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Archiv für die Kategorie „Schalke 04“

96-Fans und Schalker prügeln sich am Bahnhof

Schläge, fliegende Bierflaschen, eine zerstörte Scheibe: Der letzte Bundesligaspieltag der Saison ist mit Randale am Bahnhof Springe zuende gegangen. Dort trafen alkoholisierte Fans von Schalke 04 und von Hannover 96 aufeinander.

Zu handfesten Streitereien ist es laut Polizei am Sonnabend unter alkoholisierten Fußballfans am Springer Bahnhof gekommen. Zunächst bepöbelten sich gegen 21 Uhr 16 Hannover-96-Anhängern aus dem Raum Springe und etwa 20 Schalke-Fans aus dem Raum Bad Pyrmont in der S-Bahnlinie 5. Dabei soll auch eine Scheibe des Zugs eingeschlagen worden sein.

Als die S-Bahn am Springer Bahnhof einfuhr, eskalierte die Situation: Einem Sprecher der Bundespolizei zufolge flogen Flaschen. Es kam zu Prügeleien und weiteren Sachbeschädigungen. 30 Beamte der Bundes- und Landespolizei waren im Einsatz und nahmen unter anderem die Personalien der Randalierer auf. Einige Fans sollen am in ein Taxi gestiegen sein, um zu flüchten. Die Polizei konnte sie jedoch stoppen.

Die S-Bahn konnte ihre Fahrt in Richtung Hameln erst mit einer Stunde Verspätung wieder fortsetzen.
Quelle:haz.de

Polizei sucht Zeugen – Attacke gegen Schalke-Fan

Ein Schalke-Fan wurde am vergangenen Samstag in Bremen brutal zusammengeschlagen und schwer verletzt. Nach dem Bundesligaspiel Werder Bremen gegen Schalke 04 haben mehrere Personen einen Schalke-Fan geschlagen und, als er am Boden lag, mehrfach gegen den Kopf getreten. Der 43 Jahre alte Mann musste mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei sucht jetzt nach Zeugen.

Laut ersten Zeugenberichten wurde der 43-Jährige gegen 18 Uhr im Einmündungsbereich Rembertistraße / Rembertiring von mehreren vermutlich Bremer Hooligans umringt und zu Boden gestoßen. Dort trat ihm ein Täter mit dem Schuh gegen den Hinterkopf, so dass der Schalke-Fan regungslos liegen blieb. Anschließend trat ihm ein weiterer mit dem Schuh ins Gesicht. Nachdem sich das Opfer nicht mehr bewegte, flüchteten die Männer. Der 43-Jährige wurde mit zahlreichen Frakturen der Gesichtsknochen und Verdacht auf ein Schädel-Hirn-Trauma in eine Klinik gebracht.

Mittlerweile ist der Mann außer Lebensgefahr und in ein Krankenhaus in der Nähe von Gelsenkirchen verlegt worden. Er wird aber wegen der zahlreichen Gesichtsfrakturen noch zahlreiche Operationen über sich ergehen lassen müssen, erklärte die Polizei gegenüber Radio Bremen.
Die Polizei sucht weitere Zeugen. Hinweise können unter der Telefonnummer 0421- 362-3888 angegeben werden.

Dies ist schon der zweite schwere Überfall am vergangenen Wochenende. Ebenfalls am Samstag wurde ein Fan von Werders Drittliga-Mannschaft in Bielefeld von Hooligans schwer zusammengeschlagen. Er schwebt noch immer in Lebensgefahr.
Quelle:radiobremen.de

Polizeibericht:
Nach dem Bundesligaspiel Werder Bremen gegen Schalke 04 am vergangenen Samstag wurde ein Anhänger der Gelsenkirchener von mehreren Personen geschlagen und am Boden liegend mehrfach gegen den Kopf getreten. Der 43 Jahre alte Mann musste mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei Bremen ächtet diesen Auswuchs exzessiver Gewalt und treibt die Ermittlungen mit Nachdruck voran.

Der 43-Jährige wurde gegen 18 Uhr im Einmündungsbereich Rembertistraße / Rembertiring von mehreren laut Zeugenaussagen vermutlich Bremer Hooligans umringt und zu Boden gebracht. Dort trat ihm ein Täter mit dem Schuh gegen den Hinterkopf, so dass der Schalkefan regungslos liegen blieb. Anschließend trat ihm ein weiterer mit dem Schuh in das Gesicht. Nachdem sich das Opfer nicht mehr bewegte flüchteten die Männer. Der 43-Jährige wurde mit zahlreichen Frakturen der Gesichtsknochen und Verdacht auf ein Schädel-Hirn-Trauma stationär in einem Klinikum aufgenommen. Die
Ermittlungen gegen die rücksichtslosen Täter führt jetzt die Abteilung für Kapitalverbrechen. Zeugenhinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter (0421) 362-3888 entgegen.

