Archiv für die Kategorie „Greuther Fürth“
Nach Pokalspiel: Fürther Fußballfan schwer verletzt
Gegen zwei Hoffenheim-Fans ermittelt das Polizeirevier Sinsheim wegen Verdachts der schweren Körperverletzung.Im Anschluss an das DFB-Pokal-Spiel TSG 1899 Hoffenheim gegen Greuther Fürth war es am Mittwoch zwischen den beiden 27 und 31 Jahre alten Hoffenheimer Fans und Mitgliedern einer dreiköpfigen Familie aus dem Fürther Fanlager vor dem Stadion zu einer Auseinandersetzung gekommen, worauf der 26-jährige Schwiegersohn der Familie mit einem Rettungswagen in eine Klinik eingeliefert werden musste.
Die Schwiegereltern des schwer Verletzten begaben sich ebenfalls wegen Prellungen zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus.
Zeugen hatten die beiden nach der Tat geflohenen Verdächtigen erkannt und die Polizei informiert. Nach den Recherchen der Sinsheimer Polizei noch am Mittwochabend sind beide Verdächtige in der Vergangenheit bereits wegen ähnlicher Delikte aktenkundig geworden.
Schwere Kopf- und Wirbelverletzungen
Nachdem bei dem 26-Jährigen schwere Kopf- und Wirbelverletzungen festgestellt worden sind, wurde er in eine Heidelberger Spezialklinik verlegt, wo eine Operation unausweichlich sein wird.
Quelle:stimme.de
SpVgg-Fan (26) springt in den Tod
Nach Derby-Randale wurde gegen ihn ermittelt. Polizei: Kein Zusammenhang
Fassungslosigkeit, blankes Entsetzen, tiefe Trauer. Das gestrige Pokalspiel der SpVgg Greuther Fürth wurde vom Selbstmord eines Kleeblatt-Anhängers überschattet. Der 26-jährige Andreas F. (Name geändert) war am Montagabend aus dem 11. Stock eines Hochhauses auf der Fürther Hardhöhe gesprungen, erlag Stunden später seinen schweren inneren Verletzungen. Aus einem Abschiedsbrief, gefunden in seinem Geldbeutel, geht laut der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth kein Zusammenhang mit einem Ermittlungsverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung hervor.
F. soll zweifelsfrei als der Mann identifiziert worden sein, der am 20. Dezember beim Pokal-Derby in Nürnberg aus dem Gäste-Fanblock zwei grüne Leuchtkugeln auf das Spielfeld im easyCredit-Stadion geschossen hatte. Greuther Fürth war daraufhin, auch weil von bislang noch unbekannten Anhängern Rauchpulver gezündet worden war, vom DFB zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verdonnert worden.
In einer offiziellen Mitteilung ließ der Verein wenige Stunden vor dem tragischen Unglück wissen: „Aufgrund der Auswertung des Videomaterials durch die zuständigen Behörden konnte die Person, die beim Pokalspiel in Nürnberg Leuchtkugeln auf den Platz geschossen hatte, jetzt identifiziert werden. Die SpVgg Greuther Fürth wird den Täter mit allen juristischen Mitteln in die Haftung nehmen und wie angekündigt die vom DFB-Sportgericht verhängte Strafe in vollem Umfang an den Täter weiterleiten.“
Warum F., der laut Freunden gestern in Hoffenheim unbedingt dabei sein wollte, den Freitod wählte, darüber kann nur gerätselt werden. Angeblich hegte er Heiratspläne, hatte einen guten Job, stand mit beiden Beinen voll im Leben. „Ich bin entsetzt“, gesteht Kleeblatt-Präsident Helmut Hack. „Ich weiß nichts über die wahren Hintergründe, bin überfordert, etwas zu sagen.“
Auch Vereinssprecher Christian Bald ist schockiert: „Unsere Anteilnahme gehört der Familie und den Freunden des jungen Mannes. Wir wünschen der Familie die nötige Kraft im Umgang mit diesem Unglück.“ Die Mannschaft, die großen Idole von Andreas, sollte erst nach dem Pokalspiel in Hoffenheim über die Tragödie informiert werden. Für die Staatsanwaltschaft ist der Fall indes bereits abgeschlossen.
Quelle:abendzeitung-nuernberg.de
Wenn ein Fan zum „Gewalttäter“ wird
Fußballanhänger und Anwälte kritisieren Datei der Polizei scharf — Club als positives Gegenbeispiel
Ein Fußballfan landet vor einem Zug, er wird schwer verletzt. Dem Unglück voran geht eine Rangelei. Schnell wird aus dem jungen Mann ein „Hooligan“, was er nicht ist. Auch weil er, ohne eine Straftat begangen zu haben, in der Datei „Gewalttäter Sport“ gelistet ist. Die kritisieren Fans und Anwälte.
