Archiv für die Kategorie „FC Basel“
Konsequenter Polizeieinsatz verhindert ein Aufeinandertreffen von rivalisierenden FCZ und FCB Fans
Ein Grossaufgebot von Stadt- und Kantonspolizei Zürich verhinderte beim Anmarsch ein Aufeinandertreffen zwischen den Anhängern der beiden Clubs. Es wurden vereinzelt Wegweisungen wegen bestehenden Stadionverboten ausgesprochen. Bis zum Spielbeginn kam es zu keinen grösseren Auseinandersetzungen.
Die Stadtpolizei Zürich signalisierte den Fans des FC Basel bereits vor einigen Tagen, dass ein Fanmarsch vom Bahnhof Zürich-Altstetten ohne Pyros, Vermummungen und Sachbeschädigungen toleriert werde. Trotzdem reiste eine Vielzahl Basler Fans mit rund 150 privaten Fahrzeugen in einem Konvoi nach Zürich und stellten diese im Kreis 5 ab. Anschliessend formierten sich die rund 300-400 Fans und marschierten teilweise vermummt via Duttweilerstrasse in Richtung Stadion Letzigrund. Auf der Duttweilerbrücke wurden sie von Polizeikräften eingekesselt. Während 50 Minuten weigerten sie sich, sich einer Personenkontrolle zu unterziehen. Erst nachdem ihnen ein Ultimatum mit Androhung einer Verzeigung wegen Hinderung einer Amtshandlung gestellt wurde, löste sich der Widerstand. Bei den anschliessenden Personenkontrollen wurden einzelne Wegweisungen wegen bestehenden Stadionverboten ausgesprochen. Die Fans begaben sich anschliessend ohne weitere Probleme zum Stadion.
Gegen 13:30 Uhr besammelten sich rund 500 Fans des FC Zürich auf dem Helvetiaplatz. Nach reichlichem Alkoholkonsum marschierten die Anhänger ebenfalls teilweise vermummt auf der Hohlstrasse in Richtung Fussballstadion Letzigrund. Dank dem schnellen und konsequenten Eingreifen der Stadt- und Kantonspolizei Zürich konnten die beiden Fanmärsche kurz vor dem Aufeinandertreffen angehalten werden. Die Zürcher Fans protestierten, indem sie einen rund 20-minütigen Sitzstreik organisierten. Sie weigerten sich anfänglich via Eichbühlstrasse zum Stadion zu gehen. Der Polizei gelang es schlussendlich, die Zürcher Fans zum Stadion umzuleiten. Dort rissen sie den Sichtschutz des Sicherheitszaunes bei der Baslerstrasse nieder und konnten nur durch einen Einsatz eines Wasserwerfers zurückgebunden werden. In der Zwischenzeit kamen auch noch rund 220 Basler Anhänger mit dem Extrazug in Zürich-Altstetten an. Diese marschierten via Hohlstrasse zur Baslerstrasse. Dort weigerten sie sich aber, in das Stadion zu gehen. Sie wollten auf die auf der Duttweilerbrücke eingekesselten Anhänger des FCB warten. Kurz vor dem Spiel beruhigte sich die Situation. Trotzdem weigerten sich nun die Basler Fans das Stadion zu betreten. Auch die Anhänger des FC Zürich protestierten und verliessen danach das Stadion, so dass das Spiel fast vor leeren Rängen stattfand. Vor dem Stadion wurden auch zivile Polizisten und ein Staatsanwalt attackiert. Auch an der Badenerstrasse war es im Vorfeld des Spiels zu einigen kleinen Scharmützeln zwischen der Polizei und einzelnen FCZ Fans gekommen.
Quelle:stadt-zuerich.ch
Baslerfans verletzen in Winterthur einen Polizisten mit Stein
Nach dem Cup-Spiel zwischen dem FC Basel und dem FC Winterthur haben Fans der Basler Mannschaft am Bahnhof Winterthur Steine gegen die Polizei geworfen. Diese reagierte mit Tränengas und Gummischrot. Ein Polizist wurde verletzt.