Nach dem Bundesligaspiel kam es in der Bremer Innenstadt vereinzelt zu Auseinandersetzungen zwischen gewaltbereiten so genannten Fans der beiden Mannschaften. Gemeinsam mit Werder Bremen und den Vereinen der DFL setzt sich die Polizei Bremen für Fußball und gegen Gewalt ein und wird die Täter, die den Fußball als Bühne für Gewalttaten nutzen wollen, konsequent verfolgen. Polizeipräsident Müller: “Mit dieser Form der Gewaltausübung ist eine klare Grenze überschritten. Wir werden mit Nachdruck die Ermittlungen führen!”
Quelle:presseportal.de

Das Ruhrderby und der Polizeieinsatz

Zum Spielbeginn kann gesagt werden, dass die so genannte Vorspielphase für die besonderen Verhältnisse des Ruhrderbys unspektakulär verlief.

Das traditionell feindschaftliche Verhältnis der beiden Fanlager wurde zwar emotional gepflegt, zu vielen nennenswerten Auseinandersetzungen ist es nicht gekommen.

Kurz nach 14 Uhr versuchte eine größere Gruppe vermummter Schalker, mit den Gästen aneinander zu geraten. Nach kurzem gezielten Polizeieinsatz war die Situation entschärft. BvB-Anhänger zerschlugen zudem eine der Trennwände. Die Ermittlungen hierzu sind aufgenommen.
Quelle:presseportal.de

Derby: “Ein paar Scharmützel”

Rund um das 140. Revier-Derby zwischen Schalke 04 und Borussia Dortmund ist es weitgehend ruhig geblieben.

“Die Fans haben sich im Großen und Ganzen vorbildlich verhalten”, sagte der Gelsenkirchener Polizeisprecher Konrad Kordts nach dem 2:1-Sieg des BVB in der Schalker Arena: “Es gab ein paar Scharmützel, aber keine nennenswerten Auseinandersetzungen körperlicher Art. Die Fäuste sind in der Tasche geblieben.”

Lediglich zwei Personen seien vorläufig festgenommen worden.

Zu Sachschaden kam es im Dortmunder Block im Stadion, eine Plexiglasscheibe ging zu Bruch. Vor dem Spiel wurde auf den Weg, den die Gästefans in die Arena nehmen, “ein Beutel mit roter Flüssigkeit, wohl Schweineblut geworfen”, so Kordts.

Insgesamt sei es “aus polizeilicher Sicht ein sehr ruhiges Derby” gewesen. Rund um das Hinspiel am 26. November war es in Dortmund zu Ausschreitungen gekommen, mehr als 30 Personen waren von der Polizei in Gewahrsam genommen worden.
Quelle:sport1.de

Fotos:www.nordphoto.de,www.digitalfoto-matthias.de

Hauptbahnhof – Schlägerei zwischen “Fans” von Rot-Weiss Essen und Schalke 04

Am Samstagabend haben sich dutzende Fans von Rot-Weiss Essen und dem FC Schalke 04 am Hauptbahnhof eine Schlägerei geliefert. Dabei wurden nach Angaben der Polizei von den rivalisierenden Fangruppen auch Eisenstangen eingesetzt. Die Situation war am Bahnsteig eskaliert.

Zu einer Schlägerei zwischen Fans von Rot-Weiss Essen und Anhängern des FC Schalke 04 kam es am Samstagabend gegen 22 Uhr am Hauptbahnhof.

Rund 100 RWE-Fans waren per Bahn vom Auswärtsspiel in Kaiserslautern zurückkehrt, 50 feierten vor Ort weiter und hatten sich laut Polizei Eisenstangen von einer nahe gelegenen Baustelle besorgt. Am Bussteig eskalierte die Situation: Anhänger beider Vereine prügelten sich. Die Bundespolizei schritt mit Verstärkung der Essener Polizei ein und trennte die Gruppen. Angaben über die Zahl der Einsatzkräfte und über mögliche Verletzte konnte die Polizei nicht machen. Die zuständige Bundespolizei-Inspektion in Dortmund war für eine Auskunft leider nicht zu erreichen.

Vor kurzem erst war es bei dem Spiel Rot-Weiss Essen gegen den Wuppertaler SV zu Ausschreitungen gekommen, die großes Aufsehen erregt hatten.
Quelle:derwesten.de

Das Freundschaftsspiel des Fußball-NRW-Ligisten SV Schermbeck gegen die zweite Mannschaft des Bundesligisten Schalke 04 wurde von Randale in und vor dem Stadion überschattet.

“Es gab einige unschöne Szenen”, sagte Michael Benninghoff, Sportlicher Leiter des SVS. Einige unverbesserliche Schalke-Anhänger, die nach Redaktions-Informationen offenbar angetrunken waren, zündeten Knallkörper sowie Pyrotechnik im Stadion und beschädigten eine Verkaufsbude des SV Schermbeck.

