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500 Polizisten müssen im Wiener Derby einschreiten
Der Treffer zum 2:0 für Austria ist des Guten zuviel für die Rapid-«Fans» an diesem Sonntag Nachmittag. Nach 26 Minuten stürmen im 297. Wiener Derby Ultras von Rapid Wien das Spielfeld, Leuchtgranaten fliegen in den Gästesektor.Die Polizei muss im Hanappi-Stadion einschreiten, stellt sich vor die Gästefans, verhindert damit schlimmeres.
500 Beamte in Vollmontur (!) formieren sich auf der Mittellinie und versuchen, die Fans zu beruhigen. Hunde und Pfefferspray werden eingesetzt. Doch die Vermummten randalieren vorerst munter weiter. Die Situation droht, endgültig zu eskalieren.
Auch die Durchsage des Stadionspeakers bringt wenig bis gar nichts. Manche «Fans» sitzen demonstrativ auf dem Rasen. Einige können abgeführt werden. Später bricht auch ein Geländer ein.
Der Schiedsrichter schickt die Spieler sofort in die Garderobe. Es dauert rund 20 Minuten, bis sich die Situation beruhigt hat. Das Spiel in Wien-Hütteldorf muss abgebrochen werden – ein Novum in dieser Saison. Die Sicherheit von Spielern und Zuschauer ist nicht mehr gewährleistet.
Austria-Manager Markus Kretzschmar auf Krone.at: «Es ist verdammt schade. Jetzt geht die Meisterschaft in die entscheidenden Phase. Diese Bilder aus Österreich gehen um die Welt.
Quelle:blick.ch
Wiener Derby nach Krawallen abgebrochen
Nach Ausschreitungen ist das Wiener Fußball-Derby zwischen den Traditionsclubs Rapid und Austria abgebrochen worden. Zahlreiche Rapid-Hooligans, von denen einige auch vermummt waren, stürmten nach dem 2:0 für die Gäste in der 26.Minute auf den Rasen des Hanappi-Stadions. Die Spieler beider Mannschaften flüchteten in die Kabine. Rund 300 Polizisten versuchten, der Lage Herr zu werden, konnten aber keine friedliche Fortsetzung garantieren. Die Treffer für den Tabellendritten Austria hatten Roland Linz (5.) und Zlatko Junuzovic (25.) erzielt.
Quelle:zdf.de
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Fans sind nicht fehlerfrei, die Polizei aber auch nicht
Wiener Polizei soll mit unverhältnismäßiger Gewalt gegen Sturm-Fans vorgegangen sein.
Sturm und seine Fans freuen sich über den 3:2-Sieg bei der Austria. Sturm und seine Fans diskutieren aber auch über die Vorfälle beim Auswärtsspiel in Wien. Über eine Polizeiaktion, die nach Ansicht beteiligter Personen mit unverhältnismäßiger Gewalt durchgeführt worden war. Alles der Reihe nach: Knapp 500 Fans sind mit dem Zug nach Wien gefahren und wurden in nur drei Bussen ins Horr-Stadion gebracht. Als durch die Dachluke eines Busses ein gezündeter Bengale geworfen wurde, stoppte die Polizei den Bus. Mario Hejl, Pressesprecher der Bundespolizei in Wien, sprach von mehreren Wurfgeschossen.
Wie auch immer. Der Bus wurde angehalten, Personen wahllos herausgezerrt, nach Augenzeugenberichten unsanft auf den Boden verfrachtet und schließlich an die Mauer gestellt, um Daten zu sichern. “Ich bin schon lange dabei, aber so eine Brutalität habe ich selten gesehen”, sagt Sturmflut-Boss Georg Kleinschuster, der die Bengalen-Aktion für “schwachsinnig” hält. Nicht klar ist, warum die Polizei mit einer übermäßigen Intensität an Gewalt vorgegangen sei. Beobachter vermuten, dass sich der Einsatzleiter gut im Bild sehen wollte. Die Polizei wurde von einem TV-Team begleitet.
Polizeisprecher Mario Hejl sagte dazu: “Personen, die sich durch die Maßnahmen der Polizei in ihren Rechten verletzt fühlen, sollen dies zur Kenntnis bringen. Jeder Fall kommt zur Untersuchung.” Sturms Fan-Beauftragter Bruno Hütter sammelt bereits Film- und Fotomaterial des Vorfalls, um sämtliche Beweise der Polizei zu übergeben. Sturm-Präsident Gerald Stockenhuber will von einem Fan-Problem nichts hören und sagt: “Der Großteil der 2500 Leute in der Fankurve ist in Ordnung. Und Personen, die strafrechtliche Handlungen vollziehen, sind keine Sturm-Fans.” Brigata-Boss Tom Lang kann und will Polizeigewalt nicht tolerieren, gesteht aber auch Fehler mancher Fans ein. Es hat ganz den Anschein, als ob der Selbstreinigungsprozess in der Szene nachlässt. Vielen Kurven-Besuchern sind die wenigen Randalierer schon länger ein Dorn im Auge. Es ist zu hoffen, dass sich die Stimmungsmacher gegen die Minderheit der Radaubrüder durchsetzen.
Quelle:www.kleinezeitung.at


