Archiv für die Kategorie „RB Leipzig“
Bitte um Mithilfe -
Bei der gestrigen Auswärtspartie in Leipzig kam es während des Spiels zu Übergriffen von Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes gegenüber den Plauener Fußballanhängern. Zur Aufarbeitung der Vorfälle bitten wir Zeugen und Geschädigte sich zu melden. Dabei benötigen wir folgende Dinge:
- Gedächtnisprotokolle,
- Fotos/ Filmmaterial,
- Augenzeugenberichte,
- Berichte von Geschädigten,
- Berichte über Zerstörung von Eigentum.
Schickt die Sachen am besten noch diese Woche per Mail an das Fanprojekt (info@fanprojekt-plauen-vogtland.de) oder meldet euch telefonisch. Außerdem bieten wir am Monatg eine Sonderöffnungszeit von 18.00 – 20.00 Uhr an. Ihr könnt aber auch an den regulären Öffnungszeiten (Mittwoch 14.00-22.00 Uhr, Donnerstag 14.00-19.45 Uhr) bei uns vorbeikommen.
Fanprojekt Plauen-Vogtland e.V.
Dobenaustraße 9
08523 Plauen
Tel.: 03741 – 71 91 70
www.fanprojekt-plauen-vogtland.de
info@fanprojekt-plauen-vogtland.de
Laut Augenzeugenberichten wurde durch den Sicherheitsdienst von RasenBallsport Leipzig (RB Leipzig) die Meinungsfreiheit im Zentralstadion unterbunden und das brutale Einschreiten gegen die Gästefans mit dem Hausrecht gerechtfertigt. In der LVZ kann man wie gewohnt dazu folgende Standardmeldung lesen: “In der Halbzeitpause machten einige Plauener Anhänger den guten Eindruck der friedlichen Mehrheit kaputt. Ein paar VFC-Fans legten sich mit Ordnern an. Die Polizei ging dazwischen. In der gelb-schwarzen Kurve standen anschließend deutlich weniger Anhänger. ‘Tod und Hass für RB’, tönte es vom Rest.”
Das widerspricht jedoch den Berichten der anwesenden Fans in der Gästekurve.
Aus dem Forum des VFC Plauen
Als also eine Anti-RB Fahne gezeigt wurde (Meinungsfreiheit sollte für RB-Fans auch bei uns nicht mehr geltend sein – siehe deren “Hausrecht”) zogen die Ordner es vor, anstatt mit einem oder zwei Ordnern eine Diskussion mit den Fans zu führen, lieber gleich mit 10 bis 15 Kollegen den Träger der Fahne zu bedrängen. Das weitere Vorgehen der Ordner war schlicht von Aggressionen und Willen zu Ausschreitungen geprägt. Fans jeglicher Coleur wurden provoziert, teils geschlagen, eine junge Frau wurde niedergeschlagen, diverse Fans wurden aus fadenscheinigen Gründen abgeführt. Die anwesende Polizei, welche wirklich freundlich war, schien keinerlei Ambitionen zum Schutz der Gästefans zu hegen. Stattdessen berief man sich lieber auf das Hausrecht der Ordner oder eben noch nicht gesehen zu haben. Wahrscheinlich hatte auch die anwesende Polizei Angst vor dem anwesenden schon oft gesehenen Ordner-Aufgebot. In Leipzig sicherlich keine Unbekannte. Neben der gegen Frauen und jegliche aufbegehrende Person prügelnden Ordner bleibt für mich der fade Beigeschmack der “Fans” vom Produkt Rasenball. Jeglicher Club solidarisiert sich mit den Gästen bei Problemen mit Polizei oder Ordnern. Die “Fans” vom Produkt wünschen den Gästen einen guten Heimweg in Form von “Auf Wiedersehen”. In diesem Fall kann ich nur noch hoffen, dass im besten Falle eine Krise bei RB einmal diese sogenannten Fußballfans von “RB” selbst in eine kritische Lage bringt, in der sie selbst wegen Meinungsäußerungen attackiert werden. Weiterhin hoffe ich, dass solche “Fans” niemals mehr auch nur eine Fahne oder Schwenker in unserem Vogtlandstadion genehmigt bekommen. Ich sage nur: Hausrecht! [vogtlandstadion.de]
Augenzeugenbericht
Ich möchte die Vorfälle in der Red-Bull-Arena aus meiner Sicht schildern. Ich saß in unmittelbarer Nähe der Vorkomnisse.
