Archiv für die Kategorie „FC St.Gallen“
Scharmützel nach Cup-Spiel
Nach dem Match auf der «Schützi» kam es zu Ausschreitungen hinter dem Bahnhof, an denen eine Gruppe von rund 150 Personen beteiligt war. Darunter sollen auch FCW-Fans gewesen sein.
Während im Stadion die FCW-Fans den Cup-Sieg feierten, hatten die Einsatzkräfte neben der «Schützi» in Richtung Bahnhof viel zu tun. Eine Gruppe von rund 150 Personen trafen aufeinander. Dabei waren rund 100 so genannte Risiko-Fans aus St. Gallen. Sie trafen auf eine Gruppe aus FCW-, Kloten- und Zürcher Fans. Gemäss Stadtpolizei ist es das erste Mal, dass FCW-Fans auf diese Art negativ auffielen. Laut FCW-Geschäftsführer Andreas Mösli waren rund ums Stadion bekannte FCZ- und GC-Hooligans anzutreffen. Bei den Kravallanten habe es sich kaum um «echte» FCW-Fans gehandelt.
Die Stadtpolizei, unterstützt durch die Kantonspolizei, die Stadtpolizei St. Gallen, die Bahnpolizei und private Sicherheitskräfte, war mit einem Grossaufgebot im Einsatz. Mit Gummischrot und Tränengas konnten die beiden Gruppen getrennt werden.
Derzeit gibt es keine Informationen über Sachbeschädigungen oder Verletzte. Einzig am Hauptbahnhof Winterthur lagen einige Zeitungsständer am Boden, und die Polizei sperrte kurzzeitig den Ausgang beim Stadttor in Richtung Altstadt. Verhaftet wurde niemand.
Quelle:landbote.ch
Fremde Fans machen in Winterthur Krawall
Nach dem Cupsieg des FC Winterthur musste die Polizei Fans aus vier Städten mit Tränengas voneinander trennen. Nicht nur Fussballanhänger wollten sich in Winterthur prügeln.
Fünf verschiedene Polizeieinheiten standen gestern Abend im Einsatz, als der Aussenseiter FC Winterthur gegen St. Gallen 5:4 triumphierte. 150 Fans gerieten nach Spielabpfiff auf dem Weg zum Bahnhof aneinander, wie Peter Gull, Sprecher der Stadtpolizei Winterthur, gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet bestätigte.
«Die Einsatzkräfte der Stadtpolizeien Winterthur und St. Gallen, sowie die Zürcher Kantonspolizei, die Transportpolizei und die Ordnungskräfte des Stadions konnten eine Eskalation verhindern.» Dabei kam auch Tränengas und Gummischrot zum Einsatz. Festgenommen wurde jedoch niemand: «Dazu hatten wir keinen Anlass», sagt Gull.
Weil Experten das Spiel bereits im Vorfeld als riskant einstuften, holte sich die Winterthurer Stadtpolizei Verstärkung bei der Zürcher Kantonspolizei. Auch Spezialisten der St. Galler Polizei, die die St. Galler Fanszene bestens kennen, waren gestern auf der Schützenwiese. Dies sei ein gängiges Vorgehen bei Hochrisikospielen.
Winterthurer Fans sind bis gestern kaum negativ aufgefallen. Unter den Randalierern befanden sich aber auch Fans der Zürcher Stadtclubs und der Kloten Flyers, die sich mit den Winterthurern gegen die St. Galler verbündeten, berichtet ein Augenzeuge gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Gull geht davon aus, dass diese das Cupspiel zum Anlass nahmen, um Rivalitäten auszutragen. Sachschäden seien jedoch nicht entstanden und auch verletzt wurde niemand.
Im Stadioninneren ging es bereits hoch zu und her: Die jubelnden Fans brachten sogar eine Bande zu Bruch, wie ein Winterthurer Fan gegenüberTagesanzeiger.ch/Newsnet sagt. Ein Zuschauer, der wenige Meter dahinter stand, berichtet: «Als Patrick Bengondo das erlösende 2:2 schiesst und sich vor der Bierkurve mit den eingefleischtesten Winterthurer Anhängern feiern lässt, drängen diese vor – und plötzlich gibt die Bande nach.»
Die Zuschauer seien buchstäblich auf das Spielfeld gepurzelt. Verletzt wurde niemand und die Fans hätten sich danach gleich wieder auf die Zuschauertreppe zurückgezogen. «Eigentlich unglaublich, denn es gab keinerlei Abschrankungen mehr», sagt der Augenzeuge.
Wenig später seien einige Sicherheitsleute aufmarschiert und stellten sich vor das klaffende Loch in der Bande. Ob das Spiel am 11. April tatsächlich, wie geplant, in Winterthur ausgetragen wird, sei derzeit jedoch noch unklar, erklärte der Sprecher der Stadtpolizei Winterthur. Möglicherweise werden die Winterthurer statt auf der Schützenwiese vor 8500 Fans im Basler St.-Jakob-Stadion spielen, das 30’000 Zuschauerplätze hat. Die beiden Clubs haben sich noch nicht festgelegt.
Während GC und der FCZ im Cup bereits ausgeschieden waren, gewann der FC Winterthur gestern das Viertelfinalspiel. Mit dem Sieg gelang Winterthur die erste Halbfinal-Qualifikation seit 2006.
