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Bei Ausschreitungen nach dem Spiel des FC Wil gegen den FC Aarau wurden zwei Polizisten verletzt. Laut Hooligan-Experte Dölf Brack wird es in der Challenge League künftig öfters brenzlig werden.
Nach der 2:3-Niederlage des FC Aarau liefen die rund 100 mitgereisten Gästefans zurück zum Bahnhof Wil. Nach gegenseitigen Provokationen vermummte sich die Hälfte der Aarauer und stürmte ein Restaurant, in dem sich Wil-Anhänger befanden. Dort kam es zu ersten Schlägereien, draussen gingen die Gruppen nochmals aufeinander los.
Die Polizei versuchte, die Gruppen zu trennen: «Dabei wurden die Polizisten angegriffen und mit Gegenständen beworfen», sagt Ulrich Bärtsch von der Kapo St. Gallen. Einem Polizisten wurde dabei das Handgelenk gebrochen, eine Kollegin erlitt Prellungen. Mit Hilfe der Kapo Thurgau, der Bahnpolizei sowie der Securitas konnten die Aarau-Fans schliesslich zum Bahnhof begleitet werden.
Laut Bärtsch war der Match im Vorfeld nicht als Risikospiel taxiert worden. «Jetzt muss aber eine neue Einschätzung gemacht werden», so Bärtsch.
Laut Sicherheitsexperte Dölf Brack wird es in Zukunft in der Challenge League noch brenzliger werden. Brack: «Wie Erfahrungen aus England oder Deutschland zeigen, verschiebt sich die Gewalt in die unteren Ligen.» Militante Fans der Super-League-Teams könnten in der Challenge League randalieren, ohne mit Konsequenzen zu rechnen. Denn die Vorkehrungen in und um die Stadien seien mit Ausnahme des FCSG miserabel. «Die Liga muss endlich handeln und hart durchgreifen», so Brack.
Quelle:20min.ch
FCA-Bachmann: «Randalierende Fans müssen sofort verhaftet werden»
Auch in der Ostschweiz kam es am Wochenende zu Scharmützeln zwischen der Polizei und militanten Fussball-Anhängern. Involviert waren Supporter des FC Aarau. Jetzt äussert sich Urs Bachmann, Sportkoordinator des FC Aarau.
Beim Versuch, feindliche Fussballfans voneinander zu trennen, sind am Samstag in Wil eine Polizistin und ein Polizist verletzt worden. Rund 50 vermummte Fans der Gastmannschaft des FC Aarau waren in ein Restaurant eingedrungen, in dem sich einheimische Fans des FC Wil befanden. Ein Polizist brach das Handgelenk, eine weitere Polizistin zog sich Prellungen zu.
«Wir klären derzeit ab, was genau nach Spielschluss passiert ist», sagt Urs Bachmann, Sportkoordinator des FC Aarau. Er war bei der 2:3-Niederlage seines Teams im Stadion Bergholz in Wil dabei. Er sei sehr überrascht gewesen, als er von den Scharmützeln gehört habe. «Es war kein gehässiger Match. Während des Spiels sind die Fans beider Teams nicht negativ aufgefallen, sie waren friedlich.» Etwa 200 Aarau-Supporter verfolgten das Spiel vor Ort. «Sie haben das Stadion ruhig und gesittet verlassen», so Bachmann.
Ständiger Kontakt mit Fans
Man stehe in ständigem Kontakt mit den Fans, besonders seit den Ausschreitungen im letzten November: Auch damals verlor der FCA mit 2:3 – gegen Délémont – und nach dem Schlusspfiff stürmten rund 60 Fans den Rasen des Brügglifeld-Stadions. «Wir sind nach diesem Spiel mit den Fans zusammengesessen, haben ihnen die Konsequenzen aufgezeigt, etwa Stadionverbote.» Seit diesem Vorfall hätten sich die Aarau-Fans von ihrer guten Seite gezeigt: «Es ist keine einzige Petarde mehr gezündet worden», sagt Bachmann.
Bald Cup-Match gegen den FCZ
Gefordert ist der FC Aarau im Hinblick auf das Cupspiel am 15. Oktober gegen den FC Zürich. «Bisher haben wir uns sehr auf das Spiel gefreut.» Nach den Ausschreitungen im Zürcher Letzigrund gestern Sonntag müsse man nun das Sicherheitskonzept überarbeiten.
«Schnellgerichte wären sinnvoll»
Bachmann äussert sich grundsätzlich zu Fussball-Chaoten: «Ich glaube, Schnellrichtgerichte wären eine sinnvolle Lösung. Randalierende Fans müssen sofort verhaftet und in eine Zelle gebracht werden können. Ich glaube, dass dadurch die sinnlose Gewalt eingedämmt werden kann.»
Quelle:aargauerzeitung.ch


