aber nicht, weswegen das Spiel in Absprache mit den Sicherheitsverantwortlichen nicht mehr weitergeführt wurde. Der Schiedsrichter Sascha Kever begründete seinen Entscheid gegenüber dem Schweizer Fernsehen wie folgt: «Die Sicherheit war nicht mehr gewährleitet.»
Dieser Entscheid wurde sowohl von Seiten des FCZ als auch von Seiten GCs für richtig gehalten. «Ich hatte Bedenken für die Sicherheit der Zuschauer, deswegen kann ich den Entscheid zum Spielabbruch nachvollziehem», sagte Freddy Bickel in einer ersten Stellungsnahme gegenüber «Teleclub». GC-Präsident Roland Leutwiler pflichtete Bickel in der Folge zu und bezeichnete die Vorfälle «als der Stadt Zürich, den beiden Klubs und auch den friedlichen Fans unwürdig». Zum Zeitpunkt des Abbruchs führte GC mit 2:1.
An der folgenden Pressekonferenz hiess es, dass das Ganze wie folgt abgelaufen sei: GC-Fans hielten in ihrem Sektor verschmierte FCZ-Fahnen hoch und zündeten diese an. In der Folge brachen rund 50 vermummte FCZ-Fans aus der Südkurve aus und kämpften sich auf der Tribüne und auch über die Rennbahn in Richtung GC-Sektor durch, auch GC-Fans überschritten die Abschranken. Sofort versuchten die Sicherheitskräfte, die Situation in den Griff zu bekommen. Es sollen zudem Fackeln hin und her geflogen sein. In der Folge brach auf den Zuschauerrängen Panik aus. Kein Wunder, solche Petarden können bis zu 1000 Grad heiss werden.
Der Vorfall wird nun von der Disziplinarkommission der Axpo Super League untersucht werden. Sie wird entscheiden, welche Konsequenzen diese Ausschreitungen haben werden. Wie die Partie gewertet wird, ist offen. Möglich ist eine Wiederholung der Partie, ein zu Ende spielen der restlichen 13 Minuten, aber auch eine Forfait-Niederlage für eines der beiden Teams.
Nach den Vorfällen im Stadion soll es auch ausserhalb des Letzigrunds zu Scharmützeln zwischen den unterschiedlichen Fangruppierungen gekommen sein.>>>Video
Quelle:20min.ch
Polizei verhindert Ausschreitungen nach Spielabbruch
Das Fussballspiel GC – FC Zürich vom Sonntag, 2. Oktober 2011 wurde wegen Ausschreitungen zwischen den beiden Fangruppen im Stadion abgebrochen. In der Folge konnte die Stadtpolizei Zürich dank konsequentem Handeln Zusammenstösse zwischen rivalisierenden Fangruppen ausserhalb des Stadions verhindern. Insgesamt wurden sechs Personen leicht verletzt. Vier Personen wurden festgenommen.
Der Anmarsch des Publikums vor dem Super-League-Spiel GC – FC Zürich verlief friedlich und problemlos. Während der zweiten Halbzeit kam es innerhalb des Stadion Letzigrund zwischen den beiden Fangruppen zuerst zu gegenseitigen Provokationen und anschliessend zu Auseinandersetzungen. Dabei wurden offenbar auch brennende Gegenstände eingesetzt. Der Schiedsrichter brach das Spiel wegen den Vorfällen aus Sicherheitsgründen in der 77. Minute ab. Die rivalisierenden Fans wollten ihre Scharmützel in der Folge in die Umgebung des Stadions verlagern. Aufgrund der starken Präsenz und konsequenter Trennung der Fangruppen ausserhalb des Stadions verhinderte die Stadtpolizei Zürich weitere Ausschreitungen. Im Kreis 5 suchten im Verlauf des Abends rund 100 Risikofans des FCZ nochmals die Konfrontation mit gegnerischen Fangruppen, was die Polizei aber wiederum unterbinden konnte. Erst nach 20:45 Uhr beruhigte sich die Lage. Bei den Ausschreitungen im Stadion zogen sich sechs Fussballfans leichte Verletzungen zu, welche ambulant behandelt werden konnten. Insgesamt verhaftete die Stadtpolizei Zürich vier Personen. Ein 28-jähriger Schweizer wird wegen Körperverletzung der Staatsanwaltschaft Zürich zugeführt. Drei weitere Männer wurden nach einer Überprüfung wieder entlassen.
Quelle:stadt-zuerich.ch
13 Hooligans, die sich im April 2011 nach dem Spiel zwischen dem FC Luzern und dem FC Sion an gewalttätigen Ausschreitungen beteiligt haben, sind zu Geldstrafen, Bussen und Arbeitsleistungen verurteilt worden. Gegen weitere sechs Personen sind die Verfahren hängig.
Laut Medienmitteilung der Luzerner Staatsanwaltschaft handelt es sich um zehn erwachsene sowie drei jugendliche Hooligans im Alter zwischen 17 und 34 Jahren. Bis auf einen Italiener handelt es sich um Schweizer, die alle im Kanton Luzern leben. Die Personen wurden zum Teil mittels Öffentlichkeitsfahndung ermittelt.