Gewalt und Fußball. Wie eng sind diese beiden Dinge verknüpft? Immer enger, sagt die Statistik. Die Zahl der Verletzten bei Fußballspielen ist bundesweit so hoch wie noch nie. Im vergangenen Jahr gab es bei Spielen der 1. und 2. Liga 846 Opfer (wir berichteten). Die Polizei registriert zudem immer mehr „Problem-Fans“. 9685 waren es in der vergangenen Spielzeit in beiden Ligen, 920 mehr als im Vorjahr. Die Quelle der Behörden ist die Datei „Gewalttäter Sport“. Die ist das Problem, sagt Ralf Peisl.
Peisl ist Club-Fan, Aufsichtsratsmitglied beim 1. FC Nürnberg — und er ist Anwalt. Immer häufiger vertritt er auch Fans gegenüber der Polizei und vor Gericht. Er sagt aus Überzeugung: „Das Bild von der Brutalität in Stadien ist zu großen Teilen konstruiert.“ Und immer wieder würden dadurch Unschuldige benachteiligt. Beispielsweise der 20 Jahre alte Günter E. (Name geändert) aus Nürnberg. Der junge Mann, der nur gelegentlich Spiele des Clubs besucht, will mit seinem Vater eine Reise nach England unternehmen. Bis er am Nürnberger Flughafen vom Sicherheitspersonal auf die Seite gebeten wird. Der Grund: ein Eintrag in der Datei „Gewalttäter Sport“.
Dabei habe er sich nie etwas zuschulden kommen lassen, sagt Günter E. Dass er in besagter Liste geführt wird, weiß er nicht mal. Eine halbe Stunde später hat der Flieger nach England ohne E. und seinen Vater abgehoben. Nun wehrt sich der Betroffene mit einer Klage auf Schadenersatz. Einer Gruppe gehört Günter E. nicht an, aber — so steht es in der Datei — er bewege sich in Szenekreisen.
Solche Beispiele wühlen Ralf Peisl auf. Wie auch der Fall des Club-Fans, der vor zwei Wochen von einem Zug überrollt wurde (siehe Artikel links). Schnell war, unter anderem auch in dieser Zeitung, laut Meldung der Presseagentur vom „Hooligan“ zu lesen. Tatsächlich steht der 19-Jährige in der Datei, die die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) in Nordrhein-Westfalen führt. Warum? Das erklärt Club-Fanbetreuer Jürgen Bergmann gegenüber dem Fußballmagazin 11Freunde: „Nach einer unübersichtlichen Situation bei einem Spiel gegen den FC Bayern erhielt er eine Anzeige und Stadionverbot.“ Und wurde registriert. „Allerdings stellte sich später heraus, dass er beim besagten Spiel ohne Schuld war.“
„Für jemanden, der sich nicht näher mit dem Thema befasst, ist er jetzt ein Gewalttäter“, sagt Peisl. Nicht erst seit den jüngsten Ereignissen kritisieren Anwälte und Fans die Datei „Gewalttäter Sport“ scharf, insbesondere die Bezeichnung. 16 Delikte liefert die ZIS, die für eine Aufnahme ins Register sorgen; die Einleitung eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens vorausgesetzt. Sie reichen von Straftaten unter Anwendung von Gewalt gegen Leib, Leben oder Sachen bis zu Missbrauch von Notrufeinrichtungen. Oder Beleidigung.
„Wo ist da die Gewalt?“, fragt der Club-Aufsichtsrat. Wer im Winter friere, müsse aufpassen, wie hoch er den Schal ins Gesicht zieht — in einer größeren Gruppe könne das als Zusammenrottung mit Vermummung gedeutet werden. „Es werden Menschen in Schubladen gesteckt.“ Als Beweis liefert er Datei-Auszüge, auf denen Mandanten als „Mitläufer“ oder „Rädelsführer“ markiert sind.