Nach Spielschluss hatten sich Anhänger der beiden Clubs in der Nähe des Stadions und auf dem Weg zum Bahnhof gegenseitig provoziert. Bis unmittelbar vor der Abfahrt des Extrazuges konnte die Polizei Auseinandersetzungen verhindern, wie die Winterthurer Stadtpolizei mitteilte.
Kurz bevor der Zug losfuhr, warfen jedoch Baslerfans Steine vom Perron gegen die Polizei, Winterthurerfans und zahlreiche Gaffer. Die Polizei setzte Gummischrot und ein Wasserwerffahrzeug ein. Ein Polizist wurde durch einen Faustschlag sowie einen Steinwurf im Gesicht verletzt.
Ein Passant zog sich Verletzungen zu, als er ohne Fremdeinwirkung stürzte. Beide wurden mit der Sanität ins Spital gebracht. Neben der Stadtpolizei Winterthur standen auch Kantonspolizisten, Transportpolizisten, Szenenkenner aus anderen Polizeikorps und die Berufsfeuerwehr Winterthur im Einsatz.
Die Polizei konnte niemanden verhaften, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Nach bisherigen Erkenntnissen kam es beim Bahnhof zu geringen Sachbeschädigungen.
Quelle:tageswoche.ch
Ein Fan des FC Basel ist vom Zürcher Bezirksgericht vom Vorwurf des Landfriedensbruchs freigesprochen worden – aus Mangel an Beweisen. Der 32-Jährige war im Mai 2011 im Letzigrund Stadion bei den Krawallen vor dem Spiel FC Zürich gegen den FCB dabei.
Damals war es zu schweren Ausschreitungen im Eingangsbereich des Stadions gekommen. Rund 100 Basler Fans hatten plötzlich mehrere Verpflegungsstände angegriffen und geplündert. Als die private Sicherheitsfirma eingegriffen hatte, warfen die Basler Fans mit Steinen und Flaschen und gingen mit Eisenstangen auf ihre Gegner los.
Es entstand ein Sachschaden von über 90’000 Franken. Mehrere Personen wurden verletzt. Der 32-jährige Basler wurde bei einer Internet-Fahndung der Zürcher Kantonspolizei überführt. Ausserdem war er auf einem Beweis-Video erkennbar. Nachdem er sein Bild in Online-Medien entdeckt hatte, stellte sich der Fussballfan.
Der 32-Jährige beteuerte vor Gericht seine Unschuld. Er verabscheue solche Szenen, beteuerte er und erklärte, dass er zwischen die Fronten geraten sei. Einerseits habe man ihn von hinten geschoben, andererseits hätten die Männer der Sicherheitsfirma vorne alles dicht gemacht.
Das Gericht sprach den Mann am Montag vom Vorwurf des Landfriedensbruchs frei. Auf dem Film sei eine Wegwärts-Bewegung des Baslers erkennbar, sagte der Richter. Für den Angeklagten spreche zudem, dass er trotz Kapuzenpulli seinen Kopf nicht bedeckt und sich später aus freien Stücken gestellt habe.
Es sei nicht erwiesen, dass der Mann sich freiwillig in der gewaltbereiten Gruppe aufgehalten habe, argumentierte der Richter. Das Gericht sprach dem 32-Jährigen eine Prozessentschädigung von 4’300 Franken zu. Der Mann wurde vom Schweizerischen Fussballverband wegen der Vorfälle mit einem Rayonverbot belegt.
Quelle:news.ch
Polizei mahnt FCB-Fans in Zürich zur Ordnung
Rund 700 Basler Fussballfans sind am Sonntagmittag mit dem Zug von Zürich wieder nach Hause gefahren, ohne das Super League-Spiel FCZ gegen FCB zu sehen. Die Polizei hatte die Fans zur Ordnung gemahnt.
Gegen 14.45 Uhr traf ein Extrazug mit rund 800 Basler Fans in Zürich-Altstetten ein, wie die Stadtpolizei Zürich mitteilte. Bei der Einfahrt in den Bahnhof zündeten einige Fans Feuerwerkskörper, anschliessend formierte sich die Gruppe auf der Hohlstrasse.