Die zehn erwachsenen Hooligans wurden wegen Landfriedensbruchs, Gewalt und Drohung gegen Behörden mit bedingten und teilbedingten Geldstrafen zwischen 2700 und 14’400 Franken sowie mit Bussen zwischen 600 und 2500 Franken bestraft. Zudem müssen sie die Untersuchungskosten von bis zu 700 Franken bezahlen.
Zwei Jugendliche wurden von der Jugendanwaltschaft mit mehreren Tagen Arbeitsleistung bestraft. Ein weiterer Hooligan wurde zu einer bedingten Freiheitsstrafe verurteilt.
Sechs weitere Verfahren sind noch hängig, weil die Beschuldigten Einsprache erhoben haben. Der Kommandant der Luzerner Polizei prüft zudem, ob gegen die Hooligans ein Rayonverbot ausgesprochen werden soll. Die Verurteilten werden überdies dem FC Luzern gemeldet, der über ein allfälliges Stadionverbot befindet.
Quelle:suedostschweiz.ch
Nachdem das Europacup-Spiel ruhig und friedlich verlief, kam es anlässlich des Super League Spiels wieder zu Ausschreitungen. Es gab Sachßschädigungen und die Polizei mußte gewalttätige Fans trennen. Die 180 Polizisten konnten die Situation schlußendlich unter großem Einsatz unter Kontrolle bringen.
Die Kantonspolizei Wallis erstellte zusammen mit 30 Kollegen der Kantonspolizei Genf ein umfassendes Sicherheitsdispositif. Bereits vor dem Spiel, wurde ein Genfer Reisecar kurz vor Sitten von den Ordnungskräften angehalten und kontrolliert. Anschliessend wurde der Bus von der Polizei zum Fußballstadion eskortiert, um Ausschreitungen zu verhindern.
Bei ihrer Ankunft im Stadion durchbrachen die Fans des FC Servette mit Gewalt das Sicherheitsdispositif des Sicherheitsdienstes des FC Sitten um auf die Tribünen zu gelangen und sich der Zutrittskontrolle zu entziehen. Im Innern des Stadions angekommen zerstörten sie das Inventar (Beispiel: Türen, Toiletten usw.). Bei diesen strafbaren Taten schnitt sich eine Zuschauerin so fest in die Hand, daß sie hospitalisiert werden mußte. Die Hooligans versuchten immer wieder die Sicherheitsinfrastruktur zu zerstören. Während dem Spiel, kontrollierte die Polizei etwa 20 Personen mit Stadionverbot, welche sich in der Nähe des Stadions aufhielten.
Am Ende der Begegnung versuchten die Walliser Fans mit den Fans des FC Servette in Kontakt zu gelangen. Um dies zu verhindern musste die Polizei Gas und Gummischrott einsetzen.
Zwei Polizisten der Kantonspolizei Wallis wurden von Steinen getroffen und verletzt. Sie mussten im Spital medizinisch behandelt werden. 4 Walliser Fans wurden angehalten, da sie Gegenstände gegen die Sicherheitskräfte warfen. Sie werden nach Art. 285 und 286 des StGB (Gewalt oder Drohung gegenüber Behörden und Beamte – Hinderung einer Amtshandlung) verzeigt. Es handelt sich dabei um drei Walliser und einen Waadtländer.
Die Kantonspolizei hat die Ausschreitungen dem Inspektor der Swiss Football League gemeldet und sich dazu klar geäußert, dass solche Ereignisse in keinster Weise mehr toleriert werden.
Quelle:polizeibericht.ch
Der Bundesrat lehnt es ab, dass die Polizei gewalttätige Fussballfans länger als 24 Stunden festhalten darf. Damit schütze der Bund die Täter mehr als die Opfer, kritisiert der Polizeiverband.
Die Polizei soll gewalttätige Fussballfans, randalierende Demonstranten und andere Straftäter weiterhin nicht länger als 24 Stunden festhalten dürfen. Der Bundesrat hat diese Woche eine Motion von SVP-Nationalrätin Andrea Geissbühler abgelehnt, die eine Ausdehnung der Polizeigewahrsam auf 72 Stunden verlangt.
Der Bundesrat führte vor allem rechtliche Gründe ins Feld, weshalb die Motion nicht durchsetzbar sei. «Die geltende Strafprozessordnung sieht vor, dass eine Person spätestens 96 Stunden nach der Festnahme dem Gericht vorgeführt wird», schreibt er in seiner Antwort. Wenn die Polizei aber jemanden statt 24 maximal 72 Stunden festhalten dürfe, würde die gerichtliche Prüfung erst nach sechs Tagen erfolgen. «Damit wäre auch die Europäische Menschenrechtskonvention verletzt, die vorschreibt, dass zwischen der polizeilichen Verhaftung und der richterlichen Haftanordnung mehr als vier Tage liegen dürfen.»