Grundsätzlich sind die Fans in die Kategorien A, B und C eingeteilt. A steht für „friedlicher“ Fan, B für den „gewaltbereiten, gewaltgeneigten“, C wiederum für den „gewaltsuchenden“ Fan. Ziel der Datei ist es, die Gefahrenlage vor Spielen einschätzen zu können. Treffen Vereine mit mehreren C-Fans, wie Eintracht Frankfurt oder Dynamo Dresden, aufeinander, wird das Einsatzpersonal aufgestockt. Glaubt man aber Rechtsanwalt Ralf Peisl, stehen kaum „Hooligans“ in der Datei. „Die wissen, wie sie von der Polizei nicht erfasst werden.“
Für fünf Jahre
Wer einen Eintrag in der Datei hat, dessen Name wird erst nach fünf Jahren automatisch gelöscht. „Unter Umständen aber auch sofort, wenn die für die Datei verfolgten Zwecke nicht mehr benötigt werden“, sagt Hans-Jörg Sommerfeld vom Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste in Nordrhein-Westfalen. Das wiederum zweifelt der Anwalt an. Häufig sei die Entfernung der Daten aus dem Katalog mühselig — und bei weitem nicht immer erfolgreich.
Zugriff haben die zuständigen polizeilichen Behörden, nicht aber die Vereine. Die sind zwar für Stadionverbote verantwortlich, handeln dabei auf einen Antrag der Polizei hin, erklärt Daniel Kirchner vom 1. FC Nürnberg. Beim Club aber inzwischen nicht mehr ohne vorherige Überprüfung. „Wer von uns ein Stadionverbot erhalten soll, wird vorher angeschrieben und darf Stellung beziehen“, sagt er. Es gehe auch um Akzeptanz und Verständnis. Oft nutzt der Club, gerade bei jungen Fans, das Mittel des Stadionverbots auf Bewährung. „Seit acht Jahren mache ich das jetzt — und bei fast keinem kam nach der Bewährung noch mal was.“ Er sieht deshalb keinen Trend zur Zunahme bei der Gewalt im Stadion.
Unterstützung erhält seine Aussage durch die bayernweiten Zahlen, die das Innenministerium mitteilt. Im Freistaat wurden im vergangenen Jahr 554 statt wie im Vorjahr 588 Strafanzeigen im Bereich Fußball gestellt. Davon in Nürnberg 91 (statt 125), in Fürth 31 statt 49. Die Zahl der Stadionverbote ist ebenfalls, sogar um 33 Prozent, gesunken: 241 statt 362. Gegen Club-Fans wurden nur noch 56 (statt vorher 131) Verbote verhängt.
Auch Peisl lobt das Verhältnis zwischen Club-Fans und der hiesigen Polizei. Und in Sachen Polizei-Datei hätte nach seinem Empfinden ein kleiner Schritt schon eine große Wirkung: ein neuer Name für die Liste — ohne das Wort „Gewalttäter“.
Quelle:nordbayern.de
Polizei nimmt jetzt die «Karlsbande» ins Visier
Die Polizei hat am Dienstag angekündigt, den Alemannia-Fanclub «Karlsbande» wieder «stärker in den Fokus» zu nehmen.
Nach dem Heimspiel der Alemannia gegen Fürth war es am vergangenen Sonntag zu Auseinandersetzungen zwischen Fans beider Mannschaften gekommen. Für die Übergriffe auf rund 30 Fürther Fans werden von der Polizei Mitglieder der «Karlsbande» verantwortlich gemacht. Ordner waren dazwischengegangen und hatten Schlimmeres verhindert. Eine Ordnungskraft wurde dabei leicht verletzt. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Polizei und Alemannia stünden in engem Kontakt mit nahezu allen Fangruppierungen, so Polizeipressesprecher Paul Kemen am Dienstag. Bislang sei dies eine weitgehend vertrauensvolle Grundlage, um gewalttätige Auseinandersetzungen – ausgehend von Alemannia-Fans – zu vermeiden. Mit dem Anzetteln der Randale am vergangenen Sonntag sei dieses Bestreben von Mitgliedern der sogenannten «Karlsbande» konterkariert worden, so Kemen.
Quelle:az-web.de
Randale nach Alemannia-Spiel
Für die Polizei war nach dem Schlusspfiff der gestrigen Partie zwischen Alemannia Aachen gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth noch lange nicht Schluss. Ein Fanbus der Gäste hatte eine Reifenpanne und konnte das Stadiongelände nicht verlassen. Rund 50 Fürther hingen fest. Was offenbar etwa 30 «Fans» der Alemannia nutzten, um eine Schlägerei anzufangen. Als die Polizei eintraf, waren die Aachener allerdings schon über alle Berge. Mit einem größeren Aufgebot an Kräften sicherte die Polizei anschließend die Reparatur an dem Bus und geleitete ihn letztlich kurz nach 19 Uhr bis zur Autobahn.
