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Wiederholungsspiel nach Randalen: Dresdner SC will Partie boykottieren
Aufregung im Dresdner Amateurfußball: Nachdem der Sächsische Fußballverband beschlossen hat, die im August abgebrochene Partie des Dresdner SC gegen den Post SV Dresden zu wiederholen, will der DSC dieses Spiel nun boykottieren. „Für uns ist es nicht hinnehmbar, als an der Situation und deren Ausgang vor dem Sportgericht nicht schuldiger Verein, allein Leidtragender zu sein. Weiterhin möchten wir ein klares Zeichen setzen, dass es nicht Anliegen und Interesse aller am Fußballsport Beteiligten sein kann, dass es Chaoten und Störern gelingt, direkt auf den Ausgang von Spielen einwirken zu können”, teilte der Verein mit.
Das Punktspiel der Bezirksklasse Dresden war am 21. August nach 55 Minuten abgebrochen worden. Eine Gruppe von etwa 20 Vermummten hatte das Heinz-Steyer-Stadion in der Dresdner Friedrichstadt gestürmt, um Fan-Utensilien der Gastgeber zu rauben. Allerdings konnten Ordnungskräfte und Zuschauer die Randalierer schnell aus dem Stadion drängen und einen der Männer der Polizei übergeben.
Im Anschluss an das Durcheinander weigerten sich die Gäste, wieder anzutreten. „Aus Angst”, wie der stellvertretende Abteilungsleiter Alexander Mägel am Tag nach dem Vorfall gegenüber DNN-Online angegeben hatte. DSC und Schiedsrichter wollten dagegen weiterspielen. Letztlich brach der Unparteiische die Partie ab.
Danach begannen die Streitigkeiten. Der DSC warf der Konkurrenz unsportliches Verhalten vor, stellte klar, dass spätestens mit der eintreffenden Polizei keine Gefahr mehr bestand. Mägel dagegen beharrte auf dem Standpunkt, seine Spieler hätten Angst um Gesundheit und die eigenen Autos gehabt. Allerdings wurden mehrere Spieler des Post SV kurz nach dem offiziellen Abbruch bereits auf dem Parkplatz gesichtet – die Partie hätte zu diesem Zeitpunkt noch laufen können.
Das Sportgericht entschied schließlich, die Partie nicht vor Gericht zu entscheiden, sondern setzte das Spiel neu an, wie es sich Mägel bereits im August erhofft hatte. Nach den Regularien hätte das Spiel auch mit der 56. Minute, beim alten Spielstand von 2:0 für den DSC weitergehen können. Nach Angaben des DSC verweigerte der Post SV hierzu jedoch die Zustimmung. „Ein nachvollziehbarer Grund ist für den DSC nicht erkennbar”, heißt es bei den Friedrichstädtern.
Quelle:www.dnn-online.de