Die Landesregierung hält es zudem für falsch, dass eine Verlängerung der Polizeigewahrsam die Gewalttäter strafen soll – indem sie dem Arbeitsplatz oder der Schule fernbleiben müssen. «Die Polizeigewahrsam dient einzig der Klärung des Sachverhalts und ist keinesfalls als Sanktion gedacht», hält der Bundesrat fest. In der Vergangenheit wurden bereits von verschiedenster Seite Forderungen laut, Hooligans oder 1. Mai-Demonstranten länger festzuhalten, damit diese mit Konsequenzen am Arbeitsplatz oder im Studium rechnen müssen.
«Egal, ob sie wegen Gewahrsam nicht arbeiten können»
Verärgert über den Entscheid des Bundes ist Heinz Buttauer, Präsident des Verbands Schweizerischer Polizeibeamten VSPB. «Damit gewichtet der Bundesrat die Rechte der Täter höher als die der Opfer», sagt Buttauer gegenüber 20 Minuten Online. Immerhin sitze die betroffene Person in Polizeigewahrsam, weil sie sich strafbar gemacht habe. «Ob sie deshalb nicht arbeiten oder in die Schule gehen kann ist uns egal», so der VSPB-Präsident. Es gehe vielmehr darum, dass die Polizei genügend Zeit habe um ihre Ermittlungen seriös zu führen. 24 Stunden seien dafür viel zu kurz.
Dieser Meinung ist auch Motionärin Geissbühler, die selbst Polizistin ist: «Es kann nicht sein, dass die Polizei Straftäter wieder auf freien Fuss lassen muss, weil sie nicht genügend Zeit hatte, um ihr Verfahren abzuschliessen.» Sie ist sich mit dem VSPB einig, dass eine längere Gewahrsam gerade bei gewaltbereiten Fussballfans oder randalierenden Demonstranten präventive Wirkung haben könnte. «Wenn jemand weiss, dass er vielleicht erst drei nach der Festnahme wieder frei kommt, überlegt er sich eine Straftat womöglich nochmals.»
Quelle:20min.ch
Kombitickets, Charterzüge, Identitätskontrollen, Rayonverbote, Bewilligungspflicht für bestimmte Spiele, Vereinheitlichung der Polizeitaktik: Das sind Stichworte eines Massnahmenpakets, mit dem die Vertreter der öffentlichen Hand endlich vorwärts machen wollen im Kampf gegen Gewalt im Sport.
Unzufrieden mit den bisherigen Ergebnissen des Runden Tischs gegen Gewalt im Sport haben der Vorstand der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD) sowie Vertreter des fedpol und der SBB das Heft nun in die Hand genommen und am Freitag konkrete Vorschläge ausgearbeitet, wie KKJPD-Sekretär Roger Schneeberger auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte.
Diese Vorschläge sollen dem nächsten Runden Tisch unterbreitet werden, der auf den 1. September angesetzt ist und an dem auch Vertreter der Sportverbände und des VBS teilnehmen werden.
Bewilligungspflicht für Spiele
Im Rahmen einer Teilrevision des Konkordats gegen Gewalt bei Sportanlässen befürworten die Teilnehmer der Sitzung vom Freitag laut Schneeberger folgende Massnahmen: Einführung einer Bewilligungspflicht für Fussball- und Eishockeyspiele der obersten Ligen und, bei Bedarf, auch der unteren Ligen.
Die Bewilligungen könnten mit Auflagen versehen werden, die unter anderem die Stadionordnung, die Sicherheitsvorkehrungen der Clubs sowie die An- und Rückreise der Fans zum Gegenstand haben könnten.
Identitätskontrollen
Befürwortet werden auch Identitätskontrollen von Fangruppen; diese Kontrollen würden gleichzeitig erlauben, Matchbesucher auf Stadionverbote, Rayonverbote oder andere Massnahmen hin zu überprüfen. Das Bundesamt für Polizei (fedpol) wird dazu im Oktober und November 2011 einen Feldversuch durchführen.
Die rechtlichen Grundlagen für die Weitergabe der Daten sind laut Schneeberger vorhanden. Auch die technische Machbarkeit sei sichergestellt.
Zu den weiteren Massnahmen gehören die Einführung von Charterzügen, die Einführung eines Kombitickets für Gästefans bei Risikospielen sowie die Möglichkeit, Rayonverbote schweizweit zu verfügen.
Ferner sollen Meldeauflagen bei Gewalt gegen Personen oder Sachen verfügt werden können, ohne dass zuvor die Verletzung eines Rayonverbots nachgewiesen werden muss, wie Schneeberger festhält.
Polizeitaktik vereinheitlichen
Angestrebt wird zudem eine Vereinheitlichung der Polizeitaktik, das heisst, eine flächendeckende Einführung von Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten in den Polizeikorps. Zur Revision des Konkordats soll bis Ende 2011 eine dreimonatige Vernehmlassung bei den Kantonsregierungen und weiteren interessierten Kreisen durchgeführt werden.
Der erste Runde Tisch fand im Januar 2007 statt. Die Anregung dazu kam vom damaligen Sportminister Samuel Schmid. Der Runde Tisch tritt zweimal jährlich zusammen; er ist kein Entscheidgremium.


