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Derby: Polizeieskorte für Fußballfans
Brisanter Anpfiff. Die Einsatzkräfte sind für das Derby am Samstag gewappnet. 70 Beamte begleiten die Fanschar auf ihrem Marsch ins Stadion.
Das kann heiß werden: Beim letzten Spiel des Jahres in der Regionalliga West kommt es am Samstag zum Aufeinandertreffen der Red Bull Juniors und der Austria Salzburg. Das Spitzenspiel findet erstmals in der Red-Bull-Arena in Wals-Siezenheim statt und dürfte mit 4000 Fans zum Rekordspiel der Liga werden.
Neben dem sportlichen Aspekt sind es vor allem die Fans, die für Aufregung und Diskussionen sorgen.
Nachdem Hooligans aus Salzburg und Tirol Mitte September in Innsbruck randaliert hatten und es in der Vergangenheit mehrmals zu Eklats gekommen war, sind sich die Verantwortlichen der Gefahr auch im Vorfeld des Derbys bewusst. Die Organisation inklusive der Sicherheitsvorkehrungen gleicht einem Bundesliga-Spiel. Daher wird das Topspiel in der Red-Bull-Arena ausgetragen und nicht, wie sonst die Heimpartien der Jungbullen, im neuen Lieferinger Nachwuchszentrum.
Um 11 Uhr treffen sich die violetten Fans in der Neuen Mitte Lehen, wo einst die „alte“ Austria ihre großen Erfolge feierte. Mehrere Hundert Anhänger werden dann zur S-Bahn-Station Aiglhof und nach kurzer Zugfahrt vom Europark zum Stadion marschieren. Austria-Obmann Walter Windischbauer kündigte am Mittwoch an, gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen selbst am Marsch teilzunehmen und sich zu den Fans im Stehplatzsektor zu gesellen. „Ich erwarte ein ganz leidenschaftliches Publikum, aber unser Publikum wird friedlich bleiben“, betonte Windischbauer.
Bei einer Sitzung am Dienstag zwischen dem Vereinsvorstand und den Vertretern der Fanklubs gab es darüber Einstimmigkeit. Windischbauer gab aber auch zu, dass Probleme vorhanden sind: „Wir haben ein Problem, was die Unruhestifter betrifft. Das ist ein Kern von 40 oder 50 Personen, aber wir arbeiten daran und haben schon vieles hier erreicht.“ Beispielsweise würde die Integrationsarbeit und die intensive Nachwuchsarbeit im Verein zur Beruhigung der Lage beitragen.
Bei der Polizei sieht man dem Spiel am Samstag gelassen entgegen. Stadtpolizeikommandant Manfred Lindenthaler sagte den SN: „Etwa 70 Beamte sind mit voller Ausrüstung im Einsatz. Das sind im Vergleich mit anderen Fußballspielen deutlich mehr Kräfte, die wir bereitstellen.“ Trotzdem sei man nicht übermäßig nervös. „Wir rechnen mit 1500 bis 2000 Fans und begleiten diese auch von Lehen bis ins Stadion. Dann muss man beobachten, wie sich die Stimmung im Stadion entwickelt“, sagte Günther Neuländtner vom Stadtpolizeikommando. Unter den Zuschauern werden sich auch Zivilkräfte der Polizei befinden, die die Stimmung beobachten und gegebenenfalls Alarm schlagen. Einen Notfallplan gebe es für ein solches Spiel aber immer. „Sollte die Situation tatsächlich eskalieren, werden die Streifen rund um die Brennpunkte zusammengezogen“, erklärt Lindenthaler das Vorgehen.
Reinhard Sperl vom Bezirkspolizeikommando Flachgau leitet den Einsatz am Samstag. Es handle sich um einen Routineeinsatz. Hinweise auf Ausschreitungen gebe es nicht. „Wir wissen aber, dass es bei diesem Spiel eine spezielle Brisanz gibt, weil die Austria an den früheren Austragungsort kommt“, sagte Sperl den SN. Sollte es Komplikationen geben, „werden wir im Rahmen des Gesetzes mit der notwendigen Härte gegen Störer vorgehen“. Das heißt Festnahmen und Anzeigen.
Um den Einsatz planen zu können, sprechen sich Polizei, Funktionäre von Red Bull und der Austria Salzburg sowie der Bezirkshauptmannschaft ab.
Die Funktionäre des Vereins seien sehr darauf bedacht, gewaltbereite Störenfriede fernzuhalten. „Es gibt da auch Stadionverbote, an die sich die Fans grundsätzlich auch halten.“ Bei Fußballspielen sind sogenannte szenekundige Beamte im Einsatz: „Sie haben einen Überblick über die Fanszene. Sie kennen den Großteil der Störer und wissen auch, wer Stadionverbot hat“, sagte Sperl.