Quelle:az-web.de
Eine Auseinandersetzung rivalisierender Nürnberger und Fürther Fußballfans hat am Samstagmittag zu einer halbstündigen Unterbrechung des Zugverkehrs geführt.
Wie die Polizei mitteilte, befanden sich etwa 30 Fürther Fans auf der Fahrt zu einem Spiel ihrer Mannschaft nach Schweinfurt, als bei einem Halt in Hirschaid (Landkreis Bamberg) etwa ebenso viele Nürnberger Anhänger den Zug stürmten. Anschließend kam es laut Polizei im Zug und auf dem Bahnsteig zu Auseinandersetzungen zwischen den aggressiven Fangruppen. Noch vor dem Eintreffen der Polizei hatten sich die Gruppen jedoch wieder getrennt. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch.
Quelle:nordbayern.de
Rot-Weiß Oberhausen verliert gegen Greuther Fürth mit 1:4.
Die Mannschaft aus Fürth wurde durch ca. 800 Fans nach Oberhausen begleitet. Der Großteil der Gästefans reiste mit 11 Reisebussen an.
Mit dem 4. Tor für Greuther Fürth heizte sich die Stimmung im Oberhausener Block mehr und mehr auf. Zum ersten Mal in dieser Saison wurden durch gewalttätige Personen Rauchbomben und Bengalische Feuer gezündet. Insbesondere nach Spielende wurden Oberhausener Fans von den vorgenannten Gewalttätern angegriffen. Als diese körperlichen Auseinandersetzungen durch Kräfte des Ordnungsdienstes zu schlichten versucht wurden, richtete sich die Aggressionen gegen den Ordnungsdienst und die zur Unterstützung eintreffenden Polizeikräfte. Es kam zu Landfriedensbrüchen, Widerstandshandlungen und Beleidigungsdelikten zum Nachteil von PolizeibeamtInnen. Zur Lagebewältigung musste Pfefferspray eingesetzt werden. Einige Personen mussten wegen Augenreizungen ambulant behandelt werden.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Polizeipräsidium Oberhausen
Nach Straftaten festgenommen
Mit ihren Festnahmen endete für drei Gästefans des TSV 1860 München gestern Abend (29.11.2010) ihr Besuch in Fürth. Zwei der Männer sollen an einer Schlägerei beteiligt gewesen sein, ein dritter Tatverdächtiger wird wegen Raubes angezeigt.
Gestern Abend fand in der Trolli-Arena in Fürth das Spiel der 2. Bundesliga zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem TSV 1860 München statt. Die Fürther Polizei war mit zahlreichen Kräften vor Ort. Größere Störungen wurden nicht registriert. Lediglich vor Spielbeginn wurden durch unbekannte Täter Rauchkörper im Gästeblock gezündet. Diesbezüglich dauern die Ermittlungen aber noch an.
Nach Spielende kam es auf der Ludwigsbrücke zu einer Schlägerei zwischen zwei Fangruppen. Dabei wurden drei Fans der Heimmannschaft von zunächst unbekannten Tätern, die anschließend flüchteten, geschlagen. Die Verletzten mussten mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden. Dort wurden sie ambulant versorgt.
Im Zuge der sofort eingeleiteten Fahndung nach den Täten nahmen Einsatzkräfte des USK Mittelfranken zwei Tatverdächtige (16 und 32 Jahre alt) fest. Sie wurden bei einer durchgeführten Gegenüberstellung eindeutig identifiziert. Wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung wurde Anzeige erstattet. Das Duo machte zum Sachverhalt keine Angaben.
In einem Bus der Fürther Verkehrsbetriebe kam es ebenfalls nach Spielende zu einer Auseinandersetzung zwischen einem Fürther Fahrgast (39) und einem 17-jährigen Münchener Fan. Nach einem heftigen Wortwechsel mit körperlicher Auseinandersetzung riss der 17-Jährige seinem Gegenüber den Fanschal vom Hals.
Als der Omnibus in der Fürther Innenstadt angehalten hatte, wurde der Tatverdächtige festgenommen. Polizeibeamte stellten den Schal noch bei ihm sicher. Obwohl Sach- und Zeugenbeweise vorliegen, streitet der Beschuldigte die Tat ab. Die KPI Fürth ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts des Raubes.
Alle Beschuldigten wurden nach Feststellung ihrer Personalien und vorläufig abgeschlossener Sachbehandlung wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen der Fürther Polizei dauern aber noch an.
Polizeipräsidium Mittelfranken