Quelle:tagesanzeiger.ch
Verletzte Polizisten nach Fussballspiel
Nach dem Fussballspiel BSC Young Boys gegen FC St. Gallen am Mittwochabend haben Gästefans im Fussballstadion und auf dem Weg zum Bahnhof massiv randaliert. Auch kam es zu Angriffen auf die Kantonspolizei Bern. Mehrere Polizistinnen und Polizisten wurden verletzt. Die Einsatzkräfte verhinderten, dass es trotz der hohen Gewaltbereitschaft seitens der Fans zu grösseren Sachbeschädigungen kam.
Die Anreise der Fans sowie das Meisterschaftsspiel zwischen dem BSC Young Boys und FC St. Gallen am Mittwochabend, 25. Mai 2011, verliefen aus polizeilicher Sicht zunächst friedlich. Während dem Fanrückhalt kam es zu Unruhen, wobei sich die hohe Gewaltbereitschaft der Gästefans zeigte. Unter anderem wurden sanitäre Anlagen und Mobiliar im Gästesektor stark beschädigt und Pyrotechnika gezündet. Nachdem der Ausgang für die Gästefans geöffnet wurde, suchten diese umgehend die Konfrontation mit der Polizei. Auf dem Weg zum Bahnhof richteten die rund hundert mehrheitlich vermummten Fans Sachschaden an. Als sie im Bereich Winkelried-, Böhlen- und Klawa-Strasse die Einsatzkräfte der Kantonspolizei erblickten, bewarfen sie diese ohne zu Zögern mit Flaschen, Steinen und Knallpetarden. Dennoch gelang es den Polizistinnen und Polizisten mit ihrem Einsatz, höhere Sachschäden zu verhindern. Sie mussten dabei Gummischrot und Reizstoff einsetzen. In der Folge leitete die Polizei die aufgebrachten Fans zum Bahnhof, wobei diese nicht davon abliessen, die Einsatzkräfte weiter anzugreifen. Die Situation beruhigte sich dann auch erst, als der Extrazug, nach mehrmaligen Ziehen der Notbremse, den Bahnhof verlassen hatte.
Eine Polizistin musste sich ambulant im Spital behandeln lassen, nachdem sie von einem Stein am Kopf getroffen wurde. Zwei Polizisten erlitten Prellungen und weitere vier Mitarbeitende sind in ärztlicher Behandlung, weil ihr Gehör durch Knallpetarden kurzzeitig beeinträchtigt war. Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen eingeleitet. Eine Person, die Steine warf, wurde bereits vor Ort angehalten und wird zur Anzeige gebracht.
Quelle:police.be.ch
Heute habe ich versucht, wieder mal ein Fussballspiel zu besuchen. Nach einigen Minuten stürmen dort, wo ich stand, Delta-Sicherheitsleute den Sektor und prügeln wie wild um sich. Eine heftige Keilerei beginnt. Leute, die versuchen, die Situation zu schlichten, werden geschlagen oder mit Tränengas attackiert. Niemand weiss, warum die Sicherheitsleute plötzlich von hinten in den Sektor stürmten. Ausser der «Blick», dessen Schreiber zwar nicht dort war, aber trotzdem alles weiss. Der behauptet: Die Fans seien durchgedreht. Eine Erfindung. Ich sprach später lange mit den anwesenden Zürcher und St. Galler Fanpolizisten. Sie sagten alle: «Wir wissen nicht, warum die Delta-Leute plötzlich den Sektor stürmten.» Die St. Galler Fans drängten die Security, die wie eine wild gewordene Rambo-Truppe agierte, zurück. Die Situation eskalierte: Die Sicherheitsangestellten wurden nun auch heftig attackiert – dies, nachdem sie die Situation hatten eskalieren lassen.
Es geht in diesem Fall nicht darum, dass es bei den Fans auch gewalttätige Leute gibt. Heute nicht. Es geht darum, dass man als Matchbesucher sich plötzlich in einer ganz üblen Keilerei wieder fand, die eindeutig vom privaten Sicherheitspersonal ausging. Die anwesenden Polizisten in Zivil hielten die Security nicht vom Zuschlagen ab, dies mit einer Begründung, die rechtlich stimmt: «Wir können nichts machen. Das ist privater Grund.» Einer sagte mir später: «Die Fans sollten Anzeige erstatten. Die Chancen, vor Gericht zu gewinnen, wären gering. Aber es wäre ein Zeichen.»
Als ich nach der Keilerei den Sektor verliess, ergriff mich kurz die Panik, weil ich merkte: Die Polizei wird hier niemanden schützen, auch nicht die Fans vor der wild prügelnden Security. Was, wenn diese noch einmal kommt und schlägt und mit Tränengas um sich sprüht? Nach dem Spiel aber hielt sich die Security zurück, die Polizisten in Zivil hatten vermittelt. Die Fans zogen ab. Blick schreibt später: «FCSG-Fans drehen durch.» Eine Verdrehung der Tatsachen. Im besten Fall könnte man sagen: Die Fans drehten durch, nachdem mit Schlagstöcken und Tränengas bewaffnete Hooligans namens Delta ihren Sektor gestürmt hatten. Die Delta-Security verfolgt offensichtlich keine Deeskalationsstrategie, sondern eine Eskalationsstrategie. Bezeichnend, dass niemandem, auch nicht der Polizei, klar war, warum der Sturm des Sektors stattgefunden hatte. Zehn Minuten vorher war zwar vereinzelt Feuerwerk gezündet worden (zwei sogenannte Pyro-Fackeln), dies jedoch in einem völlig anderen Bereich des Sektors als dort, wo die Security stürmte und zuschlug.
Quelle:nationofswine.ch
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