Wie schwierig dennoch die Abgrenzung zu radikalen Fans ist, zeigte ein Spruchband beim letzten Heimspiel. „Früher war er ein böser Hauer, jetzt verpetzt er dich beim Windischbauer“ bekam ein Mitglied der violetten Familie auf übergroßen Spruchbändern im Stadion zu lesen.
Quelle:www.salzburg.com
Machtlos gegen Fans! Salzburg droht Ausschluss
Nach Fan-Krawallen beim Regionalliga-West-Derby zwischen den Amateuren von Wacker Innsbruck und Austria Salzburg steht den Violetten aus der Mozartstadt eine harte Strafe bevor. Zum wiederholten Mal hatten sich ihre Anhänger nicht im Griff!
Wegen der sehr hohen Gewaltbereitschaft samt Knallkörpern, Rauchbomben, Schlägereien im und um das Stadion, sowie Gegenständen wie Bierbechern, die auf das Feld geflogen sind, sollte am Montag in einer Sitzung der Bundespolizeidirektion Innsbruck die Eskalation aufgerabeitet und besprochen werden.
Diese wurde aber wegen der Intensität der Aggressionen vertagt. Der 3:1-Sieg der Wacker Amateure wurde schon am Spieltag zur Nebensache. Als eine der möglichen Konsequenzen soll ernsthaft über einen Ausschluss von Austria Salzburg aus der Regionalliga West nachgedacht werden.
Denn die meisten Klubs melden vor Heimspielen gegen die Austria schon länger Bedenken über die Anreise von Fans aus Salzburg an. Man könne sich für die kleinen Stadien und Fußballplätze der Liga die Sicherheitskosten nicht leisten die nötig sind, um eventuelle Krawallmacher im Griff zu haben.
Salzburg-Manager: “Das sind keine Fans”
In Innsbruck hätten auf dem Sportplatz, der für 800 Zuschauer konzipiert ist, die Sicherheitsmaßnahmen für das Match gegen Salzburg 50.000 Euro gekostet. Zu viel für das Budget eines Regionalligisten. “Wir werden den Vorfällen mit aller Vehemenz nachgehen. Das kann man so einfach nicht stehen lassen”, sagt Dr. Josef Geisler, Präsident des Tiroler Fußballverbands und Mitglied im ÖFB-Präsidium.
Selbst Salzburger Funktionäre können und wollen sich nicht mehr hinter den eigenen Anhang stellen. “Das sind keine Fans”, sagtt Manager Gerhard Stöger. “Denen geht es nur um Randale, nicht um Fußball. Solche Leute wollen wir nicht.”
Was den Liga-Ausschluss betrifft, sieht Stöger andere Alternativen. “Für mich wäre das keine Lösung. Für mich steht der Sport im Vordergrund. Man sollte nicht einen ganzen Klub und seine Mitarbeiter wegen Chaoten bestrafen.”
“Die haben sogar auf Frauen eingeschlagen”
Gegenüber der Tiroler Tageszeitung sagt Gerald Falger, Chef der privaten Sicherheitsfirma zu den Vorfällen: “Ein paar haben sogar auf unsere Frauen eingeschlagen. Da kann man nicht mehr von einem Fußballspiel reden. So etwas habe ich noch nie erlebt!” Vor, während und nach dem Match ist es heiß hergegangen.
Innsbrucks Polizeidirektor Thomas Angermair ist ebenfalls perplex: “Man wird immer wieder überrascht, mit welcher Vehemenz sich die Gruppierung von Austria Salzburg verhält. Die Aggressivität der Salzburger war weit über dem, was man zum Beispiel von den Rapid-Fans gewöhnt ist.”
Austria Salzburg-Obmann Walter Windischbauer räumt ein, dass die bekannten Gesichter der Ausschreitungen mit harten Sanktionen zu rechnen haben. Gleichzeitig spricht er aber Wacker, den Ordnerdienst und die Polizei nicht von Schuld frei, weil zahlreiche verbotene Gegenstände den Weg ins Stadion gefunden haben. Darunter ein auf einer Lanze aufgespießter Saukopf!