Die Polizei erklärte den Fussballfans, dass der Marsch zum Stadion nur toleriert werde, wenn sich die Fans nicht vermummten und wenn sie keine Feuerwerkskörper zündeten. Nach längerer Diskussion entschieden sich rund 700 Fussballanhänger, wieder in den Zug zu steigen und nach Basel zurückzufahren. Um 15.45 Uhr reisten sie wieder ab.
Bereits auf der Herfahrt seien im Zug Flugblätter verteilt worden mit dem Hinweis, keinne Tickets zu kaufen, weil im Stadion mit verschärften Zutrittskontrollen zu rechnen sei, teilte die Polizei mit. Die Sicherheitsmassnahmen im Letzigrund wurden verschärft, nachdem das Derby zwischen FCZ und GC am 2. Oktober nach Krawallen abgebrochen werden musste.
Quelle:bielertagblatt.ch
Communiqué FCZ-FCB (23.10.2011)
Basler Fans widersetzen sich der «Eskalationsstrategie» der Polizei
Die Zürcher Polizei empfing die mit dem Extrazug angereisten Fans des FC Basel mit einem im Schweizer Fussball noch nie gesehenen Grossaufgebot. Die Polizei machte deutlich, dass sie den Marsch der Fussballfans beim kleinsten Vergehen mit Gewalt auflösen würde. Während des Marsches hätten wir von allen Seiten von Einsatzkräften umstellt werden sollen. Die Muttenzerkurve entschied sich in der Folge, sich dieser «Eskalationsstrategie» gewaltfrei zu entziehen und trat die sofortige Heimreise an. Angesichts der enormen Drohgebärden der Polizei schlossen sich praktisch alle FCB-Fans, die mit dem Extrazug anreisten, unserer Aufforderung an.
Bereits auf der Hinreise zum Auswärtsspiel beim FC Zürich erhielten die Fans des FC Basel Informationen, dass sie die Zürcher Polizei mit einem Grossaufgebot erwarten würde. Die Situation, welche wir vorfanden, übertraf jedoch die kühnsten Erwartungen. Unzählige Polizisten empfingen den Extrazug am Bahnhof Altstetten. Die Strategie der Polizei: Sie wollte den Marsch der Fans umzingeln und bei den kleinsten Verstössen gewaltsam auflösen.
Angesichts dieser unverhältnismässigen Gewaltandrohung (und mit der Erfahrung der Massenverhaftungen von 2004) konnten wir nicht verantworten, hunderte Fans in diesen «Kessel» zu schicken. Verhandlungen, welche Exponenten der Kurve mit der Polizei aufnahmen, scheiterten. Wir riefen die Fans in der Folge dazu auf, gewaltfrei zurück in den Extrazug zu steigen und nach Basel zurück zu fahren. Zu diesem Zeitpunkt hatten die meisten Fans noch kein Ticket für das Spiel gekauft, wodurch dem FCZ Einnahmen in der Höhe von rund 25’000 Franken (nur Tickets) entgingen.
Die Muttenzerkurve hat für das Vorgehen der Polizei keinerlei Verständnis. In den letzten Jahren hat die Fanszene selbstregulierend dafür gesorgt, dass Sachbeschädigungen oder andere Übergriffe auf Märschen zum Stadion weitgehend ausbleiben. Die Polizei hat die Organisation der Fanmärsche gegenüber der Fanarbeit mehrfach gelobt, obwohl dort oft auch pyrotechnische Materialen zum Einsatz kamen; was heute eine gewaltsame Auflösung des Marsches hätte begründen sollen.
Wir haben für diese Positionswechsel nur eine Erklärung: Die Zürcher Polizei wollte den Fanmarsch zur Eskalation bringen, um eine Nulltoleranzstrategie künftig zu legitimieren. Es ist indes eine Illusion zu glauben, Veranstaltungen mit zehntausenden Besuchern ohne jeden Zwischenfall durchführen zu können. Eine Nulltoleranzstrategie, gekoppelt an Kollektivstrafen für alle Fans, führt zu einer Verschärfung der Situation, weil es jene Kräfte schwächt, die sich für einen gemeinsamen Weg des Dialoges einsetzen und bestärkt lediglich die Radikalisierung der Bewegung.