Die Polizei, die vom Verein zu Hilfe gerufen wurde, verhängte deswegen drei Platzverweise. Kurz vor der Pause verließen dann gut 40 der 80 Schalke-Anhänger die Anlage. Daraufhin soll es nach Berichten von Augenzeugen vor dem Stadion noch zu einer Schlägerei gekommen sein, bei der ein Schalke-Fan verletzt wurde. Der Vorfall war der Polizei allerdings nicht bekannt.
Quelle:rp-online.de

Schalker Fußball-Fan von Dortmunder Fans angegriffen- Vier verletzte Bundespolizisten nach Auseinandersetzungen mit Babelsberger Fans Hannover Hauptbahnhof am 26.11.2011 gegen 08:30 Uhr und 17:30 Uhr

Dortmunder und Schalker Fußballanhänger sind am frühen Vormittag aneinander geraten. An Gleis 2 stürmten die ca. 20 Dortmunder unvermittelt auf die 10 Schalker zu und griffen an. Im Verlauf dieser Auseinandersetzung ging einer der Schalker nach einem Kopfschlag zu Boden. Noch in der S-Bahn konnte der Täter identifiziert werden. Seine Gruppe stieg daraufhin wieder aus der S-Bahn aus und wollte vor der Wache der Bundespolizei auf ihren Kumpan warten. Unterdessen konnte die Bundespolizei Videoaufzeichnungen auswerten und weitere Tatverdächtige ausmachen. Eine Fahndung im Bahnhofsumfeld mit Unterstützungskräften aus dem Castor-Einsatz führte zur Festnahme von zwei weiteren Tätern, die eigentlich nach dem Spiel wieder nach Hause reisen wollten.

Zu weiteren Körperverletzungen kam es am frühen Abend. Hier hatten Einige aus einer ca. 55 Personen starken Babelsberger Gruppe einen friedlichen Hannover 96 Anhänger geschlagen. Er hatte offenbar zu diesem Zeitpunkt den falschen Schal getragen… Die einschreitenden Beamten der Bundespolizei gingen dazwischen. Sie trennten die Kontrahenten unter Androhung von Schlagstock und Pfefferspray. Die Babelsberger verletzten hierbei vier der Bundespolizisten mit Tritten und Schlägen und skandierten übelste Beleidigungen. Schließlich setzten die Beamten Pfefferspray und Schlagstock ein. Das führte zu Flaschen- und Dosenwürfen gegen die Beamten. Eine junge Polizeischülerin musste in ein Krankenhaus und ist noch nicht wieder dienstfähig.

Der geschädigte Hannoveraner Fan hatte sich unterdessen aufgrund der bedrohlichen Lage vom Bahnsteig entfernt und wird nun als Zeuge dringend von der Bundespolizei gesucht. Er wird gebeten, gern auch telefonisch, sich bei der Bundespolizeiinspektion Hannover unter der Telefon-Nummer 0511 – 30365-0 zu melden.

Lediglich ein Mann aus der Babelsberger Gruppe versuchte zu schlichten und seine Mitreisenden zu beruhigen.
Quelle:presseportal.de

Anmarschphase verlief ohne größere Störungen

Lediglich im Bereich der Haltestelle Signal Iduna Park kam es zu größeren Zusammenstößen beider Fanlager. Dabei wurden Gegenstände wie Dosen, Schirme, Becher, Flaschen geworfen, aber auch Pfefferspray und Pyrotechnik eingesetzt.

Unter Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken gelang es der Polizei, weitere Ausschreitungen zu verhindern. Bei den Auseinandersetzungen wurden mehrere Personen, insbesondere durch das Pfefferspray, verletzt. Die genaue Zahl wird noch ermittelt. Dass die Verletzungen nicht noch massiver gewesen sind ist auch dem Glasverbot zu verdanken. Insgesamt betrachtet zeigte das Verbot die erwünschte Wirkung. Fans, die in der Sperrzone mit Glasflaschen angetroffen und angesprochen wurden, legten diese in bereitgestellte Behältnisse ab. In wenigen Einzelfällen kam es zu Flaschenwürfen im Bereich.
Derzeit befinden sich 28 Personen in Polizeigewahrsam. Die Zahl dürfte sich aber noch erhöhen.Zu größeren Verkehrsstörungen bei der Anreise der ca. 80.000 Fußballanhänger und in der Innenstadt kam es nicht.
Quelle:presseportal.de

Abmarsch nach Revierderby insgesamt unproblematisch

Das Spiel im ausverkauften Stadion (80.720 Zuschauer gesamt, davon 10.000 Schalke-Fans) verlief ohne größere Zwischenfälle. Mehrere tausend Schalker Fans wurden nach Ende des Spieles unter Polizeibegleitung zu den bereitstehenden Sonderzügen und U-Bahnen geleitet.

Insgesamt gab es 35 freiheitsentziehende Maßnahmen, u.a. wegen Körperverletzungen, Widerstand gegen Polizeibeamte und Werfen von Pyrotechnik.

Gegen 18:00 Uhr hatte sich das Stadion geleert und viele Fußballfans waren auf dem Heimweg. Das Sicherheitskonzept der Dortmunder Polizei hat sich auch nach dem Spiel bewährt. Fangruppen beider Seiten wurden durch die Polizei begleitet, so dass größere Auseinandersetzungen vermieden werden konnten.

In der Nachspielphase kam es im Stadtgebiet zum vereinzelten Aufeinandertreffen von Dortmunder und Schalker Fangruppen. Durch konsequentes Einschreiten der Polizei konnten gewalttätige Auseinandersetzungen vermieden werden.