Quelle:www.sportnet.at
Fußballspiel FC-Wacker Amateure : Austria Salzburg
Am 17.10.2010 fand im Tivolistadion das Westligaspiel FC Wacker Amateure gegen Austria Salzburg statt. Ingesamt fanden sich 2000 Besucher im Stadion ein, wobei davon 800 Fans von Austria Salzburg, welche Großteils mit Bussen angereist waren, das Spiel mitverfolgten. Vor dem Spiel kam es im Bereich Sillhöfe zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen Teilen der rivalisierenden Fangruppen. Durch das polizeiliche Einschreiten, teilweise unter Einsatz von Pfefferspray, konnten die Gruppen getrennt werden. Während dem Spiel wurden im Bereich des Sektors der Fans von Austria Salzburg insgesamt 10 bengalische Feuer und 25 Knallkörper gezündet, während die Fans des FC Wacker – mit einer Ausnahme – das Verbot von pyrotechnischen Gegenständen bei Sportgroßveranstaltungen einhielten. Nach dem Spiel kam es im Bereich des Westparkplatzes des Olympiastadions zu einer weiteren gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen Fans des FC Wacker und Austria Salzburg. Durch den Einsatz von Pfefferspray und Einheiten der Einsatzeinheit konnte die Auseinandersetzung beendet werden. Bei dem Einsatz mussten – nach derzeitigem Kenntnisstand – 3 Polizeibeamte und 2 Fans von Austria Salzburg ärztlich behandelt werden. Die genaue Anzahl der Strafanzeigen nach dem Strafgesetzbuch sowie Sicherheitspolizeigesetz bzw Pyrotechnikgesetz kann derzeit noch nicht angegeben werden. Diesbezüglich sind noch weitere Erhebungen und die Auswertung der Videoüberwachung abzuwarten. Festnahmen gab es keine.
Bei dieser Veranstaltung waren insgesamt 99 Polizeibeamte (davon 70 Mitglieder der Einsatzeinheit) und 50 Ordner des privaten Ordnungsdienstes im Einsatz.
Quelle:www.bundespolizei.gv.at
Fünf Verletzte nach Fan-Randalen
Im Zuge der Fussball-Westligapartie zwischen den FC Wacker Amateuren und Austria Salzburg ist es am Sonntag zu massiven Ausschreitungen gekommen. Verfeindete Fangruppen gingen aufeinander los. Es gab mehrere Verletzte, darunter drei Polizisten.So wie beim Match zuletzt in Wattens war auch dass Fußballspiel am Sonntag von einem verstärkten Polizeiaufgebot begleitet. Hunderte Austria Salzburg-Fans waren angereist und die Rivalität mit den Tiroler-Fans entlud sich bereits vor Spielbeginn.
Westlich des Stadions gingen einige Fangruppen aufeinander los. Erst durch den Einsatz von Pfefferspray brachte die Polizei die Situation wieder unter Kontrolle, ein Auto wurde beschädigt.Das Spiel selbst war dann vom Abbruch durch den Schiedsrichter bedroht, permanent flogen aus dem Salzburg-Sektor nämlich Gegenstände auf das Spielfeld.
Nach dem 3:1-Sieg der Tiroler ging es vor dem Stadion erneut zur Sache. Insgesamt gab es fünf Verletzte, ein sogenannter Fan musste mit der Rettung ins Krankenhaus gebracht werden, zog das Rote Kreuz Bilanz.
Nun folgt eine Serie von Anzeigen. Dafür werden noch die Aufnahmen der Videoüberwachung ausgewertet sowie zusätzliche Ermittlungen durchgeführt.
Quelle:tirol.orf.at
Harte Konsequenzen für Randalierer
Konsequenzen für Randalierer kündigt der Obmann der Austria, Walter Windischbauer, nach Raufereien am Sonntag zwischen Austria-Salzburg-Fans und Anhängern von Wacker Innsbruck an. Fünf Personen wurden verletzt.
Bei den tumultartigen Raufereien waren fünf Personen verletzt worden, darunter drei Polizisten.Mehr als 100 Beamte und Sicherheitsmänner hatten am Sonntag alle Hände voll zu tun, um wieder für Ordnung zu sorgen.Die Vereinsführung ist nach den Ausschreitungen schockiert. “Es waren 800 – 900 Salzburger mit und haben die Mannschaft toll unterstützt, aber eine Gruppe von 50 Leuten hat sich enorm daneben benommen.
Das hat vor dem Spiel begonnen, hat sich währenddessen ausgewirkt und es ist offenbar nach dem Spiel auch zu tätlichen Auseinandersetzungen gekommen, die ich selber nicht mitverfolgen konnte. Aber was ich heute gehört habe, hat mich erschüttert”, sagt Windischbauer.
“Ich höre, dass die Polizei viele Videoaufnahmen gemacht hat und dabei ist die auszuwerten. Wenn bei diesen Gewaltakten Leute aus unserem Fanumfeld waren, dann werden die mit harten Konsequenzen zu rechnen haben.
Ich habe aber eher den Eindruck, das hier 30, 40 Provokateure eingeschleust worden sind, von wem auch immer, die sonst noch nie bei einem Spiel dabei waren”, sagt Windischbauer.Für das nächste Spiel, am 30. Oktober gegen Union Innsbruck haben die Verantwortlichen größte Sicherheitsbedenken.
“Ich weiß, dass heute Vormittag in Innsbruck ein Sicherheitsgipfel zu diesem Spiel stattgefunden hat. Ich bin aber über das Ergebnis noch nicht unterrichtet. Ich hoffe, dass das Spiel friedlich und in angenehmem Rahmen stattfinden kann. Wo wann und wie kann ich im Moment noch nicht sagen”, sagt Windischbauer.
Quelle:salzburg.orf.at