Quelle:muttenzerkurve.ch
Beim Spiel FCZ – FCB vom 11. Mai kommt es vor dem Match zu wüsten Szenen. Wie entfesselt die Hooligans wüteten, zeigen bisher unveröffentlichte Videos.
Sie schlagen alles kurz und klein, werfen Pyros, Absperrgitter, Gegenstände – die FCB-Hooligans wüten am 11. Mai im Letzigrund wie nie zuvor. Das Video der Stadtpolizei Zürich zeigt, wie die sogenannten «Fans» vorgehen.>>>Zum Video
Grösstenteils vermummt gehen sie in der Gruppe gegen das Sicherheitspersonal vor, lassen sich auch durch Tränengassalven nicht abschrecken. Völlig ausser Rand und Band demolieren die Hooligans die Stadioneinrichtung.
10 Personen verletzt
Marco Cortesi von der Stadtpolizei Zürich kommentiert gegenüber der «Rundschau» die Bilder: «Die privaten Security werden von den sogenannten Fans in einer wahren Schlacht aus dem Stadion gedrängt. Es kommt zu einem Pyro-Direktwurf auf die Sicherheitsleute. Bauabschrankungen, Container, 20-Kilo-schwere Absperrgitter und Kehrichtkübel werden, zum Teil von oberen Stockwerken, auf die Security geworfen.»
Cortesi weiter: «Hätten wir von aussen interveniert, wäre die Situation eskaliert, und es wäre zu ungeahnten Strassenschlachten gekommen.»
Bei den Krawallen werden insgesamt zehn Personen verletzt. Dabei entsteht ein Sachschaden von knapp 200‘000 Franken (Blick.ch berichtete). Die Stadtpolizei sucht seit Montag per Internet-Fahndung 16 Chaoten. Fünf davon wurden bereits identifiziert.
Was stoppt diese Chaoten?
Schon länger werden geeignete Lösungen gesucht, um die gewaltbereiten Fans zu stoppen. So wird zum Beispiel über eine Bewilligungspflicht für Hochrisikospiele diskutiert.
Peter Gilliéron, Präsident des Schweizerischen Fussballverbandes, zeigt sich gegenüber der «Rundschau» entsetzt über die gezeigten Bilder, sieht in der Bewilligungspflicht aber den falschen Ansatz: «Ich glaube, wenn Politiker solche Massnahmen ankündigen, führt das auch nicht zu einer Verbesserung des Klimas.» Weitere Punkte die diskutiert werden: Kombitickets, Charterzüge, Identitätskontrollen und Rayonverbote für die Chaoten.>>>Zum Video
Quelle:blick.ch
Die Zürcher Polizei hat bereits fünf von 16 per Internet gesuchten FCB-Hooligans identifiziert. Die Bilder sind seit 24 Stunden auf der Internetseite der Zürcher Stadtpolizei zu sehen. Fünf weitere Anhänger des FC Basels seien bei einer koordinierten interkantonalen Polizeiaktion festgenommen worden, teilten die Behörden weiter mit. Den Hooligans wird vorgeworfen, am 11. Mai bei Ausschreitungen im Stadion Letzigrund Straftaten begangen haben.
Die Internet-Fahndung der Zürcher Stadtpolizei nach FCB-Hooligans hat erfolgreich begonnen: Innert den ersten 24 Stunden seit der Aufschaltung der Bilder wurden fünf von 16 Gesuchten identifiziert. Fünf weitere wurden in einer koordinierten interkantonalen Polizeiaktion festgenommen.
Am Montagvormittag schaltete die Zürcher Stadtpolizei Bilder von fünf gesuchten Personen auf ihrer Website auf. Es handelte sich um Anhänger des FC Basel. Sie sollen am 11. Mai bei Ausschreitungen im Stadion Letzigrund Straftaten begangen haben. Obwohl es Video- und Fotoaufnahmen von ihnen gab, konnten sie nicht ermittelt werden.
Quelle:radiobasel.ch
Die Polizei muss mit Pfefferspray und Gummischrot eingreifen. Nach dem Fussballspiel St.Gallen – Basel kommt es zu Gewaltausbrüchen.