Zurzeit befinden sich noch wenige hundert Fans in der Dortmunder Innenstadt und an den Bahnhöfen.

Mit der Gesamtbilanz des Polizeieinsatzes zeigte sich der Einsatzleiter, Polizeidirektor Peter Andres, zufrieden. “Unsere Einsatzkonzeption, gekoppelt mit dem Glasverbot der Stadt, war erfolgreich und hat mit dazu beigetragen, dass Randalierer das Gesamtbild dieser spannenden Fußballbegegnung nicht trüben konnten.”
Quelle:presseportal.de

Viel Arbeit für die Bundespolizei in Bahnhöfen und Zügen

22.000 Fußballfans nutzten für die Anreise zum Derby zwischen den BVB und S04 den öffentlichen Nahverkehr. Während die Anreise zum Großteil störungsfrei verlief, kam es in der Rückreisephase zu Körperverletzungsdelikten und Sachbeschädigungen.

Bereits um 12.00h hatten sich ca.1000 Schalker Fans vor dem Gelsenkirchener Hauptbahnhof versammelt. Hierbei zündeten sie mehrfach Bengalos und Rauchbomben. Durch die starke Rauchentwicklung war der Eingangsbereich minutenlang nicht passierbar.

In Recklinghausen, Bochum und Wanne-Eickel sammelten sich mehrere gewaltbereite Gruppierungen beider Lager, um mit verschiedenen Regelzügen nach Dortmund zu fahren. Erkannte Problemgruppen wurden mit Platzverweisen belegt oder in Gewahrsam genommen. Vereinzelt kam es in der Anreisphase zu kleineren Auseinandersetzungen. Verletzte Personen wurden nicht bekannt.

Das angekündigte Glasflaschenverbot, für die Benutzung der Züge in Richtung Dortmund, wurde von den Fans akzeptiert. Einige Fans ließen Pyrotechnik vor den Kontrollstellen fallen. Die gefährlichen Feuerwerkskörper wurden sichergestellt. Die Abfahrt der mit 1700 Fans besetzten Sonderzüge vom Gelsenkirchener Hauptbahnhof verspätete sich durch Baumaßnahmen der Bahn, um ca. 40 Minuten.

Während der Rückreisephase kam es an der Haltestelle Signal Iduna Park zu wechselseitigen Körperverletzungen. Im Dortmunder Hauptbahnhof wurde ein Schalker nach Beleidigung und Widerstand vorläufig festgenommen. An mehreren Stellen wurde Pyrotechnik gezündet. Zwei Bundespolizeibeamte wurden nach Knallkörperwurf verletzt.

Erst als die voll besetzten Entlastungszüge mit über 1700 Fans den Dortmunder Hauptbahnhof verlassen hatten beruhigte sich die Lage.

Durch die gute Zusammenarbeit von Landes- und Bundespolizei sowie der Deutschen Bahn und DSW 21 konnten die Reisebewegungen der Dortmunder und Schalker Fußballfans weitgehende Störungsfrei durchgeführt werden.
Quelle:presseportal.de

Fans zertrümmert die Scheiben eines Lokals

Am Samstag (26.11.), gegen 11.00 Uhr, befanden sich etwa 20 Dortmundfans in eine, Lokal auf der Springstraße. Hier stürmten 50 bis 60 Schalkefans das Lokal und zertrümmerten und bedrohten die Dortmundfans. Noch vor Eintreffen der Polizeibeamten entfernten sich die Beschuldigten in Richtung Bahnhofsgebäude und fuhren mit der Bahn in Richtung Gelsenkirchen.
Quelle:Polizeipräsidium Recklinghausen

Ein Tag der Polizei – Auge in Auge mit den Ultras

Von der Besprechung bis zum Feierabend begleitete der “Welt Online”-Reporter die Konfliktmanager der Polizei beim Bundesliga-Spiel Hannover 96 gegen Schalke 04.

Ganz plötzlich lösen sich einige Schalker aus der Masse und durchbrechen die Polizeisperre Richtung Innenstadt. Dorthin, wo sich die gewaltbereiten Fans von Hannover 96 versammeln. Die gerade erst am Hauptbahnhof in Hannover angekommenen Schalker klettern über Fahrräder, ihre Kameraden hinterher.

Eine Frau presst sich an ein Auto. Sie versteckt sich vor einem Mob, der außer Kontrolle geraten ist. „Scheiße“, brüllt ein Polizist, keine drei Meter von der Frau entfernt, setzt sich den Helm auf und drückt mit aller Kraft zwei Schalker Fans zurück, die auch in die Schillerstraße laufen wollen. Links und rechts rennen die anderen an ihm vorbei. Polizeipferde galoppieren hinter ihnen her. Die Situation ist eskaliert. Das hätte aus Sicht der Polizei niemals passieren dürfen. Die vorgegebene Route muss eingehalten werden, um die Fanlager voneinander fernzuhalten. Die Frau beginnt zu weinen.