Die ersten Zehn Minuten verliefen sehr ruhig, da unsere Subkultura erst etwas später im Block erschienen. Schon bei diesem “Einmarsch” wurden etliche Ordner hinzugezogen und rund um die Gruppe der SK verteilt, vermutlich auch durch die Anwesenheit von Anhängern des FC Sachsen Leipzig, was schon völlig überzogen war, da der Block groß genug war und sich auch genügend Ordner im Stadioninnenraum befanden. Bis zur Halbzeit verlief alles ruhig, es wurde zwar mal ein RB-Schal von Seiten der SK hochgehalten, aber so was ist eigtl. nicht weiter tragisch. Aber da wurden die Ordner das erste Mal auffällig nervös. Man konnten denken die legen jeden Moment los. In der Halbzeit dann, entschied man sich die restlichen Fahnen und Banner aufzuhängen da beim Eintreffen nicht genügend Zeit war. Eine weiße Fahne mit einem Anti-RB Leipzig Spruch war dann schließlich der Auslöser für den Einsatz der Schlägertruppe (Security). Und ich dachte in Deutschland herrscht Meinungsfreiheit, zumal die Fahnen alle schon am Eingang kontrolliert wurden.Erst kam der Einsatzleiter in der schwarzen Jacke und wies die Person in einem sehr aggressiven Ton an, die Fahne nicht aufzuhängen, was natürlich auf wenig Verständnis Seitens der SK traf. Dann wurde die Person gepackt und sollte aus dem Stadion geführt werden. Als dann mehrere Personen der SK sich einmischten und versuchten mit den Ordnern zu reden und das völlig überstürzte Abführen der Person zu verhindern, eskalierte das Ganze. Nun waren auf einmal geschätzte 30 Ordner im Block und umkreisten die Gruppe. Jeder der in diesem Bereich auch nur den Mund aufmachte wurde geschlagen oder weg gestoßen, auch Frauen. Ein Ordner nahm ein Mitglied der SK in den Schwitzkasten und drückte ihm die Luft ab bis er zu Boden ging und schleifte ihn dann die Treppe hinauf, bis ihm dann schließlich eine ältere Frau und seine Freundin zu Hilfe kam. Ein weiteres Mitglied der SK wurde gepackt und über mehrere Stühle geschmissen und ebenfalls abgeführt, da flogen von allen Seiten Bierbecher. 3 weitere Mitglieder wurden “abgeführt” und mit Stößen und Schlägen die Treppen hinauf befördert. Scheinbar fielen auch Fahnen und Plakate den Securitys zum Opfer Als dann schon fast alles vorbei war und man in dem ganzen Gerangel gar keinen Überblick mehr hatte, kam die überaus freundliche Polizei hinzu, welche aber scheinbar so viel Respekt oder “Angst” vor den Securitys hatte, dass sie nicht wirklich eingriffen und fast tatenlos zuschauten. Als dann wieder alles ruhiger wurde ging die Polizei wieder und wir wurden mit den Schlägern allein gelassen. Die Hauptverantwortlichen machten anschließend immer wieder sarkastische Bemerkungen und taten als sei nichts gewesen bei ihren Erklärungsversuchen gegenüber den Augenzeugen rund um den Vorfall. Bis sich die SK dann Mitte der zweiten Halbzeit geschlossen aus dem Stadion bewegte, da einige nach dem Abführen durch die Ordner nicht wieder ins Stadion zurück durften.
Quelle:ostfussball.com