Nach dem Fussballspiel zwischen dem FC St.Gallen und dem FC Basel ist es heute in St. Gallen zu Zusammenstössen zwischen der Polizei und Basler Fans gekommen. Die Polizei hatte einen Fan wegen Missachtung des Vermummungsverbots und wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte angehalten.
Nach Angaben der Polizei beschädigte eine Basler Fangruppe darauf an der Herisauerstrasse eine Hausfassade und bewarf die Polizei mit Steinen und brennenden Pyros. Die Polizei setzte Pfefferspray und Gummischrot ein. Verletzt wurde niemand.
Schon vor dem Spiel war ein Basler Fan wegen Abfeuern von pyrotechnischen Gegenständen und wegen Missachtung des Vermummungsverbots angehalten worden. Insgesamt waren rund 1100 Anhänger der Gäste mit dem Extrazug angereist.
Quelle:blick.ch
Fussballspiel FCZ-FCB – Massive Sachschäden im Stadion
Vor dem Super-League-Spiel zwischen dem FC Zürich und dem FC Basel am 11. Mai 2011 kam es innerhalb des Stadions zu Ausschreitungen von Basler Fans. Dabei entstand Sachschaden von rund 150’000 Franken. Die Stadtpolizei Zürich hat Ermittlungen aufgenommen.
Dank einem grösseren Polizeiaufgebot der Stadt- und Kantonspolizei Zürich und einer konsequenten Trennung der Fanlager konnten Ausschreitungen vor und nach dem Spiel rund um das Stadion Letzigrund weitestgehend verhindert werden. Innerhalb des Stadions kam es jedoch vor dem Spiel zu Auseinandersetzungen. Dabei verursachten die äusserst aggressiven Basler Fussballfans massive Sachschäden an Stadioninventar und Verpflegungsständen. Die Schadenssumme wird auf rund 150 000 Franken geschätzt, das Stadionmanagement hat Strafanzeige eingereicht. Die Stadtpolizei Zürich hat entsprechende Ermittlungen aufgenommen. In diesem Zusammenhang werden die Stadionbetreiber der Polizei umfangreiches Video- und Fotomaterial übergeben. Eine erste Sichtung der Aufnahmen zeigte, dass es sich dabei um vielversprechende Beweismittel handelt.
Quelle:stadt-zuerich.ch
Bei der Begegnung zwischen dem FC Biel und dem FC Basel in Biel ist es zu Ausschreitungen gekommen. Um eine Konfrontation zwischen den Fangruppierungen zu verhindern, musste die Kantonspolizei Bern Reizstoff und Gummischrot einsetzen. Trotz des hohen Gewaltpotenzials ist der entstandene Sachschaden eher gering. Eine Person wurde festgenommen, Anzeigen sind möglich.
Nach dem Schlusspfiff der Partie zwischen dem FC Biel und dem FC Basel am Donnerstag, 3. März 2011, im Stadion Gurzelen in Biel begaben sich Anhänger der beiden Mannschaften auf das Spielfeld. Um eine Konfrontation zwischen den beiden Fangruppierungen zu verhindern, musste die Kantonspolizei Bern eingreifen. Die Basler Fans wurden in der Folge in Richtung Stadionausgang gelenkt. Dabei musste Gummischrot eingesetzt werden. Auf der Höhe der Stadionecke, an der Kreuzung zwischen der Falken- und der Jakob-Stämpfli-Strasse, warfen die Fans der Gästemannschaft Steine in Richtung der Bieler Fans und der Polizei. Dabei entstand geringer Sachschaden.
Um zu verhindern, dass die Gewalt eskaliert, wurden die Fans von den Einsatzkräften strikte getrennt. Dazu mussten mehrere Male Gummischrot und Reizstoff eingesetzt werden. Die Basler Fans wurden vom Ordnungsdienst bis zum Bahnhof Biel begleitet. Der Bahnhof wurde aus Sicherheitsgründen für rund zehn Minuten gesperrt. Die Polizei hatte die Situation unter Kontrolle und die Anhänger bestiegen gegen 2210 Uhr den Extrazug in Richtung Basel.