10.30 Uhr: Die erste Einsatzbesprechung

Als Guido von Cyrson, Leiter der Polizeiinspektion West in Hannover, knapp drei Stunden zuvor mit seinem Laserpointer über die Luftaufnahmen huscht, über den Hauptbahnhof, den Steintorplatz im Zentrum, das Stadion und besonders den Gästeeingang Südwest, hört sich das Ganze noch nach einer Sightseeing-Tour für die Schalker Anhänger an. Entspannte sechseinhalb Kilometer um die Innenstadt herum zum Stadion. Geführt von der niedersächsischen Polizei.

Der Konferenzraum in dem nagelneuen Polizeigebäude ist bis auf den letzten Platz gefüllt, es riecht nach frischer Wandfarbe, 30 Beamte sitzen hier – und es ist leicht zu erkennen, wer wofür zuständig ist. Der Herr über die Pferdestaffel hat schon seine Reitschuhe mit den Sporen an, der Chef der Motorradfahrer seine Motorradjacke, nur die zwei mit den Overalls, die aussehen als seien sie aus dem Film „Top Gun“ gefallen, sind doch keine Hubschrauberpiloten.

Sie sind von der BFE, der Beweismittel- und Festnahmeeinheit. Das klingt nach Pfadfindern in Polizeiuniformen, doch das sind die harten Jungs, die dann reingeschickt werden, wenn sich sonst keiner mehr traut. Unter den 240 Beamten die heute im Einsatz sind, zählen 60 zur BFE. Unterstützt werden sie von neun Pferden und sechs Hunden.

Von Cyrson erzählt die Fakten: 49.000 Zuschauer werden erwartet, ausverkauft. 8000 davon Schalker. „300 B’s und 35 bis 40 C’s, zehn mit Stadionverbot“, sagt von Cyrson. Kategorie B, das sind gewaltbereite Fans, Kategorie C heißt: gewaltsuchende. Heutige Parallelveranstaltungen: Ein verkaufsoffener Sonntag und ein Martinsumzug. „Da müssen wir aufpassen, nicht, dass die Kinder noch Außerirdische sehen“, sagt der Einsatzleiter. Die Außerirdischen sind die randalierenden Fans, die spätestens seit dem Pokalausflug der Dresdner nach Dortmund vor knapp drei Wochen als ernsthaftes Problem auf der politischen Agenda stehen.

11.30 Uhr: „Viel Erfolg“

Mit diesen Worten, die von Cyrson am Ende der Besprechung in den Raum wirft, beginnt der Einsatz von Ulrich Musmann. Der 53-Jährige ist Konfliktmanager bei der Polizei in Hannover. Zusammen mit dem ein Jahr älteren Detlev Kofbinger nimmt er die Gästefans in Empfang, begleitet sie zum Stadion, stellt sich dort mit in den Block und bringt sie wieder zurück. Sie sollen erste Ansprechpartner sein, Konflikte vermeiden, bevor sie entstehen.

Musmann – Norweger-Pullover, angegrautes Haar, eckige randlose Brille, Typ Sozialpädagoge – und Kofbinger, Typ Heiner Brand, steigen in die Autos und machen sich auf den Weg zum Hauptbahnhof. Dort legen sie ihre leuchtend-roten Westen an. „Polizei“ steht darauf und „Konfliktmanagement“. Sie sind unbewaffnet und ungeschützt.

800 Schalker Anhänger sollen gleich im Regionalexpress 4847 auf Gleis neun einrollen. Musmann ärgert sich noch, dass die Bundespolizei teilweise schon behelmt auf sie wartet. Er wünscht sich einen anderen Empfang, weniger aggressiv. „Das sind doch Gäste.“

Musmann wirkt merkwürdig euphorisiert. Er will unbedingt sehen, wie die Schalker aus dem Zug steigen. „Wenn die ankommen, dieses Platzhirschgehabe, das ist genial“, sagt er. Musmann und Kofbinger akzeptieren nicht nur die Fankultur, sie sind fasziniert von ihr.

13 Uhr: „Die Schalker, die sind da!“

Kofbinger begrüßt einen der Ultras mit Handschlag. Man kennt sich. Der Konfliktmanager ist auch Schalke-Fan. Er kommt aus Gelsenkirchen, hat sogar einen Mitgliedsausweis – oder besser zwei: einen von Schalke 04 und einen von Hannover 96. Wie Peter Neururer.

Als „der Mob“, wie ihn von Cyrson, Kofbinger, Musmann und alle Polizisten unverblümt nennen, geschlossen das Bahnhofsgebäude verlässt, stehen draußen noch einmal so viele Schalker und applaudieren. Es ist ein Empfang als würde ein Hofstaat inklusive Oberhaupt den Ernst-August-Platz betreten.

Doch unvermittelt nehmen einige Reißaus, die Frau zwischen den Autos weint und Kofbinger muss durch die Fußgängerzone hetzen, um den Mob wieder einzuholen. Die Pferde und ihre Reiter haben die meisten mittlerweile wieder eingefangen. Jetzt schließen die Ultras ihre Reihen abermals. 1500 marschieren und skandieren. Die Straßen gehören ihnen.

„Für den, der das nicht kennt, ist das wie Krieg“, sagt Musmann. Er kennt das. „Wir sind doch nur ein bisschen gelaufen“, sagt einer der Anführer zu ihm. Und mit „Laufspielen“ müsse man schließlich immer rechnen. „Das war ein Spaß, nichts gegen die Polizei.“ Natürlich nicht.

Am Stadion begrüßt Einsatzleiter von Cyrson die Fanbetreuer und Szenekundigen Beamten beider Lager. Er überragt seine Gesprächspartner deutlich. „Unnötiger Stress“ nennt er den Gewaltausbruch am Bahnhof. Von „hoher Anspannung“ spricht ein Schalker Fanbetreuer und von einer „Hetze der Presse“ gegen die Ultras. Keiner kommentiert das.

14.30 Uhr: Die Einsatzzentrale

Dann geht’s hoch unter das Dach der Arena, in eine umgebaute Loge. 23 kleine Schwarz-weiß- und zwei Farbmonitore flimmern hier, zwei Beamte sitzen davor und beobachten durch die vielen Kameras permanent die Fans. Aus dem Stadion dringt kaum ein Geräusch durch die großen Scheiben in die Einsatzzentrale.

Ein Beamer wirft den Einsatzablauf an die Wand. „14:25. EMS-Einsatz Schillerstraße, Schalke-Fan, männlich, Kat. b/c, greift Pol.-Beamten von hinten an, im Rahmen der Nothilfe setzt weiterer Pol.-Beamter EMS gegen den Angreifer ein.“ EMS ist der Einsatz-Mehrzweck-Stock, der Polizeiknüppel.

Drei Beamte schauen von hier oben auf den Rasen, halten den Kontakt zu den vielen Polizisten da draußen, eine Kollegin tippt alles in ihren Computer. In der Ecke sitzt auch noch ein Mann von der Bundespolizei. Doch es ist nicht sein Hoheitsgebiet.

Hinter ihm warten fünf Mitglieder des Innenausschusses des niedersächsischen Landtags. Von Cyrson muss ihnen die Arbeit erklären. Und im Moment auch viel kämpfen, für sein Konzept der ausgestreckten Hand, mit den Konfliktmanagern vorneweg.

15.25 Uhr: Noch fünf Minuten

Kofbinger und Musmann gehen Richtung Gästeblock. Immer mit dabei: Vier Beamte aus Lübeck. Praktikanten. Sie wollen in der Hansestadt auch Konfliktmanager werden. Und lernen jetzt, dass das Spiel die entspannteste Zeit des Tages wird. „In den Block können wir, wenn es brenzlig wird, eh nicht rein“, sagt Musmann, der am Kopf der Gästekurve steht. Keine Chance. Das Spiel beginnt. Schalkes Finne Pukki trifft – und das erste Bengalo brennt im Schalker Block. „Ihr müsst die Idioten gleich da raus holen“, sagt ein Schalker Fan zu Musmann, „geht mir nicht in Kopp rein, sowatt“. Verteidiger Papadopoulos trifft zum 1:1 ins eigene Tor.

16.17 Uhr: Halbzeit-Besprechung

„16:07. Ergänzung zu Pyrotechnik Gastfanblock. Keine Hinweise auf den Verursacher“, wirft der Beamer in der Einsatzzentrale an die Wand. Da nützten auch all die Kameras nichts.

Von Cyrson doziert über den Einsatz. Wieder sind die Verantwortlichen aus der 10.30-Uhr-Konferenz zusammengekommen. Der Ausbruch der Fans an der Schillerstraße? „Da hat man keine Chance. Gut, dass wir die Pferde hatten.“ Dann geht es um den Rücktransport der Gästefans. Den Zug vom Fischerbahnhof, der ganz in der Nähe des Stadions liegt, werden die Schalker Ultras nicht nehmen, ist sich der Fanbeauftragte sicher. Da sei nur ein Kiosk. Zu wenig Bier für hunderte Fans.

Also müssen sie wieder um die Innenstadt herum zum Hauptbahnhof geführt werden. Es wird eingeteilt: Nordkurve, Nordvorplatz, die Hunde sollen am Schützenplatz in Bereitschaft gehalten werden, die Gäste werden über die Stadionbrücke zurückgebracht. „Wir müssen verhindern, dass die Schalker zum Schützenplatz durchbrechen“, sagt von Cyrson. Es ist hier wie bei der Lagebesprechung des Oberkommandos kurz vor dem entscheidenden Feldzug.

Auf dem Weg zurück in den Gästeblock verpasst Musmann das 2:1 seiner Hannoveraner. Verdammte Halbzeitbesprechung. Am Ende steht es 2:2. Der kleine Finne hat noch ein zweites Mal getroffen.

17.30 Uhr: Abmarsch

Vor dem Stadion sammeln sich wieder die Ultras aus Gelsenkirchen, die Reihen werden geschlossen. Sechs Pferde nehmen sie in Empfang, rechts und links die Polizisten mit Helmen und Schlagstöcken. Der Abmarsch beginnt. Doch kurz hinter der Stadionbrücke wird es eng. Die rechten Fahrbahnen sind durch Autos verstopft.