Die Kantonspolizei Bern hat in Folge der Ausschreitungen Ermittlungen aufgenommen und wird Videomaterial analysieren. Die Verantwortlichen müssen mit einer Anzeige rechnen.>>>Video
Quelle:police.be.ch
Petardenschüsse in die Menge: Staatsanwalt fordert hohe Strafe
Erstmals kommt ein Fussballhooligan, der dank Internet-Fahndung verhaftet werden konnte, vor ein Zürcher Gericht.
Der 24-jährige Mann aus dem Kanton St. Gallen hatte beim Spiel FC Zürich gegen den FC Basel vom 17. Mai 2009 im Letzigrund drei Leuchtpetarden abgefeuert: zwei Patronen in den Familiensektor, eine auf die Wiese. Die Polizei kam anfänglich mit den Ermittlungen nicht weiter. Ein knappes Jahr später, am 10. Februar 2010, veröffentlichte die Polizei ein Foto von Videoaufnahmen, die sie damals gemacht hatte und den jungen Mann im Gästesektor unter Basler Fans zeigte. Die Internet-Fahndung wirkte: Fünf Tage später konnte der Hooligan aufgrund von Hinweisen aus dem privaten Umfeld und aus Polizeikreisen verhaftet werden, wie der zuständige Staatsanwalt Michael Scherrer auf Anfrage sagte.
Der ursprünglich nicht geständige Mann sass rund einen Monat in Untersuchungshaft. Nach einer Hausdurchsuchung und weiteren Ermittlungen gab er den Sachverhalt zu. Zudem wurde bekannt, dass dem Mann noch andere Delikte vorgeworfen werden.
Unbedingte Freiheitsstrafe
Staatsanwalt Scherrer hat vor einigen Tagen Anklage beim Bezirksgericht Zürich eingereicht. Die Vorwürfe sind happig: Der Hooligan muss sich wegen versuchter schwerer Körperverletzung und mehrfacher Gefährdung des Lebens verantworten. Ihm droht eine unbedingte Freiheitsstrafe; zur Höhe wollte sich der Staatsanwalt nicht äussern. Scherrer stützt seine Anklagepunkte auf ein gerichtsmedizinisches Grundsatzgutachten zur Frage der Gefährlichkeit von Feuerwerkskörpern.
Das Gutachten stellt fest, dass dabei eine Hitzeentwicklung von weit über 1000 Grad entsteht, zudem sind Leuchtpetarden, sogenannte Pyros, nicht löschbar. Im Weiteren stellten die Gutachter fest, dass es zu einer Massenpanik kommen kann, wenn Feuerwerkskörper in eine Menschenmenge fallen.
«Zeichen gegen Hooliganismus»
Der Anklagepunkt «versuchte schwere Körperverletzung» bezieht sich im aktuellen Fall auf eine unbeteiligte Frau, die durch eine der drei Leuchtpetarden Verbrennungen im Nierenbereich erlitt; sie musste ambulant behandelt werden. Der zweite Anklagepunkt «mehrfache Gefährdung des Lebens» bezieht sich auf die beiden Petardenschüsse in die gut besuchte Zuschauertribüne. Laut Scherrer hätten die Filmaufnahmen der Polizei gezeigt, dass der Mann mit den Leuchtpetarden gezielt auf die Tribüne geschossen habe. Damit habe er ganz klar in Kauf genommen, dass Menschen, insbesondere im Familiensektor anwesende Kinder, in unmittelbare Lebensgefahr gebracht würden.
Für Scherrer ist der Fall in zwei Punkten einmalig für den Kanton Zürich. Erstmals konnte ein Hooligan dank Internet-Fahndungen verhaftet werden. Zudem ist Scherrer gespannt, ob das Gericht seiner rechtlichen Würdigung folgt. Wenn dies geschieht, sei dies ein deutliches Zeichen im Kampf gegen den Hooliganismus.
Hooligan-Fahndung per Internet ist gemäss Zürcher Regierungsrat dann zulässig, wenn ein Verdacht auf schwere Verbrechen vorliegt und anderweitige Ermittlungen erfolglos geblieben sind.
Quelle:www.tagesanzeiger.ch