Die Straßensperre hat nicht funktioniert. Der Mob bleibt nicht stehen. Die Pferde werden nervös, sie scheuen. Jedes Zucken der riesigen Tiere wird von höhnischem Gelächter und Gepfeife angefacht. Die Schalker werden immer lauter. „Die Straße frei“, rufen einige. Man gefällt sich in der Rolle des Puppenspielers – mit Pferden und Polizisten als Marionetten.

Immer wieder rennen Polizisten in Schutzmontur und Helm auf dem Kopf vorbei. Sie schwitzen, ihre Gesichter sind rot von der Anstrengung, die Straßen abzuriegeln, damit die Ultras nicht entfliehen können. „Optische Führung“, hatte von Cyrson das in der Halbzeitbesprechung genannt.

Und während die Polizisten vorbeihecheln, schließt immer wieder der noch 500 Mann umfassende Mob ganz dicht auf die Pferde auf und versucht, sie nervös zu machen. Nur zehn Meter Abstand haben Reiter und Fans. Und dazwischen: Musmann und Kofbinger.

Rechts taucht die Straßenbahn in einer Unterführung ab, bestimmt fünf Meter geht es dort bergab, der Bürgersteig auf der linken Seite wirkt plötzlich unendlich weit weg, vor der Brust haben sie die Pferde, im Rücken die grölenden Fans.

Nach der Eskalation an der Schillerstraße hatte Musmann gesagt: „Auch wenn es so aussieht, als hätten wir die im Griff, das haben wir nicht.“ Warum tun sich die beiden Konfliktmanager das an? Musmann hatte früher die Hausbesetzerszene in seinem Revier. Er mag es, im Konfliktbereich zu stehen, „ideal“ nennt er den Job – und muss dabei selbst lachen. Er weiß, das klingt verrückt. „Ich schlichte gern.“ Kofbinger machte den Job vor drei Jahren gar völlig allein.

Konfliktmanager waren und sind Teil der Deeskalationsstrategie, nur wollte keiner die Aufgabe übernehmen. „Also hab ich mich halt gemeldet“, sagt Kofbinger: „Anfangs sind wir belächelt worden. Heute findet ein Umdenken statt. Nicht immer nur Knüppel-raus. Und mittlerweile kommen Praktikanten zu uns, wollen unser System kopieren.“

Und die Angst? „Wenn ich Angst hätte, wäre das der falsche Job. Außerdem wollen die mir doch nichts.“ Viel Urvertrauen in zusammengerottete Menschenmassen. Um 18.50 Uhr fährt der Entlastungszug nach Gelsenkirchen ein, es wird ein letztes Mal laut, die Fans drängeln, einige klettern über die Fenster in den Zug. Abfahrt.

Musmann und Kofbinger ziehen ihre roten Westen aus. Arbeitsende. „Geschmeidig“, nennt Musmann den Einsatz. Dann gehen sie ein Bier trinken.
Quelle:welt.de

Angriffe auf Bundespolizisten: Schalker Fußballfans randalieren im Bremer Hauptbahnhof

Fußballfans des FC Schalke 04 haben sich am späten Sonntagabend Auseinandersetzungen mit Bremer Fans und der Bundespolizei geliefert. Mehrere Personen wurden verletzt.

450 Schalker Fans waren nach dem Spiel gegen den HSV mit einem Metronom auf der Rückreise von Hamburg über Bremen nach Gelsenkirchen. Der Zug wurde von Bundespolizisten begleitet und fuhr durch eine betriebliche Verspätung von 20 Minuten in Bremen auf Gleis 6 ein. Um 22:54 Uhr sollte die Weiterreise von Gleis 9 erfolgen. Die Stimmung war vermutlich wegen der Alkoholisierung und Verspätung zunehmend aggressiv. Es befanden sich rund 250 Fans der Kategorie B darunter, welche zu Gewalttätigkeiten neigen. Außerdem waren rund 45 Hooligans an Bord.

Bereits während des Umstiegs kam es auf Gleis 9 zu verschiedenen Auseinandersetzungen mit den begleitenden Bundespolizisten. Bei einer Personalienfeststellung nach einem Angriff auf einen Polizeibeamten vermummte sich plötzlich die Gruppe der Schalker Hooligans. Es flogen unter anderem Flaschen, obwohl die bis dahin von einer friedlichen Lage ausgehenden Bundespolizisten noch keine Helme trugen. Der Großteil der anderen Fans beteiligte sich an den Angriffen. Zwei Bundespolizisten wurden verletzt. Einer von ihnen durch einen Flaschenwurf auf den Hinterkopf. Der Flaschenwerfer wurde festgenommen.

Der andere Beamte erlitt durch eine geworfene Getränkedose eine Platzwunde am Kopf. Die Polizisten mussten Pfefferspray und Schlagstöcke einsetzen. Insgesamt vier Fans wurden wegen Landfriedensbruchs, schwerer Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte vorläufig festgenommen. Drei davon wurden nach Personalienfeststellungen wieder entlassen.

Im Anschluss erfolgte eine weitere Solidarisierung der Fans wegen der andauernden Festnahme des polizeilich bekannten Flaschenwerfers. Sie weigerten sich mit dem nächsten Zug abzureisen und zogen mehrfach die Notbremse bei der stehenden Regionalbahn 4483.

Kurz darauf wurde ein Bundespolizist von einem Fan aus dem Zug heraus im Einstiegsbereich gegen den Oberkörper getreten. Dabei stürzte der Angreifer selbst auf den Bahnsteig und blieb bewusstlos liegen. Sanitäter der Bundespolizei versorgten ihn bis zur Ankunft des Rettungswagens.

Es entstand eine Lage, welche durch die gleichzeitige Ankunft eines verspäteten Zuges aus Hannover mit Bremer Fans, die in Neustadt durch die lange Zugverspätung gewartet hatten, zusätzlich eskalierte. Hierdurch wurde ein massiver Polizeieinsatz notwendig, um eine Trennung von Schalker und Bremer Fans zu gewährleisten. Dabei wurden die Bundespolizisten durch einen Einsatzzug der Polizei Bremen unterstützt.

Erst gegen 00:36 Uhr beruhigte sich die Lage. Im weiteren Verlauf wurde zur Sicherheit mit Durchsagen der Zug von “normalen Fahrgästen” geräumt und ihre Weiterfahrt mit einem Parallelzug gewährleistet. Die Regionalbahn 4483 Richtung Osnabrück wurde in der Folge fast ausschließlich von Fans des FC Schalke 04 frequentiert.

Die Abfahrt verlief unter Polizeibegleitung störungsfrei. Weitere Bundespolizisten wurden nach Osnabrück beordert und nahmen die Fans dort in Empfang. Eine Weiterfahrt der Fans in Richtung Münster war aus bahnbetriebstechnischen Gründen erst ab 07:19 Uhr möglich, sodass ihre Überwachung bis zu diesem Zeitpunkt durch die Bundespolizei gewährleistet werden musste.

Die Ermittlungen dauern an. Einzelheiten zur Schwere der Verletzungen von Beamten und Fans sind noch unklar.

Insgesamt hat der Einsatz erneut gezeigt, wie groß die Einsatzbelastung für Polizeibeamte durch aggressive Fußballfans ist. Betrieblich Verzögerungen im Bahnverkehr, häufig durch Fußballfans selbst verursacht, erschweren die Einsätze zusätzlich.
Quelle:presseportal.de

Bundespolizei zieht Bilanz und ist mit anreisenden Fußballfans im ersten Revierderby der Saison zufrieden – Mehrere Unbelehrbare mussten dennoch angezeigt werden

Die An- und Abreise der Fußballfans des FC Schalke 04 und Borussia Dortmund beim ersten Leistungstest beider Bundesligateams verlief ohne größer Vorkommnisse. 273 Bundespolizeibeamte sorgten für eine weitgehend störungsfreie Anreise der Fans beider Lager, die nahezu sternförmig aus dem gesamten Ruhrgebiet anreisten. Insgesamt benutzten 2640 Schalker und 3030 Borussenfans die Verkehrsmittel der Bahn um nach Gelsenkirchen zu kommen.

Die konsequente Fantrennung innerhalb des Bahnhofes sorgte dafür, dass Anfeindungen sich weitgehend auf die verbale und non-verbale Art beschränkten.

Einige Unbelehrbare gab es dennoch. Der gezeigte und laut gerufene Hitlergruss, die Sicherstellung von rechtsorientiertem Gedankengut führte zur Gewahrsamnahme eines 36-jährigen Gelsenkircheners. Bei der Festnahme leistete er Widerstand. Ein Bundespolizeibeamter wurde durch einen Kopfstoss verletzt. Bei der Durchsuchung wurde ein verbotenes Klappmesser gefunden und sichergestellt.

Ein 51-jähriger Bochumer war im Besitz von vier Stangen Pyrotechnik. Diese wurden aus gefahren abwehrenden Gründen sichergestellt. Gegen einen 15-jährigen Jugendlichen aus Bielefeld, der im Dortmunder Hauptbahnhof mit 11 Feuerwerkskörpern auf dem Weg nach Gelsenkirchen angetroffen wurde, leitete die Bundespolizei ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet.

Während der Rückreisephase der 2600 Schalke Fans vom Gelsenkirchener Hauptbahnhof warf ein 22-jähriger Mann aus Castrop Rauxel provokant eine Plastikflasche in Richtung gegnerische Fans. Bei der Durchsetzung eines Platzverweises leistete er Widerstand gegen Bundespolizeibeamte. Personen wurden nicht verletzt.

Auch die Abreise von 3000 Dortmundern die mit insgesamt 32 Bussen vom Stadion zum Bahnhof gefahren wurden verlief nahezu problemlos. Lediglich eine kurze Sitzblockade von mehreren hundert Dortmunder Fans im Gelsenkirchener Hauptbahnhof verzögerte die störungsfreie Abreise der Gäste aus Dortmund. Ausgesprochene Platzverweise, die Repräsentation der Diensthunde und die kurzfristige Unterstützung der Landespolizei im Bahnhof sorgten zum Tageswechsel letztendlich für Ruhe im Bahnhof.
Quelle:presseportal.de

